IQWiG2023Onkologie

Lisocabtagen maraleucel bei Lymphomen: IQWiG

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des IQWiG bewertet den Zusatznutzen von Lisocabtagen maraleucel. Der Wirkstoff wird zur Zweitlinienbehandlung von erwachsenen Personen mit diffus großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL), hochmalignem B-Zell-Lymphom (HGBL), primär mediastinalem großzelligem B-Zell-Lymphom (PMBCL) und follikulärem Lymphom Grad 3B (FL3B) eingesetzt.

Dies betrifft Fälle, die innerhalb von 12 Monaten nach Abschluss einer Erstlinien-Chemoimmuntherapie rezidivieren oder gegenüber dieser refraktär sind.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde eine Induktionstherapie gefolgt von einer Hochdosistherapie mit Stammzelltransplantation (SZT) festgelegt. Die Bewertung basiert maßgeblich auf der randomisiert-kontrollierten Studie TRANSFORM.

Empfehlungen

Der IQWiG-Bericht formuliert basierend auf der TRANSFORM-Studie folgende Ergebnisse zum Zusatznutzen im Vergleich zur Induktionstherapie mit anschließender Hochdosischemotherapie und autologer Stammzelltransplantation.

Gesamtüberleben und Therapieerfolg

Laut Bewertung zeigt sich beim Gesamtüberleben ein altersabhängiger Effekt. Für Personen unter 65 Jahren wird ein statistisch signifikanter Vorteil durch Lisocabtagen maraleucel beschrieben.

Bei Personen ab 65 Jahren zeigt sich hingegen kein signifikanter Unterschied zwischen den Behandlungsgruppen.

Auch beim Endpunkt "Scheitern des kurativen Therapieansatzes" wird ein Vorteil für die Altersgruppe unter 65 Jahren festgestellt. Für ältere Personen ist laut Bericht keine Aussage zu Vor- oder Nachteilen möglich.

Nebenwirkungen und Lebensqualität

Zu den Endpunkten Symptomatik und gesundheitsbezogene Lebensqualität liegen laut IQWiG keine geeigneten Daten vor. Bei den unerwünschten Ereignissen zeigt sich ein gemischtes Bild.

Die Bewertung beschreibt folgende Vor- und Nachteile für Lisocabtagen maraleucel im Vergleich zur Standardtherapie:

Endpunkt / EreignisBewertung für Lisocabtagen maraleucel
Zytokin-Freisetzungssyndrom (CRS)Nachteil
Schwere NeutropenieNachteil
Durchfall und SchleimhautentzündungVorteil
Akute NierenschädigungVorteil
Schwere InfektionenKein Unterschied
Neurologische ToxizitätKein Unterschied
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💡Praxis-Tipp

Der IQWiG-Bericht weist auf ein erhöhtes Risiko für ein Zytokin-Freisetzungssyndrom (CRS) sowie für schwere Neutropenien unter der Therapie mit Lisocabtagen maraleucel hin. Gleichzeitig wird ein Überlebensvorteil primär für Personen unter 65 Jahren beschrieben. Es wird nahegelegt, diese altersspezifischen Effekte bei der Therapieentscheidung zu berücksichtigen.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG umfasst das Anwendungsgebiet das DLBCL, HGBL, PMBCL und das follikuläre Lymphom Grad 3B (FL3B). Voraussetzung ist ein Rezidiv oder eine Refraktärität innerhalb von 12 Monaten nach der Erstlinien-Chemoimmuntherapie.

Der Bericht beschreibt einen signifikanten Vorteil im Gesamtüberleben für Personen unter 65 Jahren. Bei Personen ab 65 Jahren konnte kein signifikanter Unterschied zur Standardtherapie festgestellt werden.

Die Bewertung stellt einen Nachteil beim Auftreten von Zytokin-Freisetzungssyndromen (CRS) fest. Zudem wird ein erhöhtes Risiko für schwere Neutropenien beschrieben.

Laut den Studiendaten zeigt Lisocabtagen maraleucel einen Vorteil bezüglich akuter Nierenschädigungen. Diese traten im Vergleich zur Hochdosischemotherapie seltener auf.

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Quelle: IQWiG A23-48 : Lisocabtagen maraleucel (DLBCL, HGBCL, PMBCL und FL3B, je nach 1 Vortherapie) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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