StatPearls2026

Septischer Schock: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Zusammenfassung beschreibt den septischen Schock als die schwerste Komplikation der Sepsis mit einer hohen Mortalität. Er entsteht durch eine Dysregulation des Immunsystems, die zu mikrovaskulären Schäden und Kapillarlecks führt.

Gramnegative Bakterien sind laut Text die häufigste Ursache (62 %), gefolgt von grampositiven Infektionen (47 %). Zu den am häufigsten isolierten Erregern gehören Staphylococcus aureus, Pseudomonas und Escherichia coli.

Die Mortalität des septischen Schocks kann bis zu 50 % betragen. Eine frühzeitige Identifikation und zielgerichtete Therapie sind entscheidend für das Überleben.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen für das Management:

Diagnostik und Monitoring

Es wird die kontinuierliche kardiopulmonale Überwachung sowie eine gründliche Beurteilung der Endorganfunktion empfohlen. Vor der Antibiotikagabe wird die Abnahme von mindestens zwei Blutkultur-Sets angeraten.

Die Leitlinie definiert spezifische Laborparameter, die auf eine schwere Sepsis oder einen Schock hindeuten:

LaborparameterBefund bei schwerer Sepsis / Schock
Laktat> 2 mmol/L
Leukozyten> 12.000/mm³ oder < 4.000/mm³
Thrombozyten< 100.000/mL
Bilirubin (gesamt)> 4 mg/dL
Glukose> 120 mg/dL
PaO2:FiO2-Quotient< 300

Infektionskontrolle (Source Control)

Die Leitlinie empfiehlt die Gabe von Breitbandantibiotika innerhalb einer Stunde nach Diagnosestellung. Die empirische Therapie sollte alle wahrscheinlichen Erreger abdecken und eine ausreichende Gewebepenetration aufweisen.

Zudem wird die chirurgische Entfernung von infiziertem oder nekrotischem Gewebe empfohlen, falls dieses die Quelle der Sepsis darstellt.

Hämodynamisches Management

Für die frühe zielgerichtete Therapie (Early Goal-Directed Therapy) nennt die Leitlinie spezifische hämodynamische Zielwerte, die innerhalb der ersten sechs Stunden erreicht werden sollen:

ParameterZielwert
Mittlerer arterieller Druck (MAP)> 65 mmHg
Zentraler Venendruck (ZVD)8 - 12 mmHg
Zentralvenöse Sauerstoffsättigung (ScvO2)70 %
Gemischtvenöse Sauerstoffsättigung (SvO2)65 %

Bei persistierender Hypotension wird eine aggressive Volumentherapie empfohlen. Bei einem volumenrefraktären Schock wird der Einsatz von Vasopressoren beschrieben.

Norepinephrin wird beim warmen Schock und Epinephrin beim kalten Schock als Mittel der ersten Wahl genannt.

Erweiterte Therapie

Bei einem vasopressorenrefraktären Schock wird die zusätzliche Gabe von Vasopressin beschrieben. In diesem Stadium oder bei niedrigen basalen Cortisolspiegeln (< 150 µg/L) wird zudem der Einsatz von Kortikosteroiden empfohlen.

Eine frühe enterale Ernährung wird zur Protektion der Darmschleimhaut und zur Vermeidung einer bakteriellen Translokation empfohlen.

Dosierung

Die Leitlinie nennt folgende Dosierung für die initiale Volumentherapie:

TherapieDosierungIndikation
Kristalloide oder Kolloide60 - 80 ml/kgInitiale Volumentherapie bei persistierender Hypotension

Kontraindikationen

Von Dopamin als Erstlinien-Vasopressor wird abgeraten, da es eine hemmende Wirkung auf die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse hat.

Eine längere Nahrungskarenz sollte bei Sepsis aufgrund des hohen Metabolismus vermieden werden.

Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass die Art der verwendeten Infusionslösung (Kristalloide vs. Kolloide) für das Outcome weniger entscheidend ist als die Aufrechterhaltung eines adäquaten Perfusionsdrucks. Zudem wird darauf hingewiesen, dass zentralvenöse Katheter in den unteren Extremitäten keine genauen Daten für das Monitoring von zentralem Venendruck und gemischtvenöser Sauerstoffsättigung liefern.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird die Gabe von Breitbandantibiotika innerhalb der ersten Stunde nach Diagnosestellung empfohlen. Zuvor sollten idealerweise Blutkulturen abgenommen werden.

Bei einem volumenrefraktären Schock wird Norepinephrin für den warmen Schock und Epinephrin für den kalten Schock empfohlen. Von Dopamin als Mittel der ersten Wahl wird abgeraten.

Die Leitlinie beschreibt den Einsatz von Kortikosteroiden bei einem vasopressorenrefraktären Schock. Sie sind ebenfalls indiziert, wenn der basale Cortisolspiegel unter 150 µg/L liegt.

Es wird eine initiale Volumengabe von 60 bis 80 ml/kg Körpergewicht empfohlen. Hierfür können laut Text sowohl Kristalloide als auch Kolloide verwendet werden.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: StatPearls: Septic Shock (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.