Aripiprazol: Pathologisches Spielen und Nebenwirkungen
Hintergrund
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informiert in der Drug Safety Mail 2024-02 über das Risiko von Impulskontrollstörungen unter der Therapie mit Aripiprazol. Das Neuroleptikum wird primär zur Behandlung von Schizophrenie und bipolaren Erkrankungen eingesetzt.
Der genaue Pathomechanismus für die Entwicklung von pathologischem Spielen ist bislang nicht vollständig geklärt. Es wird jedoch vermutet, dass der partielle Agonismus von Aripiprazol an den D2- und D3-Dopaminrezeptoren eine entscheidende Rolle spielt.
Berichte zeigen, dass diese Verhaltensänderungen sowohl bei Personen mit als auch ohne eine bekannte Spielsucht in der Vorgeschichte auftreten können.
💡Praxis-Tipp
Die AkdÄ warnt davor, neu aufgetretene Verhaltensänderungen wie Spielsucht fälschlicherweise als Teil der psychiatrischen Grunderkrankung oder als psychische Komorbidität zu interpretieren. Es wird empfohlen, bei entsprechenden Symptomen stets eine unerwünschte Arzneimittelwirkung von Aripiprazol in Betracht zu ziehen.
Häufig gestellte Fragen
Laut AkdÄ gibt es Berichte über pathologisches Spielen im Zusammenhang mit Aripiprazol. Dies kann sowohl bei behandelten Personen mit als auch ohne vorherige Spielsucht in der Vorgeschichte auftreten.
Die Information empfiehlt, bei Auftreten von zwanghaftem Verhalten eine Dosisreduktion oder die Beendigung der Behandlung zu erwägen. In den meisten Fällen führt dies zu einer Besserung der Symptome.
Neben pathologischem Spielen nennt die Fachinformation Essattacken, zwanghaftes Kaufverhalten und Hypersexualität als mögliche Nebenwirkungen. Es wird empfohlen, in der Praxis gezielt nach diesen Verhaltensweisen zu fragen.
Der genaue Pathomechanismus ist laut AkdÄ nicht abschließend geklärt. Es wird jedoch angenommen, dass der partielle Agonismus des Wirkstoffs an den D2- und D3-Dopaminrezeptoren dafür verantwortlich sein könnte.
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Quelle: AkdÄ: Information zu Aripiprazol: pathologisches Spielen (AkdÄ, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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