Asthma-Stufentherapie: Triple-Therapie vs. Dualtherapie
Hintergrund
Aktuelle Leitlinien empfehlen bei unkontrolliertem Asthma unter einer Kombination aus inhalativen Kortikosteroiden in mittlerer Dosis (MD-ICS) und langwirksamen Beta-2-Agonisten (LABA) eine Therapieeskalation. Zu den Optionen gehören eine Dosissteigerung der ICS oder die Hinzunahme eines langwirksamen Muskarinantagonisten (LAMA).
Ein systematischer Cochrane Review mit Netzwerk-Meta-Analyse aus dem Jahr 2022 untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit dieser Ansätze. Es wurden Daten von über 17.000 Jugendlichen und Erwachsenen mit unkontrolliertem Asthma ausgewertet.
💡Praxis-Tipp
Laut dem Cochrane Review profitieren vor allem Personen mit einer Exazerbationshistorie im Vorjahr von einer Eskalation auf eine Triple-Therapie. Eine reine Dosissteigerung auf HD-ICS/LABA bringt im Vergleich zu MD-ICS/LABA wahrscheinlich keinen signifikanten Nutzen, während die Langzeitsicherheit hoher ICS-Dosen noch ungeklärt ist.
Häufig gestellte Fragen
Der Review untersucht die Triple-Therapie bei Jugendlichen und Erwachsenen, deren Asthma unter einer mittleren Dosis ICS/LABA nicht ausreichend kontrolliert ist. Ein besonderer Nutzen zeigt sich bei einer Exazerbationshistorie im Vorjahr.
Nein, laut Meta-Analyse reduzieren weder die mittelhoch noch die hoch dosierte Triple-Therapie die Rate der asthma-bedingten Hospitalisierungen im Vergleich zur dualen Therapie.
Die Datenlage zeigt, dass eine Eskalation auf HD-ICS/LABA im Vergleich zu MD-ICS/LABA wahrscheinlich keinen signifikanten Nutzen bringt. Zudem bleibt die Langzeitsicherheit der höheren ICS-Dosen unklar.
Die Evidenz deutet darauf hin, dass die Triple-Therapie im Vergleich zur dualen Therapie kaum klinisch bedeutsame Unterschiede bei den Symptomen oder der Lebensqualität bewirkt.
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Quelle: Cochrane Review: Effectiveness and tolerability of dual and triple combination inhaler therapies compared with each other and varying doses of inhaled (Cochrane, 2022). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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