Hoher vs. niedriger PEEP bei ARDS: Cochrane Review

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Akute Lungenschädigung (ALI) und das akute Atemnotsyndrom (ARDS) sind durch eine erhöhte Permeabilität der alveolokapillären Schranke gekennzeichnet. Dies führt zu proteinreichem Lungenödem, lokalen Entzündungen und dem Kollaps von Alveolen.

Fast alle betroffenen Patienten benötigen eine maschinelle Beatmung. Der positive endexspiratorische Druck (PEEP) wird eingesetzt, um der passiven Entleerung der Lunge und dem Kollabieren der Lungenbläschen entgegenzuwirken und so die Sauerstoffaufnahme zu verbessern.

Die optimale Höhe des PEEP wird in der Intensivmedizin intensiv diskutiert. Während ein hoher PEEP die Lungenfunktion und Oxygenierung verbessern kann, besteht potenziell das Risiko von Nebenwirkungen wie einem Barotrauma oder einer verringerten Herzleistung.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Obwohl ein hoher PEEP die Oxygenierung in den ersten Tagen einer ARDS-Beatmung messbar verbessert, übersetzt sich dieser physiologische Vorteil laut Meta-Analyse nicht in einen Überlebensvorteil. Es wird im Review darauf hingewiesen, dass die PEEP-Einstellung weiterhin eine individuelle klinische Entscheidung bleibt, da die Studienpopulationen und Titrationsmethoden stark variierten.

Häufig gestellte Fragen

Der Cochrane Review zeigt, dass ein hoher PEEP im Vergleich zu einem niedrigen PEEP die Sterblichkeit vor der Krankenhausentlassung nicht signifikant reduziert. Dies wird durch Evidenz von moderater Vertrauenswürdigkeit gestützt.

Laut der Meta-Analyse gibt es keinen signifikanten Unterschied beim Risiko für ein Barotrauma zwischen hohen und niedrigen PEEP-Werten. Die Evidenz für diesen Endpunkt ist jedoch von niedriger Vertrauenswürdigkeit.

Die Daten zeigen, dass ein höherer PEEP die Oxygenierung (PaO2/FiO2-Quotient) an den Tagen 1, 3 und 7 der maschinellen Beatmung verbessert. Dieser physiologische Effekt führt jedoch nicht zwingend zu einer geringeren Mortalität.

Der Review gibt keine abschließende Empfehlung für eine spezifische Titrationsmethode ab. Die Autoren betonen, dass in den Studien sehr unterschiedliche Ansätze (z. B. nach Compliance, FiO2-Tabellen oder transpulmonalem Druck) verwendet wurden, was zu einer hohen klinischen Heterogenität führt.

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Quelle: Cochrane Review: High versus low positive end-expiratory pressure (PEEP) levels for mechanically ventilated adult patients with acute lung injury and acute respiratory distress syndrome (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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