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WHO2024

Langzeitpflege für ältere Menschen: WHO-Leitlinie 2024

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf WHO Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Langzeitpflege (LTC) muss als integraler Bestandteil der Universal Health Coverage (UHC) etabliert werden.
  • Kerninterventionen umfassen gesundheitliche, palliative und soziale Bedürfnisse von älteren Menschen.
  • Die Unterstützung und Schulung von pflegenden Angehörigen (Carers) ist ein essenzieller Bestandteil des Systems.
  • Eine personenzentrierte, integrierte Versorgung erfordert multidisziplinäre Teams und Care-Koordinatoren.
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Hintergrund

Die globale Alterung der Bevölkerung führt zu einem steigenden Bedarf an Langzeitpflege (Long-term care, LTC). Bisher verlassen sich viele Länder stark auf unbezahlte Pflege durch Familienangehörige, was zunehmend untragbar wird. Die WHO fordert, dass Langzeitpflege als integraler Bestandteil der Universal Health Coverage (UHC) etabliert wird, um ältere Menschen vor finanziellen Härten zu schützen und ihre funktionelle Fähigkeit zu erhalten.

Schlüsselprinzipien der Langzeitpflege:

  • Personenzentriert und an individuellen Werten orientiert
  • Optimierung der funktionellen Fähigkeit und Kompensation von Kapazitätsverlusten
  • Bevorzugte Versorgung in der Gemeinde ("Ageing in place")
  • Integrierte Dienstleistungen (Prävention, Behandlung, Rehabilitation, Palliation)
  • Unterstützung für pflegende Angehörige und Pflegekräfte

Akteure im LTC-Netzwerk

Die Versorgung erfordert ein koordiniertes Vorgehen verschiedener Akteure:

AkteurDefinition / Rolle
Pflegende Angehörige (Carers)Unbezahlte Personen (Familie, Freunde), die im Haushalt oder der Gemeinde Pflege leisten. Sie benötigen selbst soziale und gesundheitliche Unterstützung.
LTC-ArbeitskräfteBezahlte Fachkräfte (Gesundheits- und Sozialberufe) sowie persönliche Betreuer in formellen oder informellen Arbeitsverhältnissen.
Multidisziplinäres TeamFachübergreifendes Team, das gemeinsam Ziele und Pflegepläne entwickelt und die Versorgung koordiniert.
Care-KoordinatorenFachkräfte (oft Case Manager), die die Kommunikation zwischen Teams steuern und die Navigation durch das Gesundheitssystem erleichtern.

Kerninterventionen der Langzeitpflege

Die WHO definiert drei Hauptgruppen von Bedürfnissen, die durch spezifische Interventionen adressiert werden müssen:

BedürfnisgruppeInterventionsziele
GesundheitsversorgungScreening, Assessment und Management von Prioritätserkrankungen (z. B. kognitiver Abbau, Mobilitätseinschränkungen, Stürze).
PalliativversorgungLinderung von physischem, psychologischem, sozialem und spirituellem Leiden am Lebensende.
Soziale Pflege & UnterstützungHilfe bei Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL/IADL), Bereitstellung von Hilfsmitteln, psychosoziale Unterstützung und Entlastungspflege (Respite Care) für Angehörige.

Management spezifischer Gesundheitsbedürfnisse

Die Leitlinie empfiehlt strukturierte Assessments und Managementstrategien für häufige geriatrische Syndrome:

BedürfnisAssessmentManagement
Kognitiver AbbauScreening auf Demenz (Anamnese, Labortests, CT/MRT, klinische Tests).Kognitive Stimulation, Verhaltenstherapie, Bereitstellung von Hilfsmitteln (z. B. Erinnerungshilfen).
Eingeschränkte MobilitätErfassung von Sturzrisiko, Schmerzen, Polypharmazie. Performancetests (z. B. Gehgeschwindigkeit).Multimodale Übungsprogramme (Kraft, Balance), topische Analgetika, Mobilitätstraining.
StürzeEvaluation von Sturzhistorie, Gang/Balance, Sehkraft, Umgebungsrisiken und Medikamenten.Medikamenten-Review (De-Prescribing), Balance-Training, Wohnraumanpassung, Verzicht auf Fixierung.
Körperliche InaktivitätBeurteilung der körperlichen Leistungsfähigkeit und des Aktivitätsniveaus.Beratung zu körperlicher Aktivität, multimodale Bewegungsprogramme, Reduktion von Sitzzeiten.

Personenzentrierte integrierte Versorgung

Um eine Fragmentierung der Dienste zu vermeiden, müssen Gesundheits- und Sozialsysteme eng verzahnt werden. Dies erfordert:

  • Umfassendes Assessment: Regelmäßige Bewertung der gesundheitlichen und sozialen Bedürfnisse von älteren Menschen und ihren Pflegepersonen.
  • Individueller Pflegeplan: Gemeinsame Entwicklung eines Plans, der auf die Präferenzen der Betroffenen abgestimmt ist.
  • Case Management: Proaktive Steuerung der Versorgung durch einen festen Ansprechpartner, der die Dienste über verschiedene Settings (Zuhause, Gemeinde, Pflegeeinrichtung) hinweg koordiniert.

💡Praxis-Tipp

Integrieren Sie pflegende Angehörige aktiv in die Versorgungsplanung und evaluieren Sie regelmäßig deren eigene physische und psychische Belastung, um rechtzeitig Entlastungsangebote (Respite Care) bereitzustellen.

Häufig gestellte Fragen

Aktivitäten, die sicherstellen, dass Menschen mit einem Verlust an intrinsischer Kapazität ein funktionelles Niveau aufrechterhalten können, das ihren Grundrechten und ihrer Würde entspricht.
Sie sind sowohl Erbringer als auch Empfänger von Pflege. Ihre eigenen gesundheitlichen und sozialen Bedürfnisse müssen systematisch erfasst und durch psychosoziale Unterstützung sowie Entlastungspflege gefördert werden.
Bevorzugt im häuslichen Umfeld ('Ageing in place') oder in der Gemeinde (z. B. Tagespflege), ergänzt durch stationäre Einrichtungen bei komplexem Bedarf.
Die Kernbereiche umfassen Gesundheitsversorgung (z. B. bei kognitivem Abbau oder Stürzen), Palliativversorgung sowie soziale Pflege und Unterstützung (inklusive Hilfsmittel und Transport).

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