AkdÄ AVP 2025/03: Therapie-Updates & Empfehlungen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdAe|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Ausgabe 2025/03 der "Arzneiverordnung in der Praxis" (AVP) der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) beleuchtet aktuelle evidenzbasierte Behandlungsstrategien verschiedener Krankheitsbilder. Laut AkdÄ stehen dabei patientenrelevante Endpunkte im Fokus der Therapieentscheidungen. Die Publikation fasst unter anderem die aktuellen Leitlinienempfehlungen zur medikamentösen Behandlung der unipolaren Depression, der chronischen Nierenerkrankung (CKD), des akuten ischämischen Schlaganfalls, der Gastroparese sowie des Typ-2-Diabetes und der diabetischen Polyneuropathie zusammen.

Empfehlungen

Gemäß der AkdÄ AVP 2025/03 ergeben sich für verschiedene Indikationen spezifische Therapieempfehlungen:

Unipolare Depression

Die Nationale Versorgungsleitlinie (NVL) empfiehlt die Auswahl des Antidepressivums primär nach dem Nebenwirkungsprofil. Bei Non-Response wird laut Publikation eine Augmentation mit Lithium oder Quetiapin empfohlen.

Chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP)

Die Leitlinie empfiehlt zunächst topische Kortikosteroide. Bei Therapieversagen wird eine Operation und in schweren Fällen eine Biologika-Therapie (z. B. Omalizumab oder Dupilumab) in Betracht gezogen.

Chronische Nierenerkrankung (CKD)

Laut AkdÄ besteht der Therapiestandard aus einer strengen Blutdruckkontrolle (Zielwerte je nach Leitlinie <140/90 oder <130/80 mmHg) mittels ACE-Hemmern oder AT1-Antagonisten sowie dem Einsatz von SGLT-2-Inhibitoren.

Akuter ischämischer Schlaganfall

Die Leitlinie empfiehlt eine systemische Thrombolyse (Alteplase oder Tenecteplase) innerhalb von 4,5 Stunden nach Symptombeginn. Eine mechanische Thrombektomie wird bei großen Gefäßverschlüssen empfohlen.

Typ-2-Diabetes

Die NVL empfiehlt Metformin als Basistherapie bei Patienten ohne hohes Risiko. Bei manifester kardiovaskulärer Erkrankung wird laut Leitlinie eine Kombinationstherapie mit SGLT-2-Inhibitoren oder GLP-1-Agonisten empfohlen.

Diabetische Polyneuropathie

Gemäß internationalen Metaanalysen und der DDG werden trizyklische Antidepressiva, SNRI und Alpha-2-Delta-Liganden als Erstlinientherapie empfohlen.

Dosierung

Die AkdÄ zitiert Dosisanpassungen für Antidiabetika bei Niereninsuffizienz (eGFR) gemäß den jeweiligen Fachinformationen. Laut Quelle wird ab einer eGFR < 60 ml/min häufig eine Dosisreduktion empfohlen.

WirkstoffStandarddosierungCKD 3 (60-30 ml/min)CKD 4 (29-15 ml/min)CKD 5 (< 15 ml/min)
Metformin500-2000 mgmax. 2 x 500 mgnicht empfohlennicht empfohlen
Dapagliflozin5-10 mgvermeidenvermeidenvermeiden
Empagliflozin10-25 mgmöglich bis GFR < 45vermeidenvermeiden
Sitagliptin50-100 mg50 mg bei GFR < 4525 mg empfohlen25 mg empfohlen

Kontraindikationen

Für die systemische Lysetherapie mit Alteplase beim Schlaganfall listet die Leitlinie laut AkdÄ mehrere Kontraindikationen auf. Dazu zählen unter anderem:

  • Vorheriger Schlaganfall in den letzten drei Monaten
  • Einnahme direkter Antikoagulanzien (DOAK) innerhalb der letzten 48 Stunden
  • Blutdruckwerte > 185/110 mmHg (therapierefraktär)
  • Thrombozyten < 100.000/μl
  • Schwangerschaft

Zudem wird darauf hingewiesen, dass SGLT-2-Inhibitoren bei Typ-1-Diabetes wegen des Risikos einer euglykämischen Ketoazidose kontraindiziert sind.

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💡Praxis-Tipp

Ein praxisrelevanter Hinweis der AkdÄ zur Depressionsbehandlung besagt, dass bei ausbleibendem Therapieerfolg (Non-Response) ein bloßer Wechsel des Antidepressivums laut Studienlage oft nicht wirksam ist; stattdessen wird eine Augmentation (z. B. mit Lithium) oder ein therapeutisches Drug Monitoring (TDM) empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut NVL wird bei diesen Patienten eine Kombinationstherapie aus Metformin und einem SGLT-2-Inhibitor oder GLP-1-Agonisten empfohlen.

Die Leitlinie empfiehlt den Einsatz von Alteplase oder Tenecteplase regulär innerhalb von 4,5 Stunden nach Symptombeginn.

Gemäß der Publikation werden trizyklische Antidepressiva, SNRI und Alpha-2-Delta-Liganden (wie Pregabalin) als Erstlinientherapie empfohlen.

Die Leitlinien empfehlen den Einsatz von ACE-Hemmern oder AT1-Antagonisten, insbesondere wenn eine Proteinurie vorliegt.

Quelle: AkdAe AVP Arzneiverordnung in der Praxis 2025/03 (AkdAe). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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