Tabakentwöhnung: Therapie bei Erwachsenen & Schwangeren

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: USPSTF (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Tabakkonsum ist in den USA die führende vermeidbare Ursache für Krankheiten, Behinderungen und Todesfälle. Jährlich werden schätzungsweise 480.000 Todesfälle auf das Rauchen von Zigaretten und Passivrauchen zurückgeführt.

Rauchen in der Schwangerschaft erhöht das Risiko für zahlreiche negative Schwangerschaftsausgänge wie Fehlgeburten und angeborene Anomalien. Zudem drohen Komplikationen für das Kind, darunter das plötzliche Säuglingstod-Syndrom (SIDS) und eine beeinträchtigte Lungenfunktion in der Kindheit.

Im Jahr 2019 nutzten etwa 20,8 Prozent der erwachsenen US-Bevölkerung Tabakprodukte. Die USPSTF-Leitlinie von 2021 aktualisiert die Empfehlungen von 2015 und bewertet den Nutzen und Schaden von hausärztlichen Interventionen zur Tabakentwöhnung.

Empfehlungen

Die USPSTF-Leitlinie (2021) formuliert klare Empfehlungen zur Tabakentwöhnung für Erwachsene ab 18 Jahren. Es wird grundsätzlich empfohlen, alle Patienten nach ihrem Tabakkonsum zu fragen und zum Rauchstopp zu raten.

Übersicht der Interventionen

Die Leitlinie bewertet die Maßnahmen je nach Patientengruppe unterschiedlich:

PatientengruppeEmpfohlene InterventionEmpfehlungsgrad
Nicht-schwangere ErwachseneVerhaltenstherapie und/oder FDA-zugelassene MedikationA
Schwangere PersonenVerhaltenstherapieA
Schwangere PersonenMedikationI (Evidenz unzureichend)
Alle Erwachsenen (inkl. Schwangere)E-ZigarettenI (Evidenz unzureichend)

Nicht-schwangere Erwachsene

Für nicht-schwangere Erwachsene wird der Einsatz von verhaltensbezogenen Interventionen und FDA-zugelassenen Medikamenten zur Tabakentwöhnung empfohlen. Diese können laut Leitlinie sowohl einzeln als auch in Kombination angewendet werden.

Der Nettonutzen dieser Maßnahmen wird mit hoher Sicherheit als substanziell eingestuft.

Schwangere Personen

Bei Schwangeren wird primär der Einsatz von verhaltensbezogenen Interventionen empfohlen. Der Nettonutzen für perinatale Outcomes und die Raucherentwöhnung ist laut Leitlinie substanziell.

Für medikamentöse Therapien bei Schwangeren reicht die aktuelle Studienlage nicht aus. Das Verhältnis von Nutzen und Risiken kann derzeit nicht bestimmt werden.

E-Zigaretten

Die Leitlinie stuft die Evidenz für E-Zigaretten als Entwöhnungshilfe bei allen Erwachsenen als unzureichend ein. Es fehlen gut konzipierte, randomisierte klinische Studien zu Abstinenzraten und unerwünschten Ereignissen.

Es wird empfohlen, Patienten stattdessen auf Entwöhnungsmaßnahmen mit nachgewiesener Wirksamkeit und etablierter Sicherheit zu verweisen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie stuft die Evidenz für E-Zigaretten zur Tabakentwöhnung als unzureichend ein und warnt vor fehlenden Daten zur Sicherheit. Es wird empfohlen, entwöhnungswillige Patienten konsequent auf etablierte verhaltensbezogene und medikamentöse Therapien mit nachgewiesener Wirksamkeit zu verweisen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt für nicht-schwangere Erwachsene eine Kombination aus verhaltensbezogenen Interventionen und zugelassenen Medikamenten. Diese Maßnahmen weisen einen substanziellen Nettonutzen auf.

Laut Leitlinie ist die Evidenz für medikamentöse Therapien bei Schwangeren unzureichend, da das Nutzen-Risiko-Verhältnis unklar ist. Es wird stattdessen primär zu verhaltensbezogenen Interventionen geraten.

Die aktuelle Studienlage reicht nicht aus, um den Nutzen und Schaden von E-Zigaretten zur Entwöhnung zu beurteilen. Es wird empfohlen, auf Maßnahmen mit nachgewiesener Wirksamkeit zurückzugreifen.

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Quelle: Interventions for Tobacco Smoking Cessation in Adults, Including Pregnant Persons: US Preventive Services Task Force Recommendation Statement. (USPSTF, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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