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WHO2025

WHO-Leitlinie: Elimination von Kala-Azar in Südostasien

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf WHO Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Kala-Azar gilt als eliminiert, wenn die Inzidenz für mindestens 3 aufeinanderfolgende Jahre unter 1 Fall pro 10.000 Einwohner liegt.
  • Ein umfassendes Dossier zur Validierung erfordert detaillierte epidemiologische Daten, historische Verläufe und Vektorkontrollstrategien.
  • Aktive und passive Fallfindungsstrategien (Surveillance) sind essenziell für den Nachweis der Elimination.
  • Post-Kala-Azar dermale Leishmaniose (PKDL) und HIV-Koinfektionen gelten als wichtige Erregerreservoire und erfordern besondere Überwachung.
  • Die Vektorkontrolle erfolgt primär durch integriertes Vektormanagement, insbesondere durch Indoor Residual Spraying (IRS).
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Hintergrund

Das vorliegende Dokument der WHO dient als Vorlage (Template Dossier) für nationale Programme in Südostasien, um die Elimination von Kala-Azar (viszerale Leishmaniose) als öffentliches Gesundheitsproblem offiziell validieren zu lassen.

Die Konsolidierungsphase der Elimination ist erreicht, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:

KriteriumAnforderung
Inzidenz-Grenzwert< 1 Fall (Neuinfektionen + Rückfälle) pro 10.000 Einwohner
DauerMindestens 3 aufeinanderfolgende Jahre
Geografische EbeneAuf Ebene der Implementierungseinheit (z. B. Distrikt, Block, Upazila)

Surveillance und Fallfindung

Um den Status der Elimination nachzuweisen, müssen Länder robuste Überwachungssysteme etablieren. Dies umfasst sowohl die passive als auch die aktive Fallfindung.

StrategieMaßnahmen und Anforderungen
Passive SurveillanceDefinition von Verdachtsfällen, bestätigten Fällen und Rückfällen. Einsatz von Schnelltests (RDTs) und Bestätigung durch Serologie oder Parasitologie.
Aktive FallfindungRegelmäßiges Screening in endemischen Gebieten, Ausbruchsuntersuchungen und integrierte Ansätze zur Fallerkennung.
Fallbasierte ReaktionAktives Screening von Haushalten und Nachbarschaften nach Bestätigung eines Indexfalles.

Epidemiologische Datenerfassung

Für die Validierung müssen detaillierte Daten über einen Zeitraum von mindestens 5 Jahren auf nationaler und subnationaler Ebene vorgelegt werden:

  • Anzahl der mit Schnelltests getesteten Verdachtsfälle vs. positive Tests
  • Neue Fälle und Rückfälle pro Jahr
  • Todesfälle durch Kala-Azar
  • Fälle von Post-Kala-Azar dermaler Leishmaniose (PKDL)
  • HIV-Kala-Azar-Koinfektionen

Vektorkontrolle

Die Strategie zur Vektorkontrolle basiert auf einem integrierten Vektormanagement.

MaßnahmeBeschreibung
Indoor Residual Spraying (IRS)Besprühen von Innenräumen mit Insektiziden. Erfordert genaue Protokolle, Auswahlkriterien für Gebiete und Dokumentation der Abdeckung.
UmweltmanagementVerbesserte Wohnverhältnisse, Verputzen von Wänden mit verschiedenen Materialien zur Reduktion von Brutstätten.

Post-Validierungs-Surveillance und Risikofaktoren

Auch nach der Validierung der Elimination werden weiterhin neue Fälle auf niedrigem Niveau auftreten, da aktuelle Werkzeuge die Übertragung nicht vollständig stoppen können. Ein Post-Validierungs-Surveillance-Plan für die nächsten 5 Jahre ist zwingend erforderlich.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Erregerreservoiren:

  • PKDL-Patienten: Treten typischerweise 1 bis 10 Jahre nach scheinbarer Heilung auf (bei bis zu 15 % der Fälle) und dienen als potenzielles Reservoir.
  • HIV-Koinfektion: HIV-infizierte Patienten sind besonders anfällig für Kala-Azar als opportunistische Infektion und stellen ein wichtiges Krankheitsreservoir dar.

💡Praxis-Tipp

Achten Sie bei Patienten mit stattgehabter Kala-Azar-Infektion auch Jahre später auf Hautveränderungen, da eine Post-Kala-Azar dermale Leishmaniose (PKDL) als wichtiges Erregerreservoir fungieren kann. Bei HIV-Patienten aus Endemiegebieten sollte Kala-Azar stets als opportunistische Infektion bedacht werden.

Häufig gestellte Fragen

Wenn die Inzidenz (neue Fälle und Rückfälle) für mindestens 3 aufeinanderfolgende Jahre unter 1 Fall pro 10.000 Einwohner auf Ebene der Implementierungseinheit liegt.
Die Post-Kala-Azar dermale Leishmaniose (PKDL) kann 1 bis 10 Jahre nach scheinbarer Heilung auftreten (bei bis zu 15 % der Fälle) und dient als wichtiges Reservoir für die Übertragung des Parasiten.
HIV-Patienten sind besonders anfällig für Kala-Azar als opportunistische Infektion. Diese Koinfektionen gelten als bedeutendes Krankheitsreservoir und erfordern ein gezieltes Screening.
Die Leitlinie betont das integrierte Vektormanagement, insbesondere das Indoor Residual Spraying (IRS) sowie Umweltmanagement-Maßnahmen wie verbesserte Wohnverhältnisse.

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