StatPearls2026

Risikofaktoren der KHK: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist weltweit eine der führenden Todesursachen und verursacht eine erhebliche Krankheitslast. Die StatPearls-Zusammenfassung betont, dass die Erkrankung durch frühzeitiges Screening und die Modifikation von Risikofaktoren weitgehend vermeidbar ist.

Es wird grundlegend zwischen nicht-modifizierbaren und modifizierbaren Risikofaktoren unterschieden. Zu den nicht-modifizierbaren Faktoren zählen das Alter, das männliche Geschlecht, bestimmte Ethnien sowie eine positive Familienanamnese für vorzeitige kardiale Ereignisse.

Modifizierbare Faktoren wie arterielle Hypertonie, Hyperlipidämie, Diabetes mellitus und Rauchen tragen maßgeblich zur Entstehung der KHK bei. Die Leitlinie hebt hervor, dass eine optimale medikamentöse und lebensstilbezogene Kontrolle dieser Faktoren die Inzidenz von kardiovaskulären Ereignissen substanziell senkt.

Zusätzlich rücken zunehmend neuartige Risikofaktoren in den Fokus der Prävention. Dazu gehören chronisch entzündliche Erkrankungen, die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) sowie der sozioökonomische Status.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen zur Identifikation und zum Management von KHK-Risikofaktoren:

Screening und Basisdiagnostik

Laut Leitlinie wird ein universelles Screening auf arterielle Hypertonie für alle Personen ab 18 Jahren empfohlen (Empfehlungsgrad A). Der Body-Mass-Index (BMI) sollte bei jedem klinischen Kontakt erfasst werden.

Für die Primärprävention wird eine Evaluation des Statin-Bedarfs bei Personen zwischen 40 und 75 Jahren empfohlen. Ein Screening auf abnormale Glukosewerte ist laut Leitlinie für übergewichtige oder adipöse Personen im Alter von 40 bis 70 Jahren indiziert.

Erweiterte Risikostratifizierung

Zur genaueren Risikoeinschätzung bei Personen mit intermediärem kardiovaskulärem Risiko (7,5 % bis < 20 % 10-Jahres-Risiko) wird die Bestimmung des Coronary Artery Calcium (CAC) Scores mittels CT empfohlen. Die Leitlinie ordnet die therapeutischen Konsequenzen wie folgt ein:

CAC-ScoreKlinische Konsequenz laut Leitlinie
0Keine Statintherapie (außer bei Rauchen, Diabetes oder familiärer Vorbelastung)
1 - 99Statintherapie wird bei Personen ab 55 Jahren favorisiert
≥ 100 (oder ≥ 75. Perzentile)Statintherapie wird generell favorisiert

Von der routinemäßigen Messung der Intima-Media-Dicke der Arteria carotis (CIMT) zur Risikostratifizierung wird in den aktuellen Updates abgeraten.

Lebensstilinterventionen

Die Leitlinie betont die Wichtigkeit von Lebensstiländerungen und empfiehlt folgende Maßnahmen:

  • Ernährung: Bevorzugung der DASH- oder Mittelmeerdiät. Gesättigte Fettsäuren sollen durch mehrfach und einfach ungesättigte Fettsäuren ersetzt werden.

  • Bewegung: Etwa 150 Minuten moderate aerobe Aktivität pro Woche sowie die Integration von Krafttraining.

  • Raucherentwöhnung: Screening auf Tabakkonsum bei jedem Kontakt, kombiniert mit verhaltenstherapeutischen und pharmakologischen Interventionen (z. B. Nikotinersatztherapie, Vareniclin, Bupropion).

  • Gewichtsmanagement: Überweisung von adipösen Personen an multimodale verhaltenstherapeutische Programme.

Pharmakologische Primärprävention

Die medikamentöse Blutdrucksenkung auf einen Zielwert von 130 mmHg systolisch reduziert laut Leitlinie die KHK-Inzidenz signifikant.

Der Einsatz von Aspirin zur Primärprävention wird nur noch für eine sehr spezifische Gruppe empfohlen. Es kommt primär für Personen zwischen 50 und 59 Jahren mit einem 10-Jahres-Risiko von über 10 Prozent in Betracht, sofern keine Risikofaktoren für Blutungen vorliegen.

Kontraindikationen

Die Leitlinie warnt vor dem unkritischen Einsatz von Aspirin in der Primärprävention aufgrund eines ungünstigen Nutzen-Risiko-Verhältnisses. Es wird auf ein signifikant erhöhtes Blutungsrisiko hingewiesen, weshalb der Einsatz bei Personen über 60 Jahren laut Leitlinie mit besonderer Vorsicht abzuwägen ist.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie weist darauf hin, dass sich eine koronare Herzkrankheit bei Frauen häufiger als nicht-obstruktive KHK oder koronare mikrovaskuläre Dysfunktion manifestiert. Es wird betont, dass diese atypischen Präsentationen oft zu einer verzögerten Diagnosestellung führen. Daher ist bei weiblichen Personen mit kardialen Symptomen eine erhöhte klinische Wachsamkeit geboten, auch wenn klassische obstruktive Läsionen in der Bildgebung fehlen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie hebt den Coronary Artery Calcium (CAC) Score als etabliertes nicht-invasives Screening-Tool für Personen mit intermediärem Risiko hervor. Von der routinemäßigen Bestimmung der Intima-Media-Dicke (CIMT) wird hingegen explizit abgeraten.

Es wird empfohlen, bei Personen zwischen 40 und 75 Jahren eine Evaluation für den Einsatz von Statinen zur Primärprävention durchzuführen. Für Kinder und Jugendliche ist die Evidenz für ein routinemäßiges Lipid-Screening laut Leitlinie derzeit unzureichend.

Der Einsatz von Aspirin zur Primärprävention wird aufgrund des Blutungsrisikos nur noch für eine sehr selektierte Gruppe empfohlen. Laut Leitlinie kommt es primär für Personen zwischen 50 und 59 Jahren mit einem 10-Jahres-Risiko von über 10 Prozent und ohne erhöhtes Blutungsrisiko in Betracht.

Die Leitlinie identifiziert chronisch entzündliche Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis, systemischen Lupus erythematodes und chronisch entzündliche Darmerkrankungen als signifikante Risikofaktoren. Zudem wird die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) mit einem mehr als doppelt so hohen KHK-Risiko assoziiert.

Es wird eine moderate aerobe körperliche Aktivität von etwa 150 Minuten pro Woche empfohlen. Die Leitlinie betont, dass bereits jede geringe Menge an körperlicher Aktivität das KHK-Risiko senkt, wobei die aktivsten Personen eine Risikoreduktion von bis zu 40 Prozent aufweisen.

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Quelle: StatPearls: Risk Factors for Coronary Artery Disease (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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