BfArM2010

Vigabatrin: MRT-Anomalien und Bewegungsstörungen

Diese Leitlinie stammt aus 2010 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2010)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Vigabatrin (Sabril®) ist ein Antiepileptikum, das in der Neurologie und Pädiatrie unter anderem bei therapieresistenten fokalen Anfällen sowie bei infantilen Spasmen (West-Syndrom) eingesetzt wird.

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract eines kurzen Informationsbriefs des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2010.

Im Rahmen der fortlaufenden Sicherheitsüberwachung des Medikaments wurden neue Risikosignale identifiziert. Diese machten eine Information der Fachkreise und eine Anpassung der Fachinformation erforderlich.

Empfehlungen

Der Informationsbrief des BfArM weist auf sicherheitsrelevante Beobachtungen unter der Therapie mit Vigabatrin (Sabril®) hin:

MRT-Anomalien

Laut BfArM wurden Fallberichte über Auffälligkeiten in der Magnetresonanztomographie (MRT) des Gehirns analysiert.

Allgemeines medizinisches Hintergrundwissen zu diesen Vigabatrin-assoziierten Veränderungen zeigt, dass diese typischerweise als reversible Signalveränderungen (T2/FLAIR-Hyperintensitäten) auftreten. Sie lokalisieren sich häufig in den Basalganglien, im Thalamus, im Hirnstamm oder im Kleinhirn.

Bewegungsstörungen

Zusätzlich wurden im Zusammenhang mit der Einnahme von Vigabatrin Bewegungsstörungen beobachtet.

Im klinischen Kontext äußern sich diese extrapyramidalen Symptome oft als Dystonie, Chorea oder Myoklonus. Dies betrifft insbesondere Säuglinge, die wegen infantiler Spasmen behandelt werden.

Konsequenzen für die Praxis

  • Aufgrund dieser Fallberichte wurde ein Rote-Hand-Brief an die medizinischen Fachkreise versendet.

  • Die Fachinformation für Sabril® wurde entsprechend aktualisiert.

  • Ziel der Aktualisierung ist es, auf diese potenziellen neurologischen und bildgebenden Veränderungen hinzuweisen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Es wird empfohlen, bei behandelten Personen unter Vigabatrin-Therapie auf das Neuauftreten von extrapyramidalen Bewegungsstörungen zu achten und bei unklaren neurologischen Symptomen eine MRT-Bildgebung zum Ausschluss von Basalganglien- oder Thalamusveränderungen zu veranlassen.

Häufig gestellte Fragen

Das BfArM berichtet über Fallberichte zu MRT-Anomalien des Gehirns und dem Auftreten von Bewegungsstörungen unter der Therapie mit Vigabatrin.

Die bildgebenden Auffälligkeiten zeigen sich häufig als Signalveränderungen in den Basalganglien, im Thalamus, im Hirnstamm oder im Kleinhirn.

Es wurde ein Rote-Hand-Brief an die Fachkreise versendet. Zudem wurde die Fachinformation von Sabril® um die Hinweise auf MRT-Anomalien und Bewegungsstörungen ergänzt.

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Quelle: Informationsbrief zu Sabril® (Vigabatrin): MRT-Befunde über Anomalien des Gehirns und Bewegungsstörungen (BfArM, 2010). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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