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Kortikosteroide bei Zoster-Neuralgie: Cochrane Review

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die postherpetische Neuralgie (PHN) ist eine häufige und schmerzhafte Komplikation nach einer akuten Herpes-Zoster-Infektion (Gürtelrose). Das Risiko für eine PHN steigt mit zunehmendem Alter deutlich an, wobei etwa 20 Prozent der Betroffenen über 60 Jahre langfristige Beschwerden entwickeln.

Es wird vermutet, dass eine anhaltende Entzündung der Nerven durch das Varizella-Zoster-Virus zur Entstehung der Neuralgie beiträgt. Kortikosteroide besitzen stark entzündungshemmende Eigenschaften und könnten theoretisch Nervenschäden minimieren, um so den Übergang in ein chronisches Schmerzsyndrom zu verhindern.

Der vorliegende Cochrane Review (2023) untersucht die Evidenz zur Frage, ob die systemische Gabe von Kortikosteroiden in der Akutphase eine spätere postherpetische Neuralgie verhindern kann. Hierfür wurden fünf randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 787 Teilnehmenden ausgewertet.

Empfehlungen

Laut Review ist die Evidenz bezüglich der präventiven Wirkung von Kortikosteroiden auf die Entstehung einer postherpetischen Neuralgie sehr unsicher.

Wirksamkeit zur Prävention

Die Analyse der eingeschlossenen Studien zeigt folgende Ergebnisse:

  • Es gibt keine gesicherte Evidenz, dass oral verabreichte Kortikosteroide während der Akutphase eine PHN nach sechs Monaten verhindern (sehr niedrige Vertrauenswürdigkeit).

  • Die verfügbaren Daten sprechen weder für noch gegen den routinemäßigen Einsatz zur Prävention.

  • Das Vertrauen in die Effektschätzer ist aufgrund von methodischen Mängeln und geringen Fallzahlen stark eingeschränkt.

Sicherheit und unerwünschte Ereignisse

Bezüglich der Sicherheit zeigt die Meta-Analyse, dass die Gabe von Kortikosteroiden im Vergleich zu Placebo oder Standardtherapie ein ähnliches Risikoprofil aufweist.

  • Bei schweren unerwünschten Ereignissen zeigt sich möglicherweise nur ein geringer oder gar kein Unterschied (sehr niedrige Vertrauenswürdigkeit).

  • Auch bei nicht-schweren unerwünschten Ereignissen gibt es kaum Unterschiede zwischen den Gruppen (niedrige Vertrauenswürdigkeit).

Vergleich der Endpunkte

Endpunkt (nach 6 Monaten)Risiko mit PlaceboRisiko mit KortikosteroidenRelatives Risiko (RR)Evidenzgrad
Vorhandensein einer PHN193 pro 1000183 pro 10000,95Sehr niedrig
Schwere unerwünschte Ereignisse8 pro 100013 pro 10001,65Sehr niedrig
Nicht-schwere unerwünschte Ereignisse113 pro 1000147 pro 10001,30Niedrig

Implikationen für die Forschung

Die Autoren betonen den Bedarf an großen, qualitativ hochwertigen randomisierten Studien. Zukünftige Untersuchungen sollten validierte Schmerzmessungen sowie Parameter zur Lebensqualität und Funktion erfassen.

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💡Praxis-Tipp

Der Review verdeutlicht, dass der Einsatz von systemischen Kortikosteroiden in der Akutphase des Herpes Zoster nicht routinemäßig zur reinen Prävention einer postherpetischen Neuralgie empfohlen werden kann. Es wird darauf hingewiesen, dass die aktuelle Studienlage keinen klaren Nutzen belegt, auch wenn das Risiko für schwere Nebenwirkungen laut den vorliegenden Daten gering erscheint.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane Review ist die Evidenz hierfür sehr unsicher. Es kann derzeit nicht belegt werden, dass Kortikosteroide in der Akutphase das spätere Auftreten einer Neuralgie verhindern.

Die Meta-Analyse zeigt, dass oral oder intramuskulär verabreichte Kortikosteroide im Vergleich zu Placebo wahrscheinlich nur zu einem geringen oder gar keinem Unterschied bei unerwünschten Ereignissen führen. Die Vertrauenswürdigkeit dieser Evidenz wird jedoch als niedrig bis sehr niedrig eingestuft.

Der Review definiert die postherpetische Neuralgie als Schmerzen, die mindestens einen Monat, oft aber auch noch sechs Monate oder länger nach dem Auftreten des akuten herpetischen Ausschlags bestehen bleiben. Das Risiko steigt ab dem 50. Lebensjahr deutlich an.

In den eingeschlossenen Studien wurden verschiedene systemische Kortikosteroide wie Prednison, Prednisolon, Triamcinolon und Dexamethason untersucht. Diese wurden oral, intramuskulär oder intravenös verabreicht.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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