Bakterielle Vaginose: Screening & Leitlinien-Empfehlung
Hintergrund
Die bakterielle Vaginose ist eine häufige Störung des mikrobiologischen Milieus im unteren Genitaltrakt. In den USA liegt die Prävalenz bei Schwangeren zwischen 5,8 % und 19,3 %, wobei bestimmte ethnische Gruppen häufiger betroffen sind.
Eine bakterielle Vaginose während der Schwangerschaft wird mit verschiedenen geburtshilflichen Komplikationen in Verbindung gebracht. Dazu zählen laut USPSTF-Leitlinie Frühgeburten, frühe Fehlgeburten, postpartale Endometritis und ein niedriges Geburtsgewicht.
Um die Empfehlungen aus dem Jahr 2008 zu aktualisieren, hat die US Preventive Services Task Force (USPSTF) die Evidenz zum Screening und zur Behandlung der asymptomatischen bakteriellen Vaginose bei Schwangeren neu bewertet. Ziel war es, den Nutzen zur Prävention von Frühgeburten zu prüfen.
Empfehlungen
Die Leitlinie der USPSTF richtet sich ausschließlich an schwangere Personen ohne Symptome einer bakteriellen Vaginose. Es werden folgende Kernempfehlungen formuliert:
Schwangere ohne erhöhtes Frühgeburtsrisiko
Für Schwangere, die kein erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt aufweisen, wird von einem Screening auf eine asymptomatische bakterielle Vaginose abgeraten (Empfehlungsgrad D).
Die USPSTF kommt mit moderater Sicherheit zu dem Schluss, dass ein solches Screening keinen Nettonutzen für die Prävention von Frühgeburten bietet.
Schwangere mit erhöhtem Frühgeburtsrisiko
Bei Schwangeren, die ein erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt haben, ist die aktuelle Evidenzlage unzureichend (I-Statement).
Laut Leitlinie sind die vorliegenden Daten widersprüchlich und reichen nicht aus, um das Verhältnis von Nutzen und Risiken eines Screenings in dieser Patientengruppe abschließend zu beurteilen.
💡Praxis-Tipp
Laut Leitlinie bietet das routinemäßige Screening auf eine asymptomatische bakterielle Vaginose bei Schwangeren ohne erhöhtes Frühgeburtsrisiko keinen klinischen Nutzen. Es wird empfohlen, auf dieses Screening zu verzichten, da es Frühgeburten in dieser Gruppe nicht nachweislich verhindert.
Häufig gestellte Fragen
Die USPSTF-Leitlinie rät von einem routinemäßigen Screening bei asymptomatischen Schwangeren ohne erhöhtes Frühgeburtsrisiko ab. Es konnte kein Nettonutzen zur Verhinderung von Frühgeburten nachgewiesen werden.
Für diese Gruppe gibt die Leitlinie keine eindeutige Empfehlung ab. Die aktuelle Evidenz wird als unzureichend und widersprüchlich eingestuft, um Nutzen und Risiken eines Screenings abzuwägen.
Laut Leitlinie ist die Infektion mit unerwünschten geburtshilflichen Ausgängen assoziiert. Dazu gehören Frühgeburten, frühe Fehlgeburten, ein niedriges Geburtsgewicht sowie die postpartale Endometritis.
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Quelle: Screening for Bacterial Vaginosis in Pregnant Persons to Prevent Preterm Delivery: US Preventive Services Task Force Recommendation Statement. (USPSTF, 2020). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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