Urologika & Sexualhormone (ATC G): Wechselwirkungen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DDInter (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die vorliegende Zusammenfassung basiert auf den Daten der DDInter 2.0 Datenbank. Sie kategorisiert Arzneimittelwechselwirkungen (Drug-Drug Interactions, DDI) in verschiedene Schweregrade.

Ein besonderer Fokus liegt auf Medikamenten des Urogenitalsystems und Sexualhormonen (ATC-Klasse G) sowie weiteren häufig verordneten Wirkstoffen. Die Datenbank unterscheidet dabei zwischen geringfügigen (Minor), moderaten (Moderate) und schwerwiegenden (Major) Interaktionen.

Die Kenntnis dieser Wechselwirkungen ist essenziell, um unerwünschte Arzneimittelwirkungen zu vermeiden und die Therapiesicherheit zu gewährleisten.

Empfehlungen

Die DDInter 2.0 Datenbank klassifiziert zahlreiche Wechselwirkungen. Im Folgenden werden ausgewählte schwerwiegende Interaktionen (Major interactions) dargestellt.

Sexualhormone und Modulatoren

Für hormonelle Präparate listet die Quelle diverse signifikante Wechselwirkungen auf. Bei der Kombination dieser Wirkstoffe wird eine strenge Indikationsprüfung nahegelegt:

WirkstoffMajor-Interaktion (Beispiele)Schweregrad
EthinylestradiolCarbamazepin, Phenobarbital, RifampicinMajor
TestosteronLeflunomid, Warfarin, PazopanibMajor
MifepristonFentanyl, Amiodaron, ApixabanMajor
DanazolAtorvastatin, Warfarin, SimvastatinMajor

Urologika und PDE-5-Hemmer

Auch für Medikamente aus dem urologischen Formenkreis werden kritische Kombinationen beschrieben. Die Datenbank hebt hierbei besonders kardiovaskuläre und metabolische Wechselwirkungen hervor:

WirkstoffMajor-Interaktion (Beispiele)Schweregrad
Avanafil / SildenafilAtazanavir, Clarithromycin, NitroglycerinMajor
Alfuzosin / TamsulosinAmiodaron, Clarithromycin, RitonavirMajor
Oxybutynin / SolifenacinTopiramat, Zonisamid, KaliumcitratMajor

Antiinfektiva und Antimykotika

Wirkstoffe zur Behandlung von Infektionen weisen laut Datenbank ein hohes Interaktionspotenzial auf. Dies betrifft insbesondere den hepatischen Metabolismus:

  • Ketoconazol: Schwerwiegende Interaktionen mit Fentanyl, Alprazolam und Apixaban.

  • Chloramphenicol: Kritische Wechselwirkungen mit Clozapin und Zidovudin.

  • Amphotericin B: Warnung vor der Kombination mit Amiodaron und Foscarnet.

Kontraindikationen

Die Datenbank stuft zahlreiche Kombinationen als Major interaction ein. Diese stellen potenziell lebensbedrohliche Kontraindikationen oder strenge Warnhinweise dar.

Spezifische Warnhinweise

Laut Quelle gelten unter anderem folgende Kombinationen als hochgradig riskant:

  • Vemurafenib: Darf nicht mit Abirateron oder Tramadol kombiniert werden.

  • Darunavir: Schwerwiegende Wechselwirkung mit Fentanyl und Atorvastatin.

  • Bromocriptin: Kritische Interaktion mit Sumatriptan und Ergotamin.

Es wird darauf hingewiesen, dass bei Vorliegen einer schwerwiegenden Interaktion in der Regel eine Therapieanpassung oder ein Ausweichen auf alternative Präparate erforderlich ist.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut der DDInter 2.0 Datenbank weisen insbesondere PDE-5-Hemmer, Antimykotika und Sexualhormone ein hohes Risiko für schwerwiegende Wechselwirkungen auf. Es wird nachdrücklich darauf hingewiesen, bei der Verordnung dieser Substanzklassen routinemäßig einen Interaktionscheck durchzuführen. Besondere Vorsicht ist bei der Kombination mit CYP-Inhibitoren oder -Induktoren geboten.

Häufig gestellte Fragen

Die DDInter 2.0 Datenbank listet zahlreiche schwerwiegende Interaktionen für Sildenafil auf. Dazu gehören unter anderem Nitrate wie Nitroglycerin, aber auch CYP-Inhibitoren wie Clarithromycin und Ritonavir.

Ja, laut Datenbank bestehen signifikante Wechselwirkungen. Insbesondere enzyminduzierende Wirkstoffe wie Rifampicin werden als schwerwiegende (Major) Interaktion eingestuft.

Ketoconazol weist ein sehr hohes Interaktionspotenzial auf. Die Quelle nennt unter anderem Fentanyl, Apixaban und Alprazolam als kritische Kombinationspartner.

Die Datenbank stuft die gleichzeitige Gabe von Tamsulosin und Amiodaron als schwerwiegende Wechselwirkung (Major interaction) ein. Eine solche Kombination geht mit einem erhöhten klinischen Risiko einher.

Für Testosteron werden in der Datenbank schwerwiegende Wechselwirkungen mit Antikoagulanzien wie Warfarin beschrieben. Auch Kombinationen mit Leflunomid gelten als hochgradig riskant.

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Quelle: DDInter 2.0: Drug-Drug Interactions — ATC G (Genito-urinary system and sex hormones) (DDInter, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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