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Hepatitis-C-Screening: CDC-Leitlinie 2020

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf Centers for Disease Control and Prevention (CDC) Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Universelles Hepatitis-C-Screening wird mindestens einmal im Leben für alle Erwachsenen ab 18 Jahren empfohlen.
  • Schwangere sollten in jeder Schwangerschaft auf Hepatitis C getestet werden.
  • Ausnahme für das universelle Screening: Die nachgewiesene HCV-Prävalenz in der Einrichtung liegt unter 0,1 %.
  • Personen mit Risikofaktoren benötigen weiterhin anlassbezogene oder regelmäßige Testungen.
  • Die Diagnostik erfolgt zweistufig: Anti-HCV-Test, gefolgt von einem HCV-RNA-Test bei positivem Befund.
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Hintergrund

Hepatitis C ist die häufigste gemeldete durch Blut übertragene Infektion in den USA. Der wichtigste Risikofaktor ist der intravenöse Drogenkonsum (IDU). Da die Inzidenz bei Erwachsenen im reproduktionsfähigen Alter steigt, nimmt auch die perinatale Transmission zunehmend an Bedeutung zu.

Unbehandelt verläuft die chronische Hepatitis C oft jahrzehntelang asymptomatisch. Bei 5–25 % der chronisch Infizierten entwickelt sich über 10–20 Jahre eine Zirrhose, welche ein jährliches Risiko von 1–4 % für ein hepatozelluläres Karzinom birgt.

Neue Screening-Empfehlungen (Universelles Screening)

Die CDC hat ihre Empfehlungen erweitert, da das rein risikobasierte Screening nicht ausreichte, um alle Infektionen zu erfassen.

ZielgruppeEmpfehlungAusnahme
Erwachsene (≥ 18 Jahre)Mindestens einmal im LebenNachgewiesene HCV-RNA-Prävalenz < 0,1 % im Setting
SchwangereIn jeder SchwangerschaftNachgewiesene HCV-RNA-Prävalenz < 0,1 % im Setting

Risikobasiertes Screening (Bestehende Empfehlungen)

Unabhängig vom Alter oder der Prävalenz in der Einrichtung gilt weiterhin:

  • Einmalige Testung bei erkannten Risikofaktoren:
    • Personen mit HIV
    • Aktueller oder früherer i.v. Drogenkonsum (auch wenn nur einmalig vor vielen Jahren)
    • Patienten mit chronischer Hämodialyse
    • Anhaltend erhöhte ALT-Werte
    • Empfänger von Bluttransfusionen oder Organtransplantaten vor Juli 1992
    • Medizinisches Personal nach Nadelstichverletzungen oder Schleimhautkontakt mit HCV-positivem Blut
    • Kinder von HCV-infizierten Müttern
  • Regelmäßige Testung bei anhaltenden Risikofaktoren:
    • Aktueller i.v. Drogenkonsum
    • Patienten mit chronischer Hämodialyse
  • Testung auf Wunsch: Jede Person, die um einen Test bittet, sollte diesen erhalten, da stigmatisierende Risiken oft verschwiegen werden.

Diagnostik

Das Screening zielt darauf ab, Personen mit einer aktuellen HCV-Infektion zu identifizieren. Die CDC empfiehlt idealerweise eine Reflex-Testung, bei der aus derselben Probe automatisch die RNA bestimmt wird, wenn der Antikörpertest positiv ist.

Anti-HCV-TestHCV-RNA-Test (NAT)Interpretation
NegativNicht indiziertKeine Infektion (außer bei kürzlicher Exposition)
PositivNegativKeine aktuelle Infektion (ausgeheilte Infektion oder falsch-positiv)
PositivPositivAktive HCV-Infektion (Therapieindikation)

Management und Therapie

Personen mit einer aktiven HCV-Infektion (HCV-RNA positiv) sollten an eine entsprechende medizinische Versorgung angebunden werden.

  • Therapie: Direct-acting antivirals (DAA) führen bei ca. 90 % der Patienten in 8–12 Wochen zur Heilung (Sustained Virologic Response, SVR).
  • Schwangerschaft: DAAs sind derzeit nicht für die Schwangerschaft zugelassen. Die Testung ist dennoch wichtig für das Management der Geburt (z. B. Vermeidung von Amniozentese) und die postpartale Therapie.
  • Präventive Maßnahmen: Impfung gegen Hepatitis A und B, Screening auf Alkoholkonsum, HIV-Testung und Gewichtsmanagement.

💡Praxis-Tipp

Nutzen Sie die Reflex-Testung (HCV-RNA-Bestimmung automatisch aus derselben Probe bei positivem Anti-HCV-Test), um Patientenverluste im diagnostischen Prozess zu vermeiden. Testen Sie zudem jeden Patienten, der danach fragt, ohne auf die Nennung von Risikofaktoren zu bestehen.

Häufig gestellte Fragen

Alle Erwachsenen ab 18 Jahren (mindestens einmalig) und alle Schwangeren (in jeder Schwangerschaft), sofern die lokale Prävalenz nicht nachweislich unter 0,1 % liegt.
Zunächst mit einem Anti-HCV-Test. Fällt dieser positiv aus, muss zwingend ein HCV-RNA-Test (NAT) folgen, um eine aktive Infektion zu bestätigen.
Aktuell sind direkt wirkende Virostatika (DAA) nicht für die Schwangerschaft zugelassen. Die Therapie sollte postpartal erfolgen.
Ja, selbst wenn der intravenöse Drogenkonsum nur einmalig und vor vielen Jahren stattfand, ist eine Testung indiziert.

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