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WHO2025

Influenza-Impfung: Verhaltensfaktoren (WHO-Leitlinie)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf WHO Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Die WHO empfiehlt die systematische Erfassung verhaltensbezogener und sozialer Treiber (BeSD), um die Influenza-Impfquote zu steigern.
  • Fokusgruppen sind Gesundheitspersonal, Schwangere, ältere Erwachsene und Personen mit chronischen Erkrankungen.
  • Das BeSD-Framework umfasst vier Domänen: Denken und Fühlen, Soziale Prozesse, Motivation und Praktische Aspekte.
  • Zur Datenerhebung werden standardisierte Umfragen mit 5 Prioritätsindikatoren sowie Leitfäden für Tiefeninterviews bereitgestellt.
  • Umfragefragen und Antwortoptionen dürfen bei der lokalen Anpassung nicht verändert werden, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten.
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Hintergrund

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt allen Ländern die Implementierung von Programmen zur saisonalen Influenza-Impfung. Um suboptimale Impfquoten zu verbessern, wurde ein evidenzbasiertes Framework zu den verhaltensbezogenen und sozialen Treibern (Behavioural and Social Drivers, BeSD) der Impfung entwickelt. Die systematische Erfassung dieser Daten dient dazu, Gründe für eine niedrige Inanspruchnahme zu verstehen, Trends zu verfolgen und zielgerichtete Interventionen zu evaluieren.

Die WHO definiert vier primäre Zielgruppen für die Influenza-Impfung:

  • Gesundheitspersonal
  • Schwangere Personen
  • Ältere Erwachsene
  • Erwachsene mit chronischen Erkrankungen

Das BeSD-Framework

Das Framework zur Untersuchung der Impfbereitschaft unterteilt sich in vier Hauptdomänen, die messbare und potenziell modifizierbare Überzeugungen und Erfahrungen abbilden:

DomäneBeschreibungKonstrukte (Beispiele)
Denken und FühlenKognitive und emotionale Reaktionen auf Krankheit und ImpfungWahrgenommenes Risiko, Vertrauen in Impfnutzen und -sicherheit
Soziale ProzesseSoziale Erfahrungen und Normen bezüglich ImpfungenEmpfehlung durch Gesundheitspersonal, familiäre Normen
MotivationBereitschaft zur ImpfungImpfabsicht (Intention)
Praktische AspekteErfahrungen bei dem Versuch, sich impfen zu lassenErreichbarkeit, Bezahlbarkeit, Servicequalität

Prioritätsindikatoren

Für Kurzbefragungen oder wenn die vollständige Umfrage nicht anwendbar ist, empfiehlt die WHO mindestens die Erfassung von fünf Prioritätsindikatoren:

DomäneKonstruktPrioritätsfrageIndikator
Denken und FühlenVertrauen in den ImpfnutzenWie wichtig ist die Influenza-Impfung für Ihre Gesundheit?% der Befragten, die "mäßig" oder "sehr" wichtig antworten
Soziale ProzesseFamiliäre NormenDenken Sie, dass die meisten Ihrer engen Familienmitglieder und Freunde möchten, dass Sie sich impfen lassen?% der Befragten, die mit "JA" antworten
MotivationImpfabsichtMöchten Sie sich in der nächsten Grippesaison gegen Influenza impfen lassen?% der Befragten, die sich impfen lassen möchten
Praktische AspekteWissen über ImpforteWissen Sie, wo Sie hingehen können, um die Influenza-Impfung zu erhalten?% der Befragten, die mit "JA" antworten
Praktische AspekteBezahlbarkeitWie einfach ist es für Sie, für die Influenza-Impfung zu bezahlen?% der Befragten, für die es "mäßig" oder "sehr" einfach bzw. kostenlos ist

Implementierung und Datenerhebung

Die Leitlinie stellt spezifische Umfragen (27 Fragen für Erwachsene, plus Zusatzfragen für Gesundheitspersonal und Schwangere) sowie Leitfäden für Tiefeninterviews zur Verfügung.

Wichtige Grundregeln für die Anwendung:

  • Keine Änderung der Kernfragen: Um die Validität und Vergleichbarkeit zu wahren, dürfen die Fragen und Antwortoptionen (z. B. "nein/ja", "gar nicht/ein wenig/mäßig/sehr") nicht verändert werden.
  • Keine "Weiß nicht"-Optionen hinzufügen: Ausnahmen gelten nur, wenn in der Population eine sehr hohe Unsicherheit zu erwarten ist.
  • Vorsicht bei Einrichtungs-basierten Daten: Die Befragung von Personen, die bereits eine Gesundheitseinrichtung zur Impfung aufsuchen, führt zu einem Bias (Verzerrung hin zu bereits motivierten Personen).
  • Lokale Anpassung: Die Übersetzung in lokale Sprachen sollte durch parallele Übersetzung und anschließende kognitive Interviews (8-10 Personen pro Zielgruppe) validiert werden.

💡Praxis-Tipp

Verändern Sie bei der Anpassung der WHO-Umfragen an Ihren lokalen Kontext niemals die Kernfragen oder Antwortoptionen (wie 'nein/ja' oder 'gar nicht/ein wenig/mäßig/sehr'), um die Validität und Vergleichbarkeit der Daten nicht zu gefährden.

Häufig gestellte Fragen

Die WHO priorisiert Gesundheitspersonal, schwangere Personen, ältere Erwachsene und Erwachsene mit chronischen Erkrankungen.
Das Framework umfasst die Domänen Denken und Fühlen, Soziale Prozesse, Motivation und Praktische Aspekte.
Ja, durch Übersetzung und das Hinzufügen spezifischer Fragen. Die bestehenden Kernfragen und Antwortoptionen dürfen jedoch nicht verändert werden, um die Vergleichbarkeit zu erhalten.
Die fünf Prioritätsindikatoren messen das Vertrauen in den Impfnutzen, familiäre Normen, die Impfabsicht, das Wissen über Impforte und die Bezahlbarkeit der Impfung.

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