Kalzium & Vitamin D: Knochendichte bei Prämenopause

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Osteoporose ist durch eine geringe Knochendichte und eine beeinträchtigte Knochenqualität gekennzeichnet, was zu Fragilitätsfrakturen führt. Die Prävention sollte bereits vor der Menopause ansetzen, um die maximale Knochenmasse zu optimieren und altersbedingtem Knochenabbau vorzubeugen.

Eine häufige Präventionsstrategie ist die Supplementierung von Kalzium und Vitamin D. Während die Evidenz für postmenopausale Frauen und Kinder bereits in anderen Übersichtsarbeiten untersucht wurde, war die Datenlage für gesunde prämenopausale Frauen bislang unklar.

Der vorliegende Cochrane Review aus dem Jahr 2023 evaluiert die Wirksamkeit und Sicherheit dieser Nahrungsergänzungsmittel. Ziel war es zu prüfen, ob die alleinige oder kombinierte Gabe die Knochendichte erhöht und Frakturen in dieser Altersgruppe verhindert.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei gesunden Frauen vor der Menopause ohne spezifische Risikofaktoren ist eine routinemäßige Verschreibung von Kalzium und Vitamin D zur Steigerung der Knochendichte laut Review nicht durch Evidenz gedeckt. Es wird empfohlen, den Fokus auf vulnerable Gruppen zu legen, bei denen ein tatsächlicher Mangel oder Resorptionsstörungen vorliegen, wie etwa bei Zöliakie oder nach bariatrischen Eingriffen.

Häufig gestellte Fragen

Der Cochrane Review fand in den eingeschlossenen Studien keine Daten zu Frakturraten bei prämenopausalen Frauen. Aufgrund der fehlenden Effekte auf die Knochendichte schlussfolgern die Autoren jedoch, dass ein Nutzen zur Frakturprävention unwahrscheinlich ist.

Laut Review wird der routinemäßige Einsatz von Kalziumpräparaten bei gesunden prämenopausalen Frauen nicht unterstützt. Die Meta-Analyse zeigte keinen signifikanten Effekt auf die Knochendichte an Hüfte oder Lendenwirbelsäule.

Der Review legt nahe, dass eine Supplementierung bei vulnerablen Gruppen mit einem erhöhten Risiko für Knochenstoffwechselstörungen erwogen werden kann. Dazu zählen laut den Autoren Frauen mit Essstörungen, Zöliakie, veganer Ernährung oder nach bariatrischer Chirurgie.

In den analysierten Studien wurde Vitamin D3 (Cholecalciferol) in Dosierungen von 400 IE (10 µg) bis 800 IE (20 µg) pro Tag verabreicht. Auch bei diesen Dosierungen konnte kein positiver Effekt auf die Knochendichte nachgewiesen werden.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: Cochrane Review: Calcium and vitamin D for increasing bone mineral density in premenopausal women (Cochrane, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.