WHO2019

WASH in Gesundheitseinrichtungen: Hygiene-Maßnahmen

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: WHO (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die WHO-Leitlinie adressiert den weltweiten Mangel an grundlegenden Wasser-, Sanitär- und Hygieneeinrichtungen (WASH) in Gesundheitseinrichtungen. Es wird betont, dass unzureichende WASH-Standards maßgeblich zu behandlungsassoziierten Infektionen, Mütter- und Säuglingssterblichkeit sowie der Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen beitragen.

Laut Leitlinie verfügen weltweit viele Einrichtungen, insbesondere im Bereich der primären Gesundheitsversorgung, über keine angemessene Wasserversorgung. Dies gefährdet die Patientensicherheit und untergräbt die Bemühungen um eine universelle Gesundheitsversorgung (UHC).

Als globales Ziel wird formuliert, dass bis zum Jahr 2030 alle Gesundheitseinrichtungen weltweit über eine grundlegende WASH-Versorgung verfügen sollen. Um dies zu erreichen, definiert das Dokument acht praktische Umsetzungsschritte für die nationale und lokale Ebene.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert acht praktische Schritte zur Verbesserung und Aufrechterhaltung von WASH-Dienstleistungen:

Analyse und Planung

Zunächst wird eine umfassende Situationsanalyse und Bewertung der bestehenden WASH-Infrastruktur empfohlen. Darauf aufbauend sollen laut Leitlinie nationale Ziele gesetzt und ein strukturierter Fahrplan (Roadmap) definiert werden.

Standards und Infrastruktur

Die Etablierung nationaler Standards und Verantwortlichkeiten wird als essenziell erachtet. Es wird empfohlen, die Infrastruktur für Wasser, Sanitäranlagen und Abfallentsorgung kontinuierlich zu verbessern und instand zu halten.

Personal und Monitoring

Die Leitlinie empfiehlt die systematische Überwachung und Auswertung von WASH-Daten. Zudem wird die kontinuierliche Schulung des Gesundheitspersonals in den Bereichen Hygiene und Infektionsprävention gefordert.

Einbindung und Forschung

Es wird empfohlen, lokale Gemeinschaften aktiv in die Planung und Bewertung der Gesundheitsdienste einzubinden. Begleitende operationelle Forschung soll laut Leitlinie den Wissensaustausch fördern und innovative Lösungsansätze validieren.

Klassifikation der WASH-Versorgungsstufen

Die Leitlinie definiert verschiedene Versorgungsstufen (Service Ladders) zur standardisierten Bewertung der Einrichtungen:

BereichBasisversorgung (Basic)Eingeschränkte Versorgung (Limited)Keine Versorgung (No service)
WasserVerbesserte Quelle auf dem GeländeVerbesserte Quelle innerhalb von 500mKeine Quelle oder ungeschützte Quelle
SanitärNutzbare, getrennte Toiletten (inkl. barrierefrei)Mindestens eine verbesserte Toilette vorhandenKeine Toiletten oder unverbesserte Anlagen
HygieneFunktionale Handhygiene am Behandlungsort & bei ToilettenHandhygiene nur am Behandlungsort ODER bei ToilettenKeine funktionalen Handhygiene-Einrichtungen
AbfallSichere Trennung (3 Behälter) und EntsorgungEingeschränkte Trennung oder EntsorgungKeine Trennung, keine sichere Entsorgung
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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, alkoholbasierte Händedesinfektionsmittel als vollständigen Ersatz für eine sichere Wasserversorgung zu betrachten. Es wird betont, dass beispielsweise bei Geburten oder nach der Toilettennutzung zwingend Wasser und Seife erforderlich sind. Daher wird empfohlen, auch bei Verfügbarkeit von Desinfektionsmitteln den Ausbau der Wasserinfrastruktur nicht zu vernachlässigen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie umfasst WASH die Bereiche Wasserversorgung, Sanitäranlagen, Händehygiene, Entsorgung von medizinischem Abfall sowie die Umgebungsreinigung. Es wird empfohlen, all diese Aspekte bei der Planung von Infektionspräventionsmaßnahmen zu berücksichtigen.

Die Leitlinie empfiehlt als kurzfristige Lösung den Einsatz von alkoholbasierten Händedesinfektionsmitteln sowie einfache, tragbare Handwaschstationen. Es wird jedoch betont, dass dies eine dauerhafte Wasserinfrastruktur nicht ersetzen kann.

Es wird eine sichere Trennung des Abfalls in mindestens drei verschiedene Behälter empfohlen. Die Leitlinie fordert zudem, dass scharfe Gegenstände (Sharps) und infektiöser Abfall sicher behandelt und entsorgt werden.

Die Leitlinie beschreibt unzureichende WASH-Bedingungen als Treiber für behandlungsassoziierte Infektionen, was wiederum den prophylaktischen Antibiotikaeinsatz erhöht. Eine verbesserte Hygiene wird als essenzieller Baustein zur Eindämmung von AMR bewertet.

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Quelle: WASH in health care facilities: Practical steps to achieve universal access to quality care (WHO, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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