BfArM2022

Meningeomrisiko: Rote-Hand-Brief Chlormadinon & Nomegestrol

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Rote-Hand-Brief des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) aus dem Jahr 2022.

Chlormadinon und Nomegestrol sind Gestagene, die in der Gynäkologie für verschiedene Indikationen eingesetzt werden. Der Rote-Hand-Brief adressiert ein potenzielles Sicherheitsrisiko im Zusammenhang mit diesen Wirkstoffen.

Hintergrund der Sicherheitswarnung ist ein Risiko für die Entwicklung von Meningeomen unter der Therapie mit bestimmten Dosierungen von Chlormadinonacetat und Nomegestrolacetat.

Empfehlungen

Der Rote-Hand-Brief formuliert klare Einschränkungen für die Verordnung der betroffenen Gestagene.

Strenge Indikationsstellung

Laut BfArM sind die betroffenen Arzneimittel nur noch dann angezeigt, wenn andere therapeutische Maßnahmen als ungeeignet angesehen werden. Es wird eine strenge Nutzen-Risiko-Abwägung vor Therapiebeginn gefordert.

Therapieprinzipien

Für die Behandlung mit Chlormadinon und Nomegestrol gelten folgende Vorgaben:

  • Die Therapie ist auf die niedrigste wirksame Dosis zu beschränken.

  • Die Behandlungsdauer sollte so kurz wie möglich gehalten werden.

  • Alternativen sind primär auszuschöpfen.

Dosierung

Der Rote-Hand-Brief bezieht sich explizit auf Arzneimittel mit folgenden Wirkstoffgehalten pro Tablette:

WirkstoffBetroffene Dosierung
Chlormadinonacetat5–10 mg / Tablette
Nomegestrolacetat3,75–5 mg / Tablette

Kontraindikationen

Der Quelltext nennt keine absoluten Kontraindikationen, schränkt die Anwendung jedoch stark ein. Die Präparate dürfen nur eingesetzt werden, wenn alternative Behandlungsmaßnahmen ungeeignet sind. Das bekannte Risiko für Meningeome ist bei der Therapieentscheidung zwingend zu berücksichtigen.

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💡Praxis-Tipp

Es wird empfohlen, bei Patientinnen unter hochdosierter Therapie mit Chlormadinon oder Nomegestrol die Indikation kritisch zu überprüfen. Laut Rote-Hand-Brief sollte die Behandlung auf die niedrigste wirksame Dosis und die kürzeste mögliche Dauer umgestellt oder beendet werden, sofern geeignete Alternativen zur Verfügung stehen.

Häufig gestellte Fragen

Der Rote-Hand-Brief des BfArM bezieht sich auf Arzneimittel, die Chlormadinonacetat oder Nomegestrolacetat enthalten.

Die Sicherheitswarnung betrifft spezifisch Präparate mit einem Gehalt von 5 bis 10 mg Chlormadinonacetat pro Tablette.

Laut BfArM sollte die Behandlungsdauer auf die kürzeste mögliche Zeit beschränkt werden. Zudem ist stets die niedrigste wirksame Dosis zu wählen.

Die betroffenen Arzneimittel sind laut Rote-Hand-Brief nur noch dann angezeigt, wenn andere therapeutische Maßnahmen als ungeeignet eingestuft werden.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Chlormadinon und Nomegestrol: Maßnahmen zur Minimierung des Meningeomrisikos (BfArM, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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