Sunitinib (Sutent): Risiko für Kieferosteonekrosen
Hintergrund
Der Rote-Hand-Brief des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2010 warnt vor einem möglichen Risiko für das Auftreten von Kieferosteonekrosen unter der Therapie mit Sunitinib (Sutent®). Diese Zusammenfassung basiert auf der Kurzinformation der Sicherheitswarnung.
Sunitinib ist ein Tyrosinkinase-Inhibitor, der in der Onkologie zur Behandlung verschiedener Krebserkrankungen eingesetzt wird. Kieferosteonekrosen sind schwerwiegende Knochenschädigungen im Kieferbereich, die häufig im Zusammenhang mit antiresorptiven Therapien beobachtet werden.
Die Warnung richtet sich an Behandler von Krebspatienten, um das Bewusstsein für diese seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkung zu schärfen und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen im klinischen Alltag zu etablieren.
Empfehlungen
Risikofaktoren und Patientengruppen
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Laut BfArM besteht ein mögliches Risiko für das Auftreten einer Kieferosteonekrose bei Krebspatienten, die mit Sunitinib (Sutent®) behandelt werden.
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Die Sicherheitswarnung hebt hervor, dass dieses Risiko insbesondere bei gleichzeitiger oder vorheriger Anwendung von Bisphosphonaten besteht.
Klinische Konsequenz
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Aus der Warnung lässt sich ableiten, dass bei Patienten unter Sunitinib-Therapie eine erhöhte zahnärztliche Vigilanz empfohlen wird.
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Dies gilt laut Leitlinie insbesondere für Patienten mit einer Bisphosphonat-Anamnese.
Kontraindikationen
Der Rote-Hand-Brief warnt ausdrücklich vor dem möglichen Auftreten einer Kieferosteonekrose bei der Behandlung mit Sunitinib.
Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die gleichzeitige oder vorausgegangene Therapie mit Bisphosphonaten gelegt, da diese das Risiko für diese schwerwiegende Nebenwirkung potenziell erhöht.
💡Praxis-Tipp
Bei der Therapieplanung mit Sunitinib wird empfohlen, die Medikamentenanamnese bezüglich einer aktuellen oder früheren Bisphosphonat-Einnahme sorgfältig zu prüfen. Es ist ratsam, bei diesen Risikopatienten auf frühe Anzeichen einer Kieferosteonekrose zu achten und gegebenenfalls frühzeitig zahnärztliche Kontrollen zu veranlassen.
Häufig gestellte Fragen
Das BfArM warnt vor dem möglichen Auftreten von Kieferosteonekrosen bei Krebspatienten, die mit Sunitinib (Sutent®) behandelt werden.
Laut der Sicherheitswarnung besteht ein besonderes Risiko bei Patienten, die gleichzeitig oder in der Vergangenheit mit Bisphosphonaten behandelt wurden.
Die Warnung des BfArM richtet sich an Behandler von Krebspatienten, die eine zielgerichtete Therapie mit dem Tyrosinkinase-Inhibitor Sunitinib erhalten.
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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Sutent® (Sunitinib): Mögliches Risiko für das Auftreten von Kieferosteonekrosen. (BfArM, 2010). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.