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WHO2025

Handhygiene im Alltag: Neue WHO-Leitlinie (2025)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf WHO Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Die WHO empfiehlt für den Alltag primär Wasser und einfache Seife; alkoholbasierte Desinfektion (ABHR) ist eine Alternative bei nicht sichtbar verschmutzten Händen.
  • Antimikrobielle Seifen, chlorhaltige Antiseptika sowie Sand oder Asche werden für den Standardgebrauch ausdrücklich nicht empfohlen.
  • Es gelten 5 Schlüsselmomente für die Handhygiene im Alltag, darunter vor der Essenszubereitung und nach dem Toilettengang.
  • Regierungen tragen die Hauptverantwortung für die Bereitstellung der Kernanforderungen (Materialien, Informationen, förderliches Umfeld).
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Hintergrund

Die WHO-Leitlinie (2025) adressiert die Handhygiene in sogenannten "Community Settings" (Gemeinschaftseinrichtungen, öffentliche Räume, Haushalte). Ziel ist die Reduktion von Durchfallerkrankungen und akuten Atemwegsinfektionen. Regierungen stehen in der Pflicht, durch politische, rechtliche und finanzielle Maßnahmen die Handhygiene als kritische Public-Health-Intervention zu fördern (Starke Empfehlung, moderate Evidenz).

Unterschiede: Gesundheitswesen vs. Alltag

Die Anforderungen an die Handhygiene unterscheiden sich je nach Setting deutlich:

MerkmalGesundheitswesenAlltag (Community Settings)
ZielgruppeGesundheitspersonal, Patienten, BesucherAllgemeinbevölkerung (gemischtes Alter/Gesundheitsstatus)
ExpositionDirekter/indirekter Kontakt mit Patienten, KörperflüssigkeitenGeringere Frequenz direkter Pathogenexposition, Atemwege, fäkal-oral
Schlüsselmomente"My 5 Moments" (am Point of Care)5 Alltags-Schlüsselmomente (z.B. vor dem Essen, nach Toilette)
Material der WahlAlkoholbasierte Händedesinfektion (ABHR)Wasser und einfache Seife (ABHR als Alternative)

Empfohlene Materialien zur Handhygiene

Die WHO spricht eine starke Empfehlung für die Nutzung von einfacher Seife und Wasser aus.

  • Einfache Seife: Flüssig-, Stück- oder Pulverseife. Antimikrobielle Seifen werden wegen möglicher Gesundheits- und Umweltrisiken (z.B. durch Triclosan) nicht empfohlen.
  • Wasser: Fließendes oder gegossenes Wasser. Bei unbekannter Wasserqualität ist das Waschen mit Seife dennoch effektiv.
  • Alkoholbasierte Händedesinfektion (ABHR): Eine effektive Alternative (mind. 60% Alkohol), wenn die Hände nicht sichtbar verschmutzt sind oder Wasser/Seife fehlen.
  • Nicht empfohlen: Sand, Asche, chlorhaltige Antiseptika oder antimikrobielle Feuchttücher (außer als letztes Mittel in absoluten Notfällen ohne Alternativen).
  • Trocknung: Saubere Einmalpapierhandtücher oder Lufttrocknung. Das Trocknen an der eigenen Kleidung wird nicht empfohlen, da es zur Rekontamination führt.

Die 5 Schlüsselmomente der Handhygiene

Im Alltag sollte die Handhygiene routinemäßig zu folgenden Zeiten durchgeführt werden (Starke Empfehlung, niedrige Evidenz für die Zeitpunkte):

  1. Vor der Zubereitung von Lebensmitteln
  2. Vor dem Essen oder dem Füttern/Stillen anderer
  3. Nach der Toilettennutzung oder dem Umgang mit Fäkalien
  4. Nach dem Husten, Niesen oder Naseputzen
  5. Wenn die Hände sichtbar verschmutzt sind

Kernanforderungen für erfolgreiche Handhygiene

Um Handhygiene nachhaltig zu etablieren und Verhaltensänderungen herbeizuführen, müssen drei Kernanforderungen erfüllt sein (Starke Empfehlung):

AnforderungBeschreibung
1. Minimale materielle BedürfnisseZuverlässiger, gerechter Zugang zu ausreichend fließendem Wasser und Seife (oder ABHR) sowie eine sichere Abwasserentsorgung.
2. InformationenAufklärung über das Warum (Wichtigkeit), Wann (Schlüsselmomente) und Wie (Technik der Handhygiene).
3. Förderliches UmfeldPhysisch (bequeme, attraktive, leicht nutzbare Einrichtungen) und sozial (Etablierung von sozialen Normen, Vorbildern und positiver Verstärkung).

💡Praxis-Tipp

Nutzen Sie bei der Patientenaufklärung die klare Unterscheidung der WHO: Im Krankenhaus ist die alkoholische Händedesinfektion der Standard, im häuslichen Umfeld reicht einfache Seife und Wasser völlig aus. Raten Sie Patienten aktiv von antimikrobiellen Seifen für den Hausgebrauch ab.

Häufig gestellte Fragen

Einfache Seife und Wasser. Alkoholbasierte Desinfektionsmittel (ABHR) sind eine gute Alternative, wenn die Hände nicht sichtbar verschmutzt sind.
Nein. Die WHO rät von antimikrobiellen Seifen ab, da Inhaltsstoffe wie Triclosan gesundheitliche und ökologische Risiken bergen können.
Die 5 Schlüsselmomente sind: Vor der Essenszubereitung, vor dem Essen/Füttern, nach dem Toilettengang, nach Husten/Niesen/Naseputzen und bei sichtbarer Verschmutzung.
Nein. Asche und Sand werden aufgrund von Kontaminationsrisiken nicht als reguläre Alternative zu Seife empfohlen.
Empfohlen werden saubere Einmalpapierhandtücher oder Lufttrocknung. Das Trocknen an der eigenen Kleidung sollte vermieden werden, da dies zur Rekontamination führt.

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