StatPearls2026

Phrenikusparese & Verletzung: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Nervus phrenicus ist der primäre motorische Nerv des Zwerchfells und essenziell für die Atmung. Eine Verletzung dieses Nervs kann zu einer Zwerchfellparese oder einer eingeschränkten Zwerchfelldysfunktion führen.

Die Ursachen sind vielfältig und umfassen iatrogene Verletzungen (besonders bei Herz- und Thoraxchirurgie), Traumata, metabolische Erkrankungen wie Diabetes sowie infektiöse, neurologische oder immunologische Auslöser. Bei einer bilateralen Parese liegen häufig Motoneuronerkrankungen wie die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) oder ein Post-Polio-Syndrom zugrunde.

Da die Symptome oft unspezifisch sind, wird die Diagnose im klinischen Alltag leicht übersehen. Eine frühzeitige Erkennung ist jedoch entscheidend, um Komplikationen wie eine verlängerte Beatmungsdauer oder ein Weaning-Versagen zu vermeiden.

Empfehlungen

Die StatPearls-Zusammenfassung formuliert folgende Kernaspekte zur Diagnostik und Therapie der Phrenikusparese:

Klinische Evaluation

Laut Text wird bei unspezifischen Symptomen wie unerklärlicher Atemnot, rezidivierenden Pneumonien, Orthopnoe oder Entwöhnungsschwierigkeiten von der Beatmung ein hoher Verdacht auf eine Phrenikusverletzung empfohlen.

Bei der körperlichen Untersuchung sollte auf verminderte Atemgeräusche, Klopfschalldämpfung und eine paradoxe Einwärtsbewegung des Epigastriums während der Einatmung geachtet werden.

Apparative Diagnostik

Die Quelle hebt den Ultraschall als ideales diagnostisches Mittel hervor, da er nicht-invasiv ist und direkt am Krankenbett durchgeführt werden kann. Die Untersuchung sollte zwingend in Rückenlage erfolgen, um kompensatorische Bewegungen der Bauchwand zu minimieren.

Als diagnostische Kriterien für eine Zwerchfellparese gelten eine paradoxe Bewegung oder eine signifikant verminderte Zwerchfellexkursion.

Ultraschall-Messwerte

Zur Beurteilung einer Zwerchfellatrophie wird die Messung der Zwerchfelldicke in der Appositionszone (zwischen der 7. und 9. Rippe) empfohlen. Die Verdickungsfraktion (Thickening Fraction) kann zudem als Prädiktor für ein erfolgreiches Weaning von der Beatmung genutzt werden.

ZustandZwerchfelldicke (am Ende der Exspiration)
Gesunde Probanden0,22 - 0,28 cm
Zwerchfellatrophie (Grenzwert)< 0,20 cm
Gelähmtes Zwerchfell0,13 - 0,19 cm

Therapie und Management

Asymptomatische Patienten mit unilateraler Parese benötigen in der Regel keine spezifische Therapie. Es wird primär die Behandlung der zugrunde liegenden Ursache empfohlen.

Bei persistierenden Symptomen oder bilateraler Parese werden folgende chirurgische Optionen genannt:

  • Zwerchfellplikatur: Bevorzugt bei unilateraler Parese bei nicht morbid adipösen Patienten, um das Weaning von der mechanischen Beatmung zu ermöglichen.

  • Phrenikusstimulation: Indiziert bei intaktem Nervus phrenicus ohne Myopathie, beispielsweise bei bilateraler Parese infolge von Halswirbelsäulenverletzungen.

Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Einseitige Zwerchfellparesen sind in Ruhe oft asymptomatisch und fallen häufig nur als Zufallsbefund im Röntgen-Thorax auf. Die Ultraschalluntersuchung des Zwerchfells sollte zwingend in Rückenlage durchgeführt werden, da eine aufrechte Position kompensatorische Ausatmungsbewegungen der vorderen Bauchwand ermöglicht, welche eine Parese maskieren können.

Häufig gestellte Fragen

Die Symptome sind oft unspezifisch und umfassen unerklärliche Atemnot (besonders bei Belastung oder im Liegen), rezidivierende Pneumonien, morgendliche Kopfschmerzen und Schwierigkeiten bei der Beatmungsentwöhnung. Bei einer beidseitigen Parese tritt Atemnot laut StatPearls-Text immer auf.

Die Untersuchung erfolgt in Rückenlage. Das linke Hemidiaphragma wird am besten durch das Milzfenster beurteilt, während das rechte Hemidiaphragma durch das Leberfenster dargestellt wird.

Eine Plikatur wird erwogen, wenn nach Behandlung der Grundursache weiterhin Symptome bestehen. Sie wird laut Text bevorzugt bei unilateraler Parese und bei Patienten ohne morbide Adipositas eingesetzt, um die Entwöhnung von der Beatmung zu erleichtern.

Eine Phrenikusstimulation ist möglich, setzt jedoch einen intakten Nervus phrenicus und das Fehlen einer Myopathie voraus. Sie kommt beispielsweise bei Patienten mit beidseitiger Parese nach Halswirbelsäulenverletzungen zum Einsatz.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: StatPearls: Phrenic Nerve Injury (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien