Malaria-Schnelltest (Plasmodien-LDH): Gesundheit.gv.at

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Leitlinie von Gesundheit.gv.at beschreibt die Bestimmung der Plasmodien-Laktat-Dehydrogenase (LDH) im Blut als Schnelltestverfahren. Die Malaria ist eine durch Anophelesmücken übertragene tropische Infektionskrankheit.

Erreger sind Parasiten der Gattung Plasmodium, welche die roten Blutkörperchen befallen und sich dort intrazellulär vermehren. Dies führt zu den charakteristischen Fieberschüben der Erkrankung.

Weltweit ist Malaria nach der Tuberkulose die zweithäufigste Infektionskrankheit. Unbehandelt kann insbesondere die Malaria tropica zu lebensbedrohlichen Komplikationen wie Organversagen führen.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernaspekte zur Diagnostik und zum klinischen Vorgehen:

Indikation und Zeitpunkt der Blutentnahme

Laut Leitlinie gilt jede Fiebersymptomatik nach einem Tropenaufenthalt als Malaria, bis das Gegenteil bewiesen ist.

Es wird empfohlen, das Blut für den Malarianachweis nach Möglichkeit während eines Fieberschubes abzunehmen. Zu diesem Zeitpunkt ist die Konzentration der Plasmodien im Blut am höchsten.

Diagnostische Verfahren

Zur Diagnosestellung und Verlaufskontrolle werden folgende Laboruntersuchungen angeführt:

  • Malariaerregersuche im Blutausstrich und/oder im "dicken Tropfen"

  • Malariaschnelltest zum Nachweis von Plasmodien-LDH

  • Nachweis von Plasmodienerbgut (DNA) mittels PCR

  • Bestimmung von Plasmodienantikörpern (als Bestätigungsverfahren oder zur Untersuchung des Durchseuchungsgrades)

Interpretation des Schnelltests

Der immunchromatographische Schnelltest weist das parasitenspezifische Enzym Plasmodien-LDH nach. Damit lassen sich Infektionen mit P. falciparum von Infektionen mit P. vivax, P. ovale und P. malariae unterscheiden.

Ein positives Ergebnis weist auf eine Infektion mit lebenden Malaria-Plasmodien hin.

Ein negatives Ergebnis schließt eine Malariainfektion nicht aus. Die Parasitenkonzentration kann unterhalb der Nachweisgrenze liegen, beispielsweise auch nach einer erfolgreichen Therapie.

Klinische Klassifikation

Die Leitlinie unterscheidet folgende Malariaformen anhand ihrer Erreger und Fieberrhythmik:

MalariaformErregerFieberrhythmusSchweregrad
Malaria quartanaP. malariaeFieberschub jeden 4. Tag (2 fieberfreie Tage)Benigne Form
Malaria tertianaP. vivax, P. ovaleFieberschub jeden 3. Tag (1 fieberfreier Tag)Benigne Form
Malaria tropicaP. falciparumUnregelmäßige FieberschübeMaligne Form

Therapie und Monitoring

Betroffene Personen sollen laut Leitlinie bereits bei einem bloßen Verdachtsfall in einem Krankenhaus aufgenommen und untersucht werden. Ein frühestmöglicher Behandlungsbeginn ist für den Therapieerfolg entscheidend.

Der Schnelltest kann auch zur Überwachung der Malariatherapie eingesetzt werden. Bei einer erfolgreichen Behandlung kommt es zu einem Abfall der Plasmodien-LDH-Werte im Blut.

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💡Praxis-Tipp

Ein negatives Ergebnis im Malaria-Schnelltest schließt eine Infektion nicht sicher aus, da die Erregerkonzentration unter der Nachweisgrenze liegen kann. Die Leitlinie betont, dass jegliches Fieber nach einem Tropenaufenthalt zwingend als Malaria zu werten ist, bis das Gegenteil bewiesen wurde. Eine stationäre Aufnahme zur Abklärung wird bereits bei bloßem Verdacht empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie sollte das Blut nach Möglichkeit während eines Fieberschubes abgenommen werden. Zu diesem Zeitpunkt ist die Konzentration der Plasmodien im Blut am höchsten.

Ein negatives Ergebnis legt nahe, dass keine lebenden Plasmodien in der Probe sind, schließt eine Malaria aber nicht aus. Die Konzentration der Erreger kann unterhalb der Nachweisgrenze des Testsystems liegen.

Ja, gängige Testverfahren ermöglichen eine Differenzierung. Es kann zwischen der malignen Form (P. falciparum) und den benignen Formen (P. vivax, P. ovale, P. malariae) unterschieden werden.

Die Leitlinie weist darauf hin, dass Malariaparasiten parasitäre Dauerformen (Hypnozoiten) bilden können. Dadurch sind Rückfälle noch bis zu zwei Jahre nach einer Tropenreise möglich.

Der Referenzwert für die Plasmodien-LDH im Blut ist bei Männern und Frauen aller Altersgruppen negativ.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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