AkdÄ2024

CAR-T-Zell-Therapien & T-Zell-Malignome: AkdÄ-Warnung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AkdÄ-Sicherheitswarnung (Drug Safety Mail 2024-27) informiert über ein neues Sicherheitssignal im Zusammenhang mit CAR-T-Zell-Therapien. Der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) der EMA hat basierend auf aktuellen Evidenzen eine Neufassung der Produktinformationen veranlasst.

Hintergrund ist das Auftreten von sekundären Malignomen mit T-Zell-Ursprung nach der Behandlung von hämatologischen Krebserkrankungen. Dies betrifft spezifisch Therapien, die gegen die Zielstrukturen BCMA oder CD19 gerichtet sind.

Die T-Zell-Malignome, einschließlich CAR-positiver Tumore, traten in einem variablen Zeitfenster von wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren nach der Verabreichung auf. Das Dokument weist darauf hin, dass es in diesem Zusammenhang bereits zu Todesfällen gekommen ist.

Empfehlungen

Betroffene Wirkstoffe und Häufigkeiten

Das Dokument listet spezifische CAR-T-Zell-Therapien auf, bei denen die Fachinformationen um die Nebenwirkung "Sekundäres Malignom mit T-Zell-Ursprung" ergänzt werden müssen. Die Einstufung der Häufigkeit variiert je nach Präparat.

Wirkstoff (Handelsname)ZielstrukturHäufigkeit der Nebenwirkung
Idecabtagen vicleucel (Abecma)BCMASelten
Lisocabtagen maraleucel (Breyanzi)CD19Gelegentlich
Ciltacabtagen autoleucel (Carvykti)BCMAGelegentlich
Tisagenlecleucel (Kymriah)CD19Selten
Brexucabtagen autoleucel (Tecartus)CD19Keine Angabe zur Häufigkeit im Text
Axicabtagen-Ciloleucel (Yescarta)CD19Selten

Klinisches Management und Überwachung

Aus der Mitteilung leiten sich folgende Maßnahmen für den klinischen Alltag ab:

  • Es wird eine lebenslange Überwachung der Behandelten auf sekundäre Malignome gefordert.

  • Bei Auftreten neuer Schwellungen der Lymphknoten ist eine sofortige ärztliche Abklärung indiziert.

  • Die Aufklärung vor der Therapie muss das Risiko für neue Krebserkrankungen, die von T-Zellen ausgehen, zwingend beinhalten.

Schulungsmaterialien

Die Zulassungsinhaber sind verpflichtet, aktualisierte Leitfäden für medizinisches Fachpersonal bereitzustellen. Es wird betont, dass diese Schulungsmaterialien alle Personen erreichen müssen, die die entsprechenden Arzneimittel verschreiben, abgeben oder verabreichen.

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💡Praxis-Tipp

Ein entscheidender Aspekt der Sicherheitswarnung ist das stark variable Zeitfenster für das Auftreten sekundärer T-Zell-Malignome. Da diese Tumore von wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren nach der CAR-T-Zell-Infusion auftreten können, wird eine konsequente und lebenslange onkologische Nachsorge der Behandelten dringend empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Die Warnung umfasst BCMA- und CD19-gerichtete Therapien. Konkret benannt werden die Präparate Abecma, Breyanzi, Carvykti, Kymriah, Tecartus und Yescarta.

Laut der Sicherheitsmitteilung können diese Malignome innerhalb von wenigen Wochen bis hin zu mehreren Jahren nach der Verabreichung entstehen. Aus diesem Grund wird eine lebenslange Überwachung gefordert.

Die Häufigkeit variiert je nach Präparat. Bei Breyanzi und Carvykti wird sie als "gelegentlich" (bis zu 1 von 100) eingestuft, bei Abecma, Kymriah und Yescarta als "selten" (bis zu 1 von 1.000).

Neben den T-Zell-Malignomen listet das Dokument für Kymriah auch anaphylaktische Reaktionen und Neurotoxizität auf. Deren genaue Häufigkeit ist aufgrund von Spontanmeldungen nach der Markteinführung unbekannt.

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Quelle: AkdÄ: Änderung der Fach- und Gebrauchsinformationen aufgrund von Sicherheitssignalen (AkdÄ, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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