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PRF in der dentalen Implantologie: Leitlinie (AWMF)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf AWMF Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • PRF ist ein autologes Blutkonzentrat, das ohne Antikoagulantien aus Patientenblut zentrifugiert wird.
  • Das Auffüllen einer Extraktionsalveole mit solider PRF-Plug-Matrix kann zur Verbesserung der Alveolenheilung empfohlen werden.
  • Zur Socket- und Ridge-Preservation kann PRF als alternative Therapieoption zum Volumenerhalt des Kieferkammes eingesetzt werden.
  • Für Indikationen wie Sinusboden-Elevation, Sofortimplantation oder Augmentationen reicht die Evidenz für eine Empfehlung derzeit nicht aus.
  • Auch zur Reduktion postoperativer Schmerzen kann aktuell keine evidenzbasierte Therapieempfehlung ausgesprochen werden.
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Hintergrund

Platelet-Rich-Fibrin (PRF) ist ein autologes Blutkonzentrat, das in der dentalen Implantologie zunehmend zur Unterstützung der Geweberegeneration eingesetzt wird. Es wird aus dem peripheren Blut des Patienten durch Zentrifugation gewonnen. Da bei der Herstellung auf Antikoagulantien verzichtet wird, entsteht direkt eine bioaktive Matrix aus Fibrin, Thrombozyten (Plättchen) und Leukozyten. Diese kann in vertikal gepresster Form als solide PRF-Plug-Matrix (z. B. zum Auffüllen von Alveolen) oder als flüssige Matrix verwendet werden.

Empfehlungen mit positivem Konsens

Die Leitlinie spricht für zwei spezifische präimplantologische Maßnahmen eine offene Empfehlung (Empfehlungsgrad 0, "kann") bei starkem Konsens aus. In beiden Fällen dient die spontane Wundheilung als Vergleichsgrundlage.

IndikationEmpfehlungBemerkung
AlveolenverschlussDas Auffüllen der Alveole mit solider PRF-Plug-Matrix kann bei offen abheilender Alveole empfohlen werden.Führt zur signifikanten Verbesserung der Weichgewebsregeneration und Epithelialisierung.
Socket/Ridge-PreservationDie alleinige Anwendung von solider PRF-Plug-Matrix kann als alternative Therapieoption empfohlen werden.Trägt zum Volumenerhalt des Kieferkammes bei (insbesondere in der Frühphase von 2 bis 4 Monaten).

Fehlende Evidenz und Statements

Für viele weitere gängige Indikationen in der dentalen Implantologie reicht die aktuelle Datenlage laut Leitlinie nicht aus, um eine Therapieempfehlung für den Einsatz von PRF (mit oder ohne Knochenersatzmaterialien) auszusprechen. Für folgende Bereiche wurden entsprechende Statements formuliert:

  • Postoperative Schmerzempfindung: Keine Aussage zur Therapieempfehlung möglich. Zwar zeigen einige Studien eine Schmerzreduktion, das Bias-Risiko (z.B. fehlende Verblindung) ist jedoch zu hoch.
  • Sinusboden-Elevation: Keine Aussage zur Therapieempfehlung möglich (weder für interne noch externe Elevation).
  • Laterale Augmentation: Keine Aussage zur Therapieempfehlung möglich.
  • Vertikale und dreidimensionale Augmentation: Derzeit keine evidenzbasierte Aussage möglich, da keine einschließbare Literatur vorliegt.
  • Sofortimplantation: Keine Aussage zur Therapieempfehlung möglich. Es konnten keine signifikanten Unterschiede bei Sekundärstabilität oder Implantatüberleben belegt werden.
  • Periimplantäre Erkrankungen: Keine Aussage zur Therapieempfehlung möglich. Bisherige Studien weisen zu kleine Patientenzahlen und ein hohes Bias-Risiko auf.

💡Praxis-Tipp

Nutzen Sie solide PRF-Plug-Matrizen als autologe, bioaktive Alternative zum Auffüllen von Extraktionsalveolen, um die Weichgewebsheilung und den Volumenerhalt des Kieferkamms in der Frühphase zu fördern.

Häufig gestellte Fragen

PRF ist ein autologes Blutkonzentrat, das durch Zentrifugation von peripherem Patientenblut gewonnen wird. Da keine Antikoagulantien zugesetzt werden, entsteht eine natürliche Fibrinmatrix mit Plättchen und Leukozyten.
Ja, laut Leitlinie verbessert das Auffüllen mit einer soliden PRF-Plug-Matrix die Alveolenheilung und kann bei offen abheilenden Alveolen empfohlen werden.
Nein, aufgrund der derzeitigen Datenlage und methodischer Schwächen bisheriger Studien kann hierfür keine evidenzbasierte Therapieempfehlung ausgesprochen werden.
Aktuell reicht die Datenlage nicht aus, um eine Therapieempfehlung für diese Indikationen abzugeben. Es bedarf weiterer qualitativ hochwertiger Studien.

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