Ösophaguskarzinom: AWMF S3-Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF S3-Leitlinie behandelt die Diagnostik und Therapie von Plattenepithel- und Adenokarzinomen der Speiseröhre. Diese beiden histologischen Subtypen weisen unterschiedliche Risikoprofile und teilweise abweichende Therapiealgorithmen auf.

Laut Leitlinie gelten Rauchen und Alkohol als Hauptrisikofaktoren für das Plattenepithelkarzinom. Für das Adenokarzinom werden Übergewicht, gastroösophagealer Reflux und der Barrett-Ösophagus als wesentliche Treiber genannt.

Die Prognose des Ösophaguskarzinoms ist stark vom Tumorstadium bei Diagnosestellung abhängig. Daher wird ein interdisziplinäres Vorgehen in spezialisierten Zentren betont, um eine stadiengerechte und leitlinienkonforme Versorgung zu gewährleisten.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Ein häufiges klinisches Problem ist das präoperative Understaging bei vermeintlichen cT2N0-Tumoren. Die Leitlinie weist darauf hin, dass fast die Hälfte dieser Tumoren postoperativ ein höheres Stadium aufweist, weshalb auch in diesen Fällen eine präoperative Chemotherapie oder Radiochemotherapie im Tumorboard diskutiert werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird bei einem mukosalen Karzinom (pT1a) im Barrett-Ösophagus eine endoskopische Resektion empfohlen. Im Anschluss soll die verbleibende Barrett-Mukosa thermisch abladiert werden, um Rezidive zu vermeiden.

Ein PET/CT kann beim primären Staging von lokal fortgeschrittenen Tumoren (cT2-4, cN+) eingesetzt werden. Es dient primär dem Ausschluss von Fernmetastasen vor einer geplanten kurativen Therapie.

Es wird eine präoperative Radiochemotherapie mit anschließender kompletter Resektion empfohlen. Bei inoperablen Patienten oder auf eigenen Wunsch stellt die definitive Radiochemotherapie eine gleichwertige Alternative dar.

Die Leitlinie empfiehlt, aufgrund des hohen metabolischen Risikos innerhalb von 24 Stunden postoperativ mit einer enteralen Ernährung zu beginnen. Eine parenterale Supplementierung wird nur empfohlen, wenn enteral weniger als 50 Prozent des Energiebedarfs gedeckt werden können.

Vor Einleitung einer palliativen Therapie soll der HER2-Status sowie der PD-L1-Status (CPS und TPS) bestimmt werden. Diese Marker sind laut Leitlinie entscheidend für die Indikationsstellung von zielgerichteten Therapien oder Immun-Checkpoint-Inhibitoren.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Plattenepithelkarzinome und Adenokarzinome des Ösophagus (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.