Unipolare Depression: Diagnostik & Therapie-Empfehlung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BÄK/KBV/AWMF (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) Unipolare Depression (2023) umfasst die Diagnostik und Therapie von akuten, rezidivierenden und chronischen depressiven Störungen. Bipolare Störungen und Hypomanien sind nicht Gegenstand dieses Dokuments.

Die Klassifikation erfolgt kategorial nach der ICD-10-GM beziehungsweise ICD-11. Zusätzlich wird eine am bio-psycho-sozialen Modell orientierte Diagnostik nach Kriterien der ICF empfohlen, um Einschränkungen der Lebensqualität und Teilhabe zu erfassen.

Ein strukturiertes Vorgehen zielt auf die Vermeidung von Über- und Unterdiagnostik ab. Die vollständige Erfassung von Symptomatik, Verlauf und psychosozialen Aspekten bildet die Grundlage für eine individuell angepasste Therapieplanung.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler in der Praxis ist das zu lange Beibehalten einer unwirksamen medikamentösen Therapie. Die Leitlinie empfiehlt, bereits 3 bis 4 Wochen nach Erreichen der Standarddosis das Ansprechen strukturiert zu überprüfen und bei Therapieversagen zeitnah die Strategie anzupassen. Zudem wird vor einem abrupten Absetzen von Antidepressiva gewarnt, da dies schwere Rebound-Phänomene auslösen kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird eine Wirkungsprüfung 3 bis 4 Wochen nach Erreichen der Standarddosis empfohlen. Bei älteren Menschen kann aufgrund eines verzögerten Ansprechens ein Zeitraum von 6 Wochen angemessen sein.

Es wird empfohlen, die Medikation nach Erreichen einer Remission für 6 bis 12 Monate in der gleichen Dosierung fortzuführen. Dies dient der Erhaltungstherapie und der Vermeidung von frühen Rückfällen.

Zunächst sollen Ursachen wie mangelnde Adhärenz, zu niedrige Dosierung oder Komorbiditäten ausgeschlossen werden. Danach empfiehlt die Leitlinie eine Augmentation mit Antipsychotika oder Lithium, eine Kombinationstherapie oder den Wechsel des Wirkstoffs.

Die Leitlinie rät vom Einsatz bei leichten Depressionen strikt ab. Bei schweren Episoden mit starker Unruhe oder Schlafstörungen kann ein kurzzeitiger Einsatz von maximal 2 bis 4 Wochen unter strenger Überwachung erwogen werden.

Um Absetzsymptome zu vermeiden, wird ein schrittweises Ausschleichen über einen Zeitraum von mindestens 8 bis 12 Wochen empfohlen. Bei auftretenden Absetzsymptomen soll die Dosis wieder erhöht und anschließend noch langsamer reduziert werden.

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Quelle: Nationale VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression (NVL, 2023) (BÄK/KBV/AWMF, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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