Vulvakarzinom & VIN: Diagnostik, Therapie und Nachsorge

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie behandelt die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Vulvakarzinoms sowie seiner Vorstufen (VIN). Die Inzidenz dieser Tumorerkrankung hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen, während das mittlere Erkrankungsalter gesunken ist.

Es wird zwischen der klassischen, HPV-assoziierten vulvären intraepithelialen Neoplasie (uVIN) und der differenzierten Form (dVIN) unterschieden. Die dVIN tritt meist bei älteren Frauen auf und ist häufig mit einem Lichen sclerosus assoziiert.

Die Prognose des invasiven Vulvakarzinoms ist bei frühzeitiger Erkennung gut. Die relative 5-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit über alle Stadien hinweg liegt laut Leitlinie bei etwa 71 Prozent.

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💡Praxis-Tipp

Ein entscheidender Aspekt für die Praxis ist die strenge Indikationsstellung zum Lymphknoten-Staging. Laut Leitlinie kann bei einer Infiltrationstiefe von maximal 1 mm (pT1a) sicher auf ein inguino-femorales Staging verzichtet werden. Zudem wird betont, dass bei der Tumorresektion ein histologisch messbarer Sicherheitsabstand von mindestens 3 mm angestrebt werden sollte, um das Lokalrezidivrisiko zu minimieren.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt die Sentinel-Biopsie bei unifokalen Tumoren mit einem Durchmesser von unter 4 cm. Voraussetzung sind zudem klinisch und sonographisch unauffällige Leistenlymphknoten sowie die Möglichkeit eines pathologischen Ultrastagings.

Es wird ein karzinomfreier Gewebsrand von mindestens 3 mm im histologischen Präparat empfohlen. Bei geringeren Abständen an kritischen Stellen wie der Klitoris oder Urethra ist laut Leitlinie eine individuelle Risikoabwägung erforderlich.

Bei Tumoren, die obere Anteile von Urethra, Vagina, Blase oder Rektum infiltrieren, wird primär eine Radiochemotherapie empfohlen. Ziel ist es laut Leitlinie, die Funktion der Nachbarorgane zu erhalten und eine Exenteration zu vermeiden.

In den ersten drei Jahren wird eine klinische Untersuchung alle drei Monate empfohlen. In den darauffolgenden zwei Jahren sollten die Kontrollen gemäß Leitlinie halbjährlich erfolgen.

Die Therapie der Wahl ist die lokale Exzision im Gesunden oder die Laservaporisation. Alternativ kann laut Leitlinie ein Off-Label-Einsatz von Imiquimod 5% Creme erwogen werden.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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