Ambulante Pflege bei COVID-19: Leitlinien-Empfehlungen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die COVID-19-Pandemie stellt die ambulante Pflege vor enorme Herausforderungen. Menschen mit Pflegebedarf haben ein stark erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe, weshalb ein besonderer Infektionsschutz in der eigenen Häuslichkeit erforderlich ist.

Gleichzeitig führen Schutzmaßnahmen oft zu Einschränkungen der sozialen Teilhabe und der Lebensqualität. Diese Zusammenfassung basiert auf der S2k-Leitlinie der AWMF zur häuslichen Versorgung unter Pandemiebedingungen.

Ziel der Leitlinie ist es, Handlungssicherheit für Pflegefachpersonen zu schaffen. Dabei gilt es, den Infektionsschutz für Pflegebedürftige, Angehörige und das Personal mit der Wahrung der Würde und der pflegerischen Versorgung bestmöglich zu vereinen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, die Mundpflege aus Sorge vor einer Aerosolbildung bei COVID-19-Patienten zu vernachlässigen. Es wird betont, dass die Mundpflege an sich keine Aerosole erzeugt und zur Vermeidung von Folgeerkrankungen wie Pneumonien zwingend fortgeführt werden soll. Dabei ist jedoch eine erweiterte Schutzausrüstung inklusive FFP2-Maske und Gesichtsschild zu tragen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist vor dem Betreten des Zimmers eine vollständige persönliche Schutzausrüstung anzulegen. Diese umfasst Einweghandschuhe, einen langärmeligen Schutzkittel, eine dicht anliegende FFP2-Maske und eine Schutzbrille oder ein Gesichtsschild.

Die Leitlinie empfiehlt ausdrücklich, die körpernahe Basispflege auch bei einer nachgewiesenen Infektion fortzuführen. Dies ist fundamental für das Wohlbefinden und zur Vermeidung von Folgeerkrankungen, erfordert jedoch strikte Maßnahmen des Eigenschutzes.

Es wird empfohlen, bei einem Absinken der Sauerstoffsättigung oder einem Wert unter 94 Prozent umgehend den Hausarzt zu informieren. Bei Werten von 92 Prozent oder weniger und Unerreichbarkeit des Arztes soll in der Regel der Rettungsdienst alarmiert werden.

Die Leitlinie rät, die Kommunikation an die kognitiven Einschränkungen anzupassen und Informationen in klarer, ruhiger Weise zu wiederholen. Häufige mündliche Hinweise oder im Haushalt platzierte Symbole können helfen, die Regeln zur räumlichen Trennung verständlich zu machen.

Es wird empfohlen, dass ambulante Pflegedienste die Angehörigen aktiv in Schulungen zu Basishygienemaßnahmen einbeziehen. Zudem soll gemeinsam geprüft werden, ob ein Angehöriger vorübergehend in den Haushalt einziehen kann, um Kontakte zu minimieren und die Versorgung zu sichern.

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Quelle: Häusliche Versorgung, soziale Teilhabe und Lebensqualität bei Menschen mit Pflegebedarf im Kontext ambulanter Pflege unter den Bedingungen der COVID19-Pandemie (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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