Septische Peritonitis: StatPearls Zusammenfassung
Hintergrund
Die StatPearls-Zusammenfassung behandelt die septische Peritonitis, eine lebensbedrohliche systemische Entzündungsreaktion. Diese entsteht, wenn die sterile Bauchhöhle durch pathogene Mikroorganismen infiziert wird.
Häufigste Ursachen sind Perforationen des Gastrointestinaltrakts, Traumata, chirurgische Eingriffe oder infizierte Dialysekatheter. Zudem kann eine spontan-bakterielle Peritonitis bei Personen mit Aszites auftreten, beispielsweise infolge von Leberzirrhose, Herzinsuffizienz oder nephrotischem Syndrom.
Die pathophysiologische Kaskade wird meist durch gramnegative Bakterien oder Anaerobier ausgelöst. Die Freisetzung von Endotoxinen führt zu einer überschießenden Entzündungsreaktion, die in eine schwere Sepsis oder einen septischen Schock münden kann.
Empfehlungen
Diagnostik
Die Leitlinie empfiehlt eine umfassende Anamnese mit Fokus auf vorangegangene Operationen, chronisch-entzündliche Erkrankungen und Immunsuppression.
Bei der körperlichen Untersuchung wird auf Fieber, diffuse Abdominalschmerzen und eine Abwehrspannung geachtet. Es wird darauf hingewiesen, dass etwa 30 % der Personen mit einer spontan-bakteriellen Peritonitis asymptomatisch sind.
Zur laborchemischen Evaluation werden ein Blutbild zur Erkennung einer Leukozytose, Nieren- und Leberwerte sowie Blutkulturen empfohlen.
Aszites-Analyse
Laut Leitlinie ist die Analyse der Peritonealflüssigkeit entscheidend für die Diagnose einer spontan-bakteriellen Peritonitis.
Ein Neutrophilen-Wert von über 250 Zellen/Mikroliter gilt als sensitivster Indikator für eine Infektion.
Zusätzlich wird die Bestimmung von Glukose, Protein, Laktatdehydrogenase (LDH), Zellzahl, Gram-Färbung sowie aeroben und anaeroben Kulturen empfohlen.
Zur Differenzierung der Aszites-Ursache wird der Serum-Aszites-Albumin-Gradient (SAAG) herangezogen:
| SAAG-Wert | Flüssigkeitstyp | Assoziierte Ursachen |
|---|---|---|
| > 1,1 g/dL | Transudat | Erhöhter hydrostatischer Druck (z. B. portale Hypertension, Herzinsuffizienz, Budd-Chiari-Syndrom) |
| < 1,1 g/dL | Exsudat | Infektionen (z. B. spontan-bakterielle Peritonitis), Neoplasien, nephrotisches Syndrom, Pankreatitis |
Therapie und Management
Die primäre Behandlungsstrategie umfasst die Identifikation und Eradikation des Erregers.
Die Leitlinie empfiehlt folgende Interventionen:
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Frühzeitige Verabreichung von Breitbandantibiotika mit anschließender gezielter Anpassung an das Antibiogramm
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Chirurgische oder interventionelle Maßnahmen wie ultraschall- oder CT-gesteuerte Abszessdrainagen
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Einleitung von Sepsis-Protokollen zur Überwachung von Gewebeperfusion (mittlerer arterieller Druck) und Laktatwerten
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Supportive Maßnahmen wie Beatmung oder die Gabe von Vasopressoren bei Bedarf
💡Praxis-Tipp
Laut Leitlinie präsentieren sich etwa 30 % der Personen mit einer spontan-bakteriellen Peritonitis initial völlig asymptomatisch. Es wird hervorgehoben, dass bei der Aszites-Analyse ein Neutrophilen-Wert von über 250 Zellen/Mikroliter der sensitivste Indikator für das Vorliegen einer Infektion ist.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie sind bei Perforationen meist gramnegative Bakterien wie Escherichia coli und Klebsiella pneumoniae sowie Anaerobier verantwortlich. Bei den grampositiven Erregern dominieren Staphylococcus aureus und Streptococcus pneumoniae.
Die Leitlinie definiert einen Neutrophilen-Wert von mehr als 250 Zellen pro Mikroliter in der Peritonealflüssigkeit als den sensitivsten Indikator für eine spontan-bakterielle Peritonitis.
Ein Serum-Aszites-Albumin-Gradient (SAAG) von über 1,1 g/dL weist auf ein Transudat durch erhöhten hydrostatischen Druck hin. Ein Wert unter 1,1 g/dL spricht laut Quelle für ein Exsudat, welches bei Infektionen oder Entzündungen auftritt.
Es wird empfohlen, Parameter der Endorganperfusion wie den mittleren arteriellen Druck (MAP) und die Laktatwerte engmaschig zu kontrollieren. Zudem wird auf Anzeichen von Endorganschäden wie Enzephalopathie oder Nierenfunktionsstörungen geachtet.
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Quelle: StatPearls: Septic Peritonitis (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.