Toluidinblau: Schwere Kreislaufreaktionen und Risiken

Diese Leitlinie stammt aus 2008 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2008)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Toluidinblau (Toloniumchlorid) ist primär als Antidot bei Methämoglobinämie bekannt. Zudem ist es zur intraoperativen Färbung von Epithelkörperchen sowie zur Chromoendoskopie, Chromolaparoskopie und Fistelgangdarstellung zugelassen.

Laut einer Bekanntgabe der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) aus dem Jahr 2008 kommt es vermehrt zu einem Off-Label-Use. Der nierengängige Farbstoff wird intravenös verabreicht, um bei urologischen oder gynäkologischen Eingriffen den Harnabfluss darzustellen.

Dieser Off-Label-Use resultiert aus der mangelnden Verfügbarkeit anderer Farbstoffe wie Methylenblau oder Indigocarmin. Die AkdÄ berichtet in diesem Zusammenhang über schwerwiegende unerwünschte Arzneimittelwirkungen, die im Rahmen von operativen Eingriffen auftraten.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der intravenösen Off-Label-Gabe von Toluidinblau zur Chromozystoskopie ist mit plötzlichen, schweren Kreislaufreaktionen wie Kammerflimmern oder Asystolie zu rechnen. Es wird angeraten, die Applikation nur unter strengem anästhesiologischem Monitoring durchzuführen und auf sofortige Reanimationsmaßnahmen vorbereitet zu sein.

Häufig gestellte Fragen

Der Farbstoff wird häufig zur Darstellung der ableitenden Harnwege bei urologischen oder gynäkologischen Operationen genutzt. Dies geschieht laut AkdÄ, da Alternativen wie Methylenblau oder Indigocarmin oft nicht verfügbar sind.

Es wird über Blutdruckspitzen, schwere Bradykardien, Kammerflimmern und Asystolien berichtet. Diese treten meist innerhalb von Sekunden bis zu zehn Minuten nach der intravenösen Injektion auf.

Der genaue Pathomechanismus ist unklar. Die AkdÄ geht anhand der vorliegenden Informationen jedoch davon aus, dass es sich eher nicht um eine anaphylaktoide Reaktion handelt.

In den gemeldeten Fällen wurden Dosen zwischen 240 und 300 mg Toluidinblau intravenös verabreicht. Dies entspricht dem oberen Dosisbereich, der für die zugelassene Behandlung der Methämoglobinämie empfohlen wird.

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Quelle: AkdÄ Bekanntgabe: Schwerwiegende Kreislaufreaktionen nach intravenöser Gabe von Toluidinblau® zur Darstellung der ableitenden Harnwege (AkdÄ, 2008). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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