IQWiG2009Psychiatrie

Depression: Leitlinien zu Diagnostik und Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2009 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2009)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die IQWiG-Leitliniensynopse GA09-01 aus dem Jahr 2009 bietet einen vergleichenden Überblick über internationale evidenzbasierte Versorgungsstandards zur Behandlung der unipolaren Depression bei Erwachsenen. Das Dokument fasst Kernempfehlungen aus sieben internationalen Leitlinien zusammen.

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und verursachen eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität. Typische Symptome umfassen Freudlosigkeit, Antriebsmangel sowie körperliche Beschwerden, wobei das Suizidrisiko signifikant erhöht ist.

Die Klassifikation des Schweregrades (leicht, mittelgradig, schwer) erfolgt in den zugrundeliegenden Leitlinien primär nach den Kriterien des ICD-10 oder DSM-IV. Die Synopse deckt die gesamte Versorgungskette vom Screening über die Akuttherapie bis hin zur Rezidivprophylaxe ab.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitliniensynopse besteht insbesondere in den ersten Behandlungswochen mit Antidepressiva ein erhöhtes Risiko für Suizidalität, Agitation und Akathisie. Es wird ein engmaschiges Monitoring empfohlen, bei Patienten unter 30 Jahren oder mit erhöhtem Risiko idealerweise in wöchentlichen Abständen. Zudem wird betont, dass bei kardialen Vorerkrankungen Sertralin das Mittel der Wahl darstellt, während Trizyklika und Venlafaxin bei frischem Herzinfarkt vermieden werden sollten.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitliniensynopse werden SSRI aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und Wirksamkeit als Erstlinientherapie empfohlen. Sie sind den Trizyklika in der Wirksamkeit gleichwertig, führen aber seltener zu Therapieabbrüchen.

Es wird empfohlen, die medikamentöse Therapie nach Erreichen einer Remission für mindestens sechs Monate in unveränderter Dosis fortzusetzen. Bei Patienten mit wiederholten depressiven Episoden wird eine Therapiedauer von zwei Jahren angeraten.

Bei leichten bis mittelschweren Depressionen ist eine Wirksamkeit von Johanniskraut belegt. Die Leitlinien warnen jedoch vor dem Einsatz, da schwerwiegende Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten (wie Kontrazeptiva oder Antikoagulanzien) auftreten können.

Eine Kombination aus Antidepressiva und kognitiver Verhaltenstherapie wird bei schweren, chronischen oder therapieresistenten Depressionen empfohlen. Bei leichten Formen sollte primär auf Psychotherapie oder unterstützende Maßnahmen gesetzt werden.

Bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen, insbesondere nach einem kürzlichen Herzinfarkt, wird Sertralin als Mittel der Wahl empfohlen. Trizyklika und Venlafaxin sollten in diesen Fällen vermieden werden.

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Quelle: IQWiG GA09-01: Leitliniensynopse zum Thema "Depression" (IQWiG, 2009). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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