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USPSTF Leitlinie: Screening auf Gestationsdiabetes (2021)

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: US Preventive Services Task Force (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Gestationsdiabetes (GDM) ist eine relevante Komplikation während der Schwangerschaft. Laut der US Preventive Services Task Force (USPSTF) reduziert die Behandlung von GDM das Risiko für Makrosomie, Präeklampsie und Schulterdystokie. Die aktuelle USPSTF-Leitlinie aus dem Jahr 2021 befasst sich mit dem Screening auf Gestationsdiabetes bei asymptomatischen Schwangeren. Gemäß der Leitlinie besteht eine hohe Sicherheit für einen moderaten Nettonutzen beziehungsweise eine moderate Sicherheit für einen moderaten bis substanziellen Nettonutzen durch das Screening.

Die USPSTF nennt folgende Risikofaktoren für die Entwicklung eines Gestationsdiabetes:

  • Adipositas oder Übergewicht
  • Alter über 25 Jahre
  • Familiäre Vorbelastung mit Diabetes
  • GDM in einer früheren Schwangerschaft
  • Vorangegangene Makrosomie
  • Polyzystisches Ovarsyndrom (PCOS)
  • Nicht-weiße ethnische Zugehörigkeit

Empfehlungen

Die USPSTF spricht eine Grade B Empfehlung für das Screening auf Gestationsdiabetes aus.

Zeitpunkt

Die Leitlinie empfiehlt das Screening für asymptomatische Schwangere ab der 24. Schwangerschaftswoche. Das reguläre Screening-Intervall wird von der USPSTF mit der 24. bis 28. Schwangerschaftswoche angegeben.

Screening vor der 24. SSW

Laut USPSTF ist die Evidenz für ein routinemäßiges Screening vor der 24. Woche unzureichend (Grade I). Es wird jedoch in der Leitlinie angemerkt, dass Hochrisikopatientinnen getestet werden können.

Testverfahren

Gemäß der Leitlinie sind zwei Ansätze für das Screening akzeptabel:

VerfahrenBeschreibung
1-Stufen-Ansatz75g oraler Glukosetoleranztest (OGTT) nach IADPSG-Kriterien
2-Stufen-Ansatz50g Glucose Challenge Test (GCT); bei positivem Ergebnis gefolgt von einem 100g OGTT
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💡Praxis-Tipp

Laut USPSTF-Leitlinie sind sowohl der 1-Stufen-Ansatz (75g OGTT) als auch der 2-Stufen-Ansatz (50g GCT gefolgt von 100g OGTT) als gleichwertig akzeptable Methoden für das Screening auf Gestationsdiabetes in der Praxis anzusehen.

Häufig gestellte Fragen

Die USPSTF-Leitlinie empfiehlt das Screening bei asymptomatischen Schwangeren ab der 24. Schwangerschaftswoche, idealerweise im Intervall zwischen der 24. und 28. Woche.

Laut Leitlinie sind sowohl ein 1-Stufen-Ansatz (75g OGTT) als auch ein 2-Stufen-Ansatz (50g GCT, bei Auffälligkeit gefolgt von einem 100g OGTT) akzeptabel.

Gemäß der USPSTF reicht die aktuelle Evidenz nicht aus, um ein routinemäßiges Screening vor der 24. SSW zu empfehlen. Bei Hochrisikopatientinnen kann ein Test jedoch erwogen werden.

Die Leitlinie hält fest, dass eine Behandlung das Risiko für schwangerschaftsbedingte Komplikationen wie Makrosomie, Präeklampsie und Schulterdystokie senkt.

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Quelle: USPSTF: Gestational Diabetes Mellitus: Screening (Grade B, 2021) (US Preventive Services Task Force, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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