Aflibercept (Zaltrap): Risiko für Kieferosteonekrosen
Hintergrund
Dieser Artikel basiert auf einem Rote-Hand-Brief des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2016. Er thematisiert neu aufgetretene Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit dem Wirkstoff Aflibercept (Zaltrap).
Aflibercept wird in der Onkologie zur Behandlung bestimmter fortgeschrittener Krebserkrankungen eingesetzt. Eine bekannte, schwerwiegende Komplikation in der onkologischen Therapie ist die Osteonekrose des Kieferknochens (ONJ), die klassischerweise mit antiresorptiven Therapien assoziiert ist.
Die vorliegende Sicherheitsinformation weist auf ein potenzielles Risiko für die Entstehung solcher Kieferosteonekrosen unter der Therapie mit Aflibercept hin.
Empfehlungen
Der Rote-Hand-Brief formuliert folgende zentrale Sicherheitsinformationen:
Risiko für Kieferosteonekrosen
Laut der Sicherheitsinformation wurden bei Krebspatienten, die mit Aflibercept (Zaltrap) behandelt wurden, Fälle von Osteonekrosen des Kieferknochens gemeldet. Es wird darauf hingewiesen, dass die Therapie mit Aflibercept einen zusätzlichen Risikofaktor für die Entwicklung dieser Komplikation darstellen kann.
Kumulatives Risiko durch Begleitmedikation
Die Meldungen zeigen laut BfArM eine Häufung bei bestimmten Patientengruppen:
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Mehrere der betroffenen Patienten erhielten eine Begleitbehandlung mit intravenös angewendeten Bisphosphonaten.
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Für intravenöse Bisphosphonate ist das Risiko für Kieferosteonekrosen bereits gut dokumentiert.
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Die Kombination beider Wirkstoffklassen kann das Risiko für Knochennekrosen im Kieferbereich weiter erhöhen.
Kontraindikationen
Warnhinweise
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Kieferosteonekrosen: Die Behandlung mit Aflibercept (Zaltrap) gilt als zusätzlicher Risikofaktor für die Entwicklung von Osteonekrosen des Kieferknochens.
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Interaktionen: Besondere Vorsicht ist laut Rote-Hand-Brief bei der gleichzeitigen oder vorausgegangenen Gabe von intravenösen Bisphosphonaten geboten.
💡Praxis-Tipp
Bei Patienten unter Aflibercept-Therapie wird ein wachsames Monitoring auf zahnmedizinische Auffälligkeiten empfohlen, da ein erhöhtes Risiko für Kieferosteonekrosen besteht. Dies gilt laut Rote-Hand-Brief insbesondere dann, wenn die Patienten zusätzlich mit intravenösen Bisphosphonaten behandelt werden oder wurden.
Häufig gestellte Fragen
Laut einem Rote-Hand-Brief des BfArM wurden unter der Behandlung mit Zaltrap Fälle von Kieferosteonekrosen bei Krebspatienten gemeldet. Der Wirkstoff wird als zusätzlicher Risikofaktor für diese Komplikation eingestuft.
Die Sicherheitsinformation weist darauf hin, dass insbesondere die Begleitbehandlung mit intravenösen Bisphosphonaten das Risiko erhöht. Für diese Medikamentengruppe ist die Kieferosteonekrose bereits ein bekanntes Risiko.
Der Rote-Hand-Brief informiert über das neu erkannte Risiko von Osteonekrosen des Kieferknochens unter der Therapie mit Aflibercept. Er warnt besonders vor der Kombination mit intravenösen Bisphosphonaten.
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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Zaltrap® (Aflibercept): Risiko von Osteonekrosen des Kieferknochens (BfArM, 2016). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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