Chlormadinon & Nomegestrol: Meningeomrisiko & Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Rote-Hand-Brief der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) aus dem Jahr 2022 thematisiert das Risiko für die Entwicklung von Meningeomen nach der Anwendung von Chlormadinon oder Nomegestrol. Meningeome sind seltene, meist gutartige Tumoren der Meningen (Hirnhäute).

Grundlage für diese Arzneimittel-Sicherheitswarnung sind zwei Kohortenstudien, die auf Daten der französischen Krankenkasse basieren. Diese zeigten einen dosisabhängigen, kumulativen Zusammenhang zwischen der Einnahme der Wirkstoffe und dem Auftreten einzelner oder multipler Meningeome.

In Deutschland sind laut Dokument aktuell nur niedrigdosierte Präparate mit Chlormadinon oder Nomegestrol zugelassen. Da das Risiko jedoch mit der kumulativen Dosis ansteigt, gelten die Sicherheitsmaßnahmen des Rote-Hand-Briefs uneingeschränkt auch für diese niedrigdosierten Arzneimittel.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Hinweis des Rote-Hand-Briefs ist, dass das Meningeomrisiko mit der kumulativen Dosis ansteigt. Daher wird betont, dass die strengen Überwachungsmaßnahmen und Kontraindikationen auch für die in Deutschland üblichen niedrigdosierten Präparate (wie hormonelle Kontrazeptiva) uneingeschränkt gelten. Es wird geraten, bei unspezifischen neurologischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Seh- oder Hörstörungen unter laufender Therapie an ein mögliches Meningeom zu denken.

Häufig gestellte Fragen

Laut Rote-Hand-Brief muss die Behandlung mit Chlormadinon oder Nomegestrol bei der Diagnose eines Meningeoms sofort und dauerhaft abgesetzt werden.

Nein, das Dokument gibt an, dass Chlormadinon- und Nomegestrol-haltige Arzneimittel bei einem Meningeom in der Vorgeschichte absolut kontraindiziert sind.

Der Rote-Hand-Brief nennt als mögliche unspezifische Symptome Sehveränderungen, Hörstörungen, Geruchsverlust, Kopfschmerzen und Krampfanfälle.

Ja. Obwohl keine neuen Sicherheitsbedenken für niedrigdosierte Präparate festgestellt wurden, steigt das Risiko mit der kumulativen Dosis. Daher gelten die Warnhinweise laut AkdÄ auch für niedrigdosierte hormonelle Verhütungsmittel.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Chlormadinon- und Nomegestrol-haltigen Arzneimitteln: Maßnahmen zur Minimierung des Meningeomrisikos (AkdÄ, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.