Zervixkarzinom: Diagnostik, Therapie und Nachsorge

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Zervixkarzinom ist weltweit das vierthäufigste Malignom der Frau. In Deutschland ist die Inzidenz durch etablierte Früherkennungsprogramme stark gesunken. Dennoch stagnieren Mortalität und Morbidität in den letzten Jahren auf einem konstanten Niveau.

Die Karzinogenese ist maßgeblich mit einer persistierenden Infektion durch High-Risk-Humane-Papillomaviren (HR-HPV) assoziiert. Histologisch handelt es sich in etwa 80 Prozent der Fälle um Plattenepithelkarzinome, während der Anteil der Adenokarzinome auf rund 20 Prozent gestiegen ist.

Die vorliegende Zusammenfassung basiert auf der S3-Leitlinie der AWMF zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Patientin mit Zervixkarzinom. Ziel ist die flächendeckende Umsetzung einer interdisziplinären, stadiengerechten und qualitätsgesicherten Versorgung.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie rät vom routinemäßigen Einsatz der PET-CT in der Primärdiagnostik ab. Zudem wird bei frühen Stadien (bis FIGO IB1) die offene radikale Hysterektomie gegenüber minimalinvasiven Verfahren bevorzugt. Minimalinvasive Zugänge sind in diesen Stadien mit einem schlechteren Gesamtüberleben assoziiert.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird ein MRT des Beckens zur Beurteilung der lokoregionären Ausbreitung empfohlen. Ergänzend sollte ein CT von Thorax, Abdomen und Becken zum Ausschluss von Fernmetastasen erfolgen.

Die alleinige Sentinel-Lymphonodektomie wird bei Tumoren im Stadium IA1 mit Lymphgefäßinvasion, IA2 sowie IB1 unter 2 cm empfohlen. Es wird eine Markierung mit Indocyaningrün oder einer Kombination aus Technetium und Patentblau gefordert.

Ab dem Stadium IIB gilt die primäre cisplatinbasierte Radiochemotherapie als Standard. Sie wird auch bei niedrigeren Stadien empfohlen, wenn mehrere histologische Risikofaktoren oder positive Lymphknoten vorliegen.

Die Leitlinie empfiehlt in den ersten drei Jahren klinische und zytologische Kontrollen im Abstand von drei Monaten. Im vierten und fünften Jahr erfolgen die Untersuchungen halbjährlich.

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Quelle: Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Patientin mit Zervixkarzinom (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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