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Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz: WHO-Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf World Health Organization (WHO) Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • 15 % der Erwachsenen im erwerbsfaehigen Alter leben mit einer psychischen Erkrankung.
  • Organisatorische Massnahmen zur Reduktion psychosozialer Risiken werden fuer alle Arbeitnehmer empfohlen.
  • Fuehrungskraefte sollten geschult werden, um die psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu unterstuetzen (Starke Empfehlung).
  • Fuer Arbeitnehmer mit psychischen Erkrankungen muessen angemessene Arbeitsplatzanpassungen vorgenommen werden.
  • Fuer Gesundheits-, Rettungs- und humanitaere Fachkraefte gelten spezifische Empfehlungen zur Anpassung von Arbeitsbelastung und Schichtplaenen.
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Hintergrund

Fuer einen grossen Teil der Weltbevoelkerung sind Arbeit und psychische Gesundheit untrennbar miteinander verbunden. Schaetzungsweise 15 % der Erwachsenen im erwerbsfaehigen Alter leben mit einer psychischen Erkrankung. Schlechte Arbeitsbedingungen koennen die psychische Gesundheit erheblich beeintraechtigen, waehrend gute Arbeitsbedingungen protektiv wirken.

Psychosoziale Risikofaktoren

Die Leitlinie identifiziert verschiedene Kategorien von Risikofaktoren, die die psychische Gesundheit negativ beeinflussen koennen:

RisikokategorieBeispiele
ArbeitsinhaltMonotonie, Unterforderung, hohe Unsicherheit
ArbeitsbelastungUeberlastung, hoher Zeitdruck, staendige Deadlines
ArbeitszeitenSchichtarbeit, Nachtschichten, unflexible Plaene
KontrolleGeringe Mitbestimmung, fehlende Kontrolle ueber das Tempo
Kultur & BeziehungenSchlechtes Klima, Mobbing, mangelnde Unterstuetzung
KarriereentwicklungArbeitsplatzunsicherheit, schlechte Bezahlung

Organisatorische Interventionen

Organisatorische Massnahmen zielen darauf ab, psychosoziale Risiken zu bewerten, zu modifizieren oder zu beseitigen.

ZielgruppeInterventionEmpfehlungsgrad
Alle ArbeitnehmerAnpassung psychosozialer Risiken (z. B. flexible Arbeitszeiten, partizipative Ansaetze)Bedingt
Gesundheits- und RettungskraefteReduktion der Arbeitslast, Schichtplananpassung, verbesserte KommunikationBedingt
Arbeitnehmer mit psychischen ErkrankungenAngemessene Arbeitsplatzanpassungen gemaess MenschenrechtenStark
  • Angemessene Arbeitsplatzanpassungen: Umfassen z. B. regelmaessige unterstuetzende Gespraeche, flexible Pausenregelungen, schrittweise Wiedereingliederung in Aufgaben oder die Bereitstellung von Rueckzugsorten.

Training fuer Fuehrungskraefte und Mitarbeiter

MassnahmeZielsetzungEmpfehlungsgrad
FuehrungskraeftetrainingVerbesserung von Wissen, Einstellungen und Verhalten zur Unterstuetzung der MitarbeiterStark
MitarbeitertrainingSteigerung der Gesundheitskompetenz und Reduktion von StigmatisierungBedingt
  • Wichtig: Fuehrungskraefte sollen durch das Training nicht zu Therapeuten werden. Sie sollen keine Diagnosen stellen, sondern befaehigt werden, Belastungen zu erkennen und Mitarbeiter an entsprechende Hilfsangebote weiterzuleiten.

Individuelle Interventionen

  • Universell und bei emotionaler Belastung: Psychosoziale Interventionen (z. B. basierend auf Achtsamkeit oder kognitiver Verhaltenstherapie) sowie koerperliche Aktivitaet (z. B. Krafttraining, Aerobic, Yoga) koennen zur Stressreduktion angeboten werden (Bedingte Empfehlung).

Rueckkehr an den Arbeitsplatz und Jobsuche

  • Rueckkehr nach Abwesenheit: Fuer Arbeitnehmer, die aufgrund psychischer Erkrankungen abwesend waren, sollte eine arbeitsgerichtete Betreuung in Kombination mit evidenzbasierter klinischer Versorgung erwogen werden (Bedingte Empfehlung).
  • Erlangung eines Arbeitsplatzes: Fuer Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen sollten unterstuetzte Beschaeftigungsprogramme ("Supported Employment") angeboten werden (Starke Empfehlung).

Screening-Programme

Die Leitlinie spricht keine Empfehlung fuer oder gegen routinemaessige Screening-Programme am Arbeitsplatz aus, da unklar ist, ob der potenzielle Nutzen die moeglichen Risiken ueberwiegt.

💡Praxis-Tipp

Schulen Sie Fuehrungskraefte gezielt darin, psychische Belastungen bei Mitarbeitern fruehzeitig zu erkennen und das Hilfesuchverhalten zu foerdern, ohne dabei selbst therapeutisch taetig zu werden.

Häufig gestellte Fragen

Anpassung von Arbeitszeiten, Reduktion von Arbeitslast und partizipative Ansaetze zur Reduktion psychosozialer Risiken.
Individuelle Anpassungen wie flexible Pausen, veraenderte Kommunikation oder angepasste Aufgabenbereiche fuer Menschen mit psychischen Erkrankungen.
Nein. Das Training dient nur der Erkennung, Unterstuetzung und Weiterleitung an professionelle Hilfsangebote.
Nein, aufgrund unklarer Nutzen-Risiko-Verhaeltnisse gibt die WHO hierzu keine Empfehlung ab.

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