Screening auf Angststörungen: USPSTF-Leitlinie
KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf USPSTF Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung
📋Auf einen Blick
- •Angststörungen werden in der Primärversorgung oft nicht rechtzeitig erkannt.
- •Ein Screening wird für asymptomatische Erwachsene ab 19 Jahren empfohlen (Empfehlungsgrad B).
- •Schwangere und Frauen in der Postpartalphase sind in die Screening-Empfehlung eingeschlossen.
- •Für ältere Erwachsene ab 65 Jahren reicht die Evidenz für eine Empfehlung derzeit nicht aus (I-Statement).
Hintergrund
Angststörungen sind häufig auftretende psychische Erkrankungen. In der Primärversorgung bleiben sie oft unerkannt, was zu erheblichen Verzögerungen beim Beginn einer adäquaten Behandlung führt. Die US Preventive Services Task Force (USPSTF) hat in einem systematischen Review die Vor- und Nachteile eines Screenings bei asymptomatischen Erwachsenen evaluiert.
Zielgruppe und Empfehlungen
Die USPSTF unterscheidet in ihrer Bewertung zwischen verschiedenen Altersgruppen. Ältere Erwachsene werden dabei als Personen ab 65 Jahren definiert.
| Zielgruppe | Alter | Empfehlung | Empfehlungsgrad |
|---|---|---|---|
| Erwachsene (inkl. Schwangere & Postpartalphase) | 19 bis 64 Jahre | Screening empfohlen | B |
| Ältere Erwachsene | ≥ 65 Jahre | Evidenz unzureichend | I-Statement |
Fazit der USPSTF
- Erwachsene (ab 19 Jahren): Die USPSTF kommt mit moderater Sicherheit zu dem Schluss, dass das Screening auf Angststörungen bei Erwachsenen, einschließlich Schwangeren und Frauen nach der Entbindung, einen moderaten Nettonutzen hat.
- Ältere Erwachsene (ab 65 Jahren): Die aktuelle Evidenz ist unzureichend, um das Verhältnis von Nutzen und Risiken eines Screenings auf Angststörungen in dieser Altersgruppe abschließend zu beurteilen.
💡Praxis-Tipp
Integrieren Sie ein Screening auf Angststörungen routinemäßig bei asymptomatischen Erwachsenen ab 19 Jahren (inklusive Schwangeren und Wöchnerinnen), um Diagnose- und Therapieverzögerungen in der Primärversorgung zu vermeiden.
Häufig gestellte Fragen
Die USPSTF empfiehlt das Screening für asymptomatische Erwachsene ab 19 Jahren.
Ja, Schwangere und Frauen in der Postpartalphase sind ausdrücklich in die Empfehlung (Grad B) eingeschlossen.
Für ältere Erwachsene (ab 65 Jahren) reicht die aktuelle Evidenz nicht aus, um den Nutzen und Schaden eines Screenings abschließend zu beurteilen (I-Statement).
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