Vulvakarzinom (VIN): Diagnostik, Therapie und Nachsorge

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie 015-059 behandelt die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Vulvakarzinoms und seiner Vorstufen. Die Inzidenz dieser Tumorerkrankung hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen, wobei das mittlere Erkrankungsalter sinkt.

Als Vorstufen werden die HPV-assoziierte klassische vulväre intraepitheliale Neoplasie (uVIN) und die differenzierte VIN (dVIN) unterschieden. Letztere tritt häufig im Zusammenhang mit einem Lichen sclerosus auf und ist meist HPV-negativ.

Ziel der Leitlinie ist es, durch eine stadiengerechte und qualitätsgesicherte Versorgung die Überlebensraten zu verbessern. Gleichzeitig soll die Lebensqualität der betroffenen Frauen durch funktionell erhaltende Operationsverfahren gesteigert werden.

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💡Praxis-Tipp

Ein wesentlicher Aspekt für den klinischen Alltag ist die Bedeutung des Lichen sclerosus: Da diese Erkrankung das Risiko für Lokalrezidive und De-novo-Karzinome signifikant erhöht, wird eine lebenslange Kontrolle der betroffenen Frauen empfohlen. Zudem wird bei der operativen Therapie ein histologisch gemessener, karzinomfreier Resektionsrand von mindestens 3 mm angestrebt, um das Lokalrezidivrisiko zu minimieren.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird die Sentinel-Lymphonodektomie bei unifokalen Tumoren mit einem Durchmesser von unter 4 cm empfohlen. Voraussetzung sind klinisch und sonographisch unauffällige Leistenlymphknoten sowie eine entsprechende Expertise des Operationsteams.

Es wird ein histologisch gemessener, tumorfreier Resektionsrand von mindestens 3 mm empfohlen. Die klinische Umschneidung sollte entsprechend weiter ausgreifen, um Gewebeschrumpfungen auszugleichen.

Gemäß Leitlinie soll ein operatives Staging der inguino-femoralen Lymphknoten ab einer Infiltrationstiefe von mehr als 1,0 mm (ab Stadium pT1b) erfolgen. Bei geringerer Infiltrationstiefe kann auf das Staging verzichtet werden.

Die Leitlinie empfiehlt in den ersten drei Jahren klinische Kontrolluntersuchungen in dreimonatigen Intervallen. In den Jahren vier und fünf sollen die Kontrollen halbjährlich und danach jährlich stattfinden.

Es wird empfohlen, die HPV-Impfung auch unter dem Aspekt der Vermeidung von VIN-Läsionen und HPV-assoziierten Vulvakarzinomen durchzuführen. Die Impfung schützt effektiv vor den relevanten Hochrisiko-Typen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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