Malaria: Diagnostik, Therapie und Leitlinien-Empfehlung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Malaria ist die bedeutendste importierte Infektionserkrankung bei Reiserückkehrern in Deutschland. Bei etwa 85 Prozent der Fälle handelt es sich um eine Malaria tropica, die durch Plasmodium falciparum ausgelöst wird. Nahezu alle diese Infektionen werden in Subsahara-Afrika erworben.

Die Letalität der importierten Malaria tropica liegt bei 0,5 bis 1 Prozent. Neben Touristen und beruflich Reisenden erkranken häufig auch Migranten nach einem Heimaturlaub. Eine anamnestisch angegebene Malariaprophylaxe schließt eine Infektion nicht sicher aus.

Neben der Malaria tropica existieren weitere Formen wie die Malaria tertiana (P. vivax, P. ovale), Malaria quartana (P. malariae) und die Knowlesi-Malaria. Das klinische Bild ist primär durch Fieber gekennzeichnet, oft begleitet von unspezifischen Symptomen wie Myalgien, Kopfschmerzen und gastrointestinalen Beschwerden.

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💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie schließt die anamnestische Angabe einer eingenommenen Malariaprophylaxe eine Infektion nicht aus. Zudem wird nach einer Therapie mit Artemisinin-Derivaten auf das Risiko einer verzögerten Post-Artemisinin-Hämolyse hingewiesen, die typischerweise 7 bis 14 Tage nach Therapiebeginn auftritt und laborchemische Kontrollen erfordert.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie definiert eine Malaria als kompliziert, wenn klinische Zeichen eines Organversagens (z. B. Bewusstseinsstörungen, Schock) oder spezifische Laborkriterien wie eine schwere Anämie oder eine Hyperparasitämie vorliegen. In diesen Fällen wird eine sofortige intensivmedizinische Überwachung empfohlen.

Es wird der Einsatz von parenteralem Artesunat als Mittel der ersten Wahl empfohlen. Intravenöses Chinindihydrochlorid sollte laut Leitlinie nur noch in absoluten Ausnahmefällen verwendet werden.

Die Leitlinie empfiehlt bei unkomplizierter Malaria tropica und Knowlesi-Malaria generell eine stationäre Aufnahme, da es rasch zu einer klinischen Verschlechterung kommen kann. Malaria tertiana und quartana können hingegen häufig ambulant therapiert werden.

Vor der Einleitung einer Rezidivprophylaxe mit Primaquin bei Malaria tertiana muss zwingend ein Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase (G6PD)-Mangel ausgeschlossen werden. Andernfalls besteht das Risiko für schwere hämolytische Krisen.

Antigen-Schnelltests bieten eine gute erste Orientierung, können aber bei sehr niedriger oder extrem hoher Parasitämie falsch-negativ ausfallen. Die Leitlinie fordert daher bei einem negativen Schnelltest immer eine mikroskopische Absicherung durch einen Dicken Tropfen.

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Quelle: Diagnostik und Therapie der Malaria (AWMF, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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