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Care Bundles bei COVID-19 auf der ITS: Cochrane Review

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Cochrane Scoping Review aus dem Jahr 2020 untersucht die verfügbare Evidenz zum Einsatz von sogenannten Care Bundles auf der Intensivstation. Im Fokus stehen dabei Patienten mit COVID-19, akutem Atemnotsyndrom (ARDS) oder viraler Pneumonie.

Care Bundles sind definierte Pakete von in der Regel drei bis fünf evidenzbasierten Versorgungsmaßnahmen. Laut Review sollen diese Maßnahmen stets gemeinsam und konsistent angewendet werden, um die Behandlungsergebnisse zu verbessern und Versorgungsschwankungen zu reduzieren.

Da es sich um einen Scoping Review handelt, der im Auftrag der WHO zur Leitlinienentwicklung erstellt wurde, bewertet die Arbeit nicht die Wirksamkeit der Maßnahmen. Stattdessen wird die Studienlandschaft kartiert, um Evidenzlücken aufzuzeigen und zukünftige Forschungsfragen zu definieren.

Empfehlungen

Der Cochrane Review fasst die identifizierte Studienlage zu Care Bundles zusammen und beschreibt folgende Kernaspekte:

Häufige Komponenten von Care Bundles

Die in den 21 eingeschlossenen Studien beschriebenen Maßnahmenbündel variieren stark. Am häufigsten umfassen sie laut Review folgende klinische Interventionen:

Care Bundle KomponenteHäufigkeit in Studien
Vorgaben zu Beatmungseinstellungen10 Studien
Restriktives Flüssigkeitsmanagement8 Studien
Sedierungsprotokolle7 Studien
Bauchlagerung7 Studien

Spezifika bei COVID-19

Bei Patienten mit COVID-19 fokussieren sich die Care Bundles zusätzlich auf Maßnahmen zur Infektionskontrolle. Dazu gehört laut Review insbesondere die korrekte Verwendung persönlicher Schutzausrüstung (PSA).

Identifizierte Evidenzlücken

Der Review weist darauf hin, dass die spezifische Datenlage zu COVID-19 noch stark limitiert ist und primär auf Beobachtungsstudien beruht. Es wird betont, dass wesentliche Aspekte in den bisherigen Care Bundles fehlen.

Zu den identifizierten Lücken gehören:

  • Fehlende Bündel zur Vorbereitung auf die Verlegung von der Intensivstation

  • Mangelnde Maßnahmen zur Prävention von Infektionen durch intravenöse Zugänge

  • Fehlende Daten zu den Erfahrungen des medizinischen Personals bei der Umsetzung der Bundles

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💡Praxis-Tipp

Der Review betont, dass der Erfolg von Care Bundles maßgeblich davon abhängt, dass alle Komponenten des Bündels kollektiv und konsistent bei jedem Patienten angewendet werden. Es wird darauf hingewiesen, dass ein Bündel keine umfassende Intensivpflege ersetzt, sondern lediglich eine standardisierte Kernversorgung für spezifische klinische Situationen wie ARDS oder COVID-19 darstellt.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review handelt es sich um ein Paket von drei bis fünf evidenzbasierten Maßnahmen. Diese werden gebündelt bei einer bestimmten Patientengruppe angewendet, um die Versorgungsqualität zu standardisieren.

Der Review zeigt, dass häufig Vorgaben zu Beatmungseinstellungen, restriktivem Flüssigkeitsmanagement, Sedierung und Bauchlagerung gebündelt werden. Bei COVID-19 kommen oft Aspekte der Infektionskontrolle hinzu.

Nein, da es sich um einen reinen Scoping Review handelt, wurde die Wirksamkeit der Maßnahmen nicht bewertet. Die Autoren betonen, dass hierfür ein separater systematischer Review zur Effektivität erforderlich ist.

Derzeit gibt es hierzu eine Evidenzlücke. Der Review fand keine Studien zu Care Bundles, die sich spezifisch auf die Vorbereitung von Patienten auf das Verlassen der Intensivstation fokussieren.

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Quelle: Cochrane Review: Care bundles for improving outcomes in patients with COVID-19 or related conditions in intensive care - a rapid scoping review (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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