Angststörungen bei Kindern: Screening-Empfehlungen

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: USPSTF (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die USPSTF-Leitlinie (2022) befasst sich mit dem Screening auf Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen. Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in dieser Altersgruppe und äußern sich durch übermäßige Furcht oder Sorge sowie emotionale und körperliche Symptome.

Laut epidemiologischen Daten weisen etwa 7,8 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 3 und 17 Jahren eine aktuelle Angststörung auf. Unbehandelt sind diese Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter mit einem erhöhten Risiko für zukünftige Angststörungen oder Depressionen assoziiert.

Die vorliegende Empfehlung richtet sich an asymptomatische Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Sie gilt explizit für Personen, bei denen bisher keine Angststörung diagnostiziert wurde und die keine erkennbaren Anzeichen oder Symptome aufweisen.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert basierend auf der aktuellen Evidenzlage klare Altersgrenzen für das Screening auf Angststörungen.

Screening-Empfehlungen nach Alter

Die USPSTF hat die Evidenz für den Nutzen und die Risiken eines routinemäßigen Screenings bewertet. Daraus ergeben sich folgende altersspezifische Empfehlungen:

AltersgruppeEmpfehlung zum ScreeningEmpfehlungsgrad
8 bis 18 JahreScreening wird empfohlen (moderater Nettonutzen)Grad B
7 Jahre oder jüngerAktuelle Evidenz ist unzureichendI-Statement

Zielgruppe und Einschränkungen

Zusammenfassend werden folgende Kernpunkte hervorgehoben:

  • Das Screening wird für Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 18 Jahren empfohlen (Grad B).

  • Für Kinder im Alter von 7 Jahren oder jünger reicht die aktuelle Evidenz laut Leitlinie nicht aus, um das Nutzen-Risiko-Verhältnis eines Screenings zu beurteilen (I-Statement).

  • Die Empfehlungen gelten ausschließlich für das Screening von asymptomatischen Personen ohne bekannte Diagnose oder erkennbare Symptome.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein wichtiger Hinweis für den klinischen Alltag ist die strikte Altersgrenze der Screening-Empfehlung. Die Leitlinie betont, dass ein routinemäßiges Screening bei asymptomatischen Kindern unter 8 Jahren aufgrund unzureichender Datenlage nicht empfohlen werden kann. Es wird zudem darauf hingewiesen, dass sich die Empfehlung ausschließlich an Patienten richtet, die noch keine erkennbaren Symptome einer Angststörung zeigen.

Häufig gestellte Fragen

Die USPSTF-Leitlinie empfiehlt ein routinemäßiges Screening auf Angststörungen für Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 18 Jahren. Für jüngere Kinder wird die Evidenz als unzureichend eingestuft.

Nein, die Empfehlung richtet sich explizit an Kinder und Jugendliche, bei denen bisher keine Angststörung diagnostiziert wurde. Sie gilt ausschließlich für Patienten, die keine erkennbaren Anzeichen oder Symptome einer Angststörung aufweisen.

Angststörungen im Kindes- und Jugendalter sind laut Leitlinie mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für zukünftige Angststörungen oder Depressionen assoziiert. Ein Screening kann helfen, betroffene Kinder frühzeitig zu identifizieren und Folgeerkrankungen zu vermeiden.

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Quelle: Screening for Anxiety in Children and Adolescents: US Preventive Services Task Force Recommendation Statement. (USPSTF, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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