Antiparasitika: Interaktionen und Kontraindikationen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DDInter (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die DDInter 2.0 Datenbank bietet eine umfassende Übersicht zu Arzneimittelinteraktionen. Der vorliegende Auszug fokussiert sich auf die ATC-Klasse P, welche Antiparasitika, Insektizide und Repellents umfasst.

Die Datenbank kategorisiert die Wechselwirkungen in drei Schweregrade: Major (schwerwiegend), Moderate (mittelschwer) und Minor (leicht). Diese Einteilung dient der klinischen Risikobewertung bei der Kombination verschiedener Wirkstoffe.

Besonders bei der systemischen Therapie von Parasitosen und Malaria zeigt sich ein komplexes Interaktionsprofil. Die Daten verdeutlichen, dass viele gängige Antiparasitika weitreichende Auswirkungen auf Begleitmedikationen haben.

Empfehlungen

Die Datenbank beschreibt detaillierte Interaktionsprofile für zahlreiche Antiparasitika.

Interaktionshäufigkeit ausgewählter Antiparasitika

Die Auswertung zeigt deutliche Unterschiede in der Anzahl und Schwere der Wechselwirkungen. Die folgende Tabelle fasst die Interaktionsprofile der am häufigsten gelisteten Wirkstoffe zusammen:

WirkstoffMajor InteraktionenModerate InteraktionenMinor Interaktionen
Chloroquin18525313
Hydroxychloroquin1812394
Pentamidin882462
Mefloquin652898
Metronidazol9128183
Ivermectin0742

Chloroquin und Hydroxychloroquin

Für Chloroquin und Hydroxychloroquin wird eine sehr hohe Anzahl an schweren (Major) Interaktionen aufgeführt. Es werden unter anderem Wechselwirkungen mit Kardiologika, Psychopharmaka und Analgetika beschrieben.

Zu den Wirkstoffen mit schweren Interaktionen zählen laut Datenbank:

  • Antiarrhythmika wie Amiodaron und Flecainid

  • Analgetika wie Tramadol

  • Verschiedene Antidepressiva und Antipsychotika

Metronidazol und verwandte Wirkstoffe

Metronidazol weist im Vergleich weniger schwere, dafür aber zahlreiche mittelschwere und leichte Interaktionen auf. Eine bekannte schwere Interaktion besteht mit Ethanol.

Zudem listet die Datenbank schwere Wechselwirkungen mit Antikoagulanzien wie Warfarin und Dicumarol. Auch für strukturell verwandte Substanzen wie Tinidazol werden ähnliche Interaktionsmuster beschrieben.

Weitere Antimalariamittel

Für Wirkstoffe wie Mefloquin, Halofantrin und Chinin dokumentiert die Datenbank ebenfalls ein ausgeprägtes Interaktionsrisiko. Besonders Halofantrin zeigt mit über 200 Major-Interaktionen ein hohes Risikopotenzial.

Es werden gehäuft schwere Wechselwirkungen mit Medikamenten beschrieben, die das QT-Intervall verlängern. Auch Kombinationen mit bestimmten Tyrosinkinase-Inhibitoren werden als schwerwiegend eingestuft.

Kontraindikationen

Basierend auf den Major-Interaktionen der Datenbank ergeben sich spezifische Warnhinweise für bestimmte Kombinationen.

Es wird eine schwere Interaktion zwischen Ethanol und Wirkstoffen wie Metronidazol, Disulfiram sowie Benznidazol beschrieben.

Zudem listet die Datenbank schwere Wechselwirkungen zwischen Amiodaron und diversen Antiparasitika auf. Dies betrifft unter anderem Chloroquin, Hydroxychloroquin, Mefloquin, Pentamidin und Chinin.

Für das Analgetikum Tramadol werden ebenfalls schwere Interaktionen mit Chloroquin, Hydroxychloroquin, Mefloquin und Lindan dokumentiert.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Datenbank verdeutlicht das immense Interaktionspotenzial von Antimalariamitteln wie Chloroquin und Hydroxychloroquin. Es wird angeraten, vor der Verordnung dieser Substanzen die Begleitmedikation auf potenziell schwerwiegende Wechselwirkungen zu prüfen. Besondere Aufmerksamkeit erfordern dabei Kardiologika und zentralwirksame Medikamente wie Tramadol.

Häufig gestellte Fragen

Laut DDInter 2.0 Datenbank bestehen schwere Interaktionen unter anderem mit Amiodaron, Tramadol und diversen Psychopharmaka. Insgesamt werden über 180 Major-Interaktionen für Chloroquin gelistet.

Die Datenbank stuft die Kombination von Ethanol und Metronidazol als schwere Interaktion (Major) ein. Gleiches gilt für Disulfiram und Benznidazol.

Für Ivermectin werden insgesamt 76 Interaktionen aufgeführt. Davon wird keine als schwerwiegend (Major) eingestuft, die meisten fallen in die Kategorie der mittelschweren Interaktionen.

Ja, es werden zahlreiche schwere Interaktionen zwischen Wirkstoffen wie Mefloquin, Halofantrin oder Chloroquin und Antiarrhythmika wie Amiodaron beschrieben.

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Quelle: DDInter 2.0: Drug-Drug Interactions — ATC P (Antiparasitic products, insecticides and repellents) (DDInter, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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