Systemische Hormone (ATC H): Arzneimittelinteraktionen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DDInter (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die DDInter 2.0 Datenbank bietet eine umfassende Übersicht über Arzneimittelwechselwirkungen. Der vorliegende Auszug fokussiert sich auf systemische Hormonpräparate der ATC-Klasse H.

Systemische Glukokortikoide, Hypophysenhormone und verwandte Wirkstoffe weisen ein hohes Potenzial für pharmakokinetische und pharmakodynamische Interaktionen auf. Eine genaue Kenntnis dieser Wechselwirkungen ist für die Arzneimitteltherapiesicherheit essenziell.

Die Quelle kategorisiert die Interaktionen in drei Schweregrade. Es wird zwischen schweren (Major), mittelschweren (Moderate) und leichten (Minor) Wechselwirkungen unterschieden.

Empfehlungen

Die DDInter 2.0 Datenbank listet spezifische Interaktionsprofile für verschiedene Hormonpräparate auf. Es werden zahlreiche Kombinationen beschrieben, die eine klinische Überwachung erfordern.

Glukokortikoide

Für systemische Glukokortikoide wie Dexamethason, Betamethason und Hydrocortison wird eine Vielzahl an schweren Wechselwirkungen beschrieben. Laut Quelle bestehen Major Interactions unter anderem mit Immunsuppressiva, bestimmten Antibiotika und Kardiologika.

Es wird auf schwere Interaktionen mit Wirkstoffen wie Adalimumab, Amiodaron und verschiedenen Fluorchinolonen (z.B. Ciprofloxacin) hingewiesen. Bei diesen Kombinationen ist von einer signifikanten Beeinflussung der Wirksamkeit oder Toxizität auszugehen.

Hypophysenhormone

Für Somatropin und Somatrem dokumentiert die Übersicht ebenfalls relevante Wechselwirkungen. Eine schwere Interaktion (Major) wird explizit für die Kombination mit Bexaroten und Lumateperon aufgeführt.

Zudem existieren hunderte mittelschwere Interaktionen (Moderate). Hierzu zählen laut Quelle Kombinationen mit Wirkstoffen wie Abemaciclib, Paclitaxel oder Fentanyl.

Übersicht ausgewählter Interaktionen

Die folgende Tabelle fasst beispielhafte schwere Wechselwirkungen (Major Interactions) gemäß der Datenbank zusammen:

HormonpräparatSchweregradBeispielhafte Interaktionspartner
DexamethasonMajorFentanyl, Amiodaron, Adalimumab, Ciprofloxacin
HydrocortisonMajorBaricitinib, Fingolimod, Moxifloxacin
SomatropinMajorBexaroten, Lumateperon
ElagolixMajorKetoconazol, Rifampicin, Clarithromycin

Kontraindikationen

Die Quelle formuliert Warnhinweise in Form von schweren Wechselwirkungen (Major Interactions). Bei Vorliegen einer solchen Interaktion ist von einer gleichzeitigen Anwendung in der Regel abzuraten oder diese streng zu überwachen.

Für Glukokortikoide (z.B. Dexamethason, Prednison) werden unter anderem folgende schwere Interaktionen gelistet:

  • Lebendimpfstoffe (z.B. Masern, Mumps, Röteln, Rotavirus)

  • Immunmodulatoren (z.B. Adalimumab, Etanercept, Fingolimod)

  • Bestimmte Antiinfektiva (z.B. Ciprofloxacin, Levofloxacin)

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut der DDInter 2.0 Datenbank weisen systemische Glukokortikoide ein immenses Interaktionspotenzial auf, das in der klinischen Routine oft unterschätzt wird. Es wird besonders auf die schweren Wechselwirkungen (Major Interactions) mit Lebendimpfstoffen und anderen Immunmodulatoren hingewiesen, die eine genaue Prüfung der Begleitmedikation vor jeder Verordnung erfordern.

Häufig gestellte Fragen

Laut Quelle bestehen schwere Wechselwirkungen (Major Interactions) unter anderem mit Fentanyl, Amiodaron, Adalimumab und verschiedenen Fluorchinolonen. Die Datenbank listet insgesamt über 100 schwere Interaktionen für Dexamethason auf.

Ja, die Übersicht dokumentiert über 400 Interaktionen für Somatropin. Als schwere Wechselwirkungen werden explizit Kombinationen mit Bexaroten und Lumateperon genannt.

Die Datenbank stuft die gleichzeitige Anwendung von Glukokortikoiden wie Dexamethason oder Hydrocortison mit Lebendimpfstoffen (z.B. Masern, Mumps, Röteln) als schwere Interaktion (Major) ein. Es wird auf ein signifikantes Risiko bei dieser Kombination hingewiesen.

Für Elagolix werden laut Quelle über 40 schwere Wechselwirkungen beschrieben. Dazu gehören Kombinationen mit Fentanyl, Ketoconazol, Rifampicin und verschiedenen Virostatika.

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Quelle: DDInter 2.0: Drug-Drug Interactions — ATC H (Systemic hormonal preparations) (DDInter, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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