StatPearls2026

Zwerchfellerkrankungen: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Zwerchfell ist der primäre Atemmuskel und trennt die Brust- von der Bauchhöhle. Eine Zwerchfellparese entsteht durch direkte Muskelschwäche oder eine Schädigung des Nervus phrenicus.

Die Ursachen für Zwerchfellerkrankungen sind vielfältig und umfassen nichttraumatische Auslöser wie angeborene Hernien, Infektionen oder Endometriose. Traumatische Verletzungen durch stumpfe oder penetrierende Gewalteinwirkung sind mit einer hohen Morbidität verbunden und werden initial oft übersehen.

Weitere Ätiologien beinhalten Kompressionen durch Tumore, neuropathische Erkrankungen sowie entzündliche Prozesse. In etwa 20 Prozent der Fälle bleibt die Ursache der Zwerchfelldysfunktion idiopathisch.

Empfehlungen

Die StatPearls-Leitlinie beschreibt folgendes Vorgehen bei der Diagnostik und Therapie von Zwerchfellerkrankungen:

Bildgebende Diagnostik

Röntgenaufnahmen des Thorax werden als primäres Diagnostikum beschrieben, da sie bis zu 90 Prozent der unilateralen Paresen durch einen Zwerchfellhochstand aufdecken können.

Eine Durchleuchtung (Fluoroskopie) wird bei allen Patienten mit Verdacht auf eine Zwerchfellschwäche empfohlen. Hierdurch lassen sich funktionelle Einschränkungen oder paradoxe Bewegungen während der Atmung beurteilen.

Zusätzlich wird eine Computertomographie (CT) des Thorax angeraten. Diese dient laut Leitlinie dem Ausschluss thorakaler Ursachen wie Raumforderungen.

Lungenfunktionsdiagnostik

Die Leitlinie empfiehlt Lungenfunktionstests zur Quantifizierung der Schwäche. Bei Messungen in Rückenlage fällt die forcierte Vitalkapazität (FVC) typischerweise weiter ab.

Parese-TypFVC-Abfall (sitzend)Zusätzlicher FVC-Abfall (Rückenlage)
Unilateralca. 50 %15 - 20 %
Bilateralbis zu 75 %20 - 30 %

Therapeutisches Management

Bei persistierender Zwerchfellparese nennt die Leitlinie drei primäre Behandlungsansätze:

  • Nicht-invasive Überdruckbeatmung (NIV), die typischerweise nachts begonnen wird, um paradoxe Zwerchfellbewegungen zu verhindern.

  • Chirurgische Raffung (Plikatur) des gelähmten Zwerchfells zur Symptomlinderung und Verbesserung der Lungenfunktion.

  • Zwerchfell-Pacing durch elektrische Stimulation des Nervus phrenicus bei unilateralen Paresen.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie weist darauf hin, dass eine bilaterale Zwerchfellparese im Standard-Röntgen-Thorax leicht übersehen werden kann, da beide Hemidiaphragmen symmetrisch erhöht sind. Es wird betont, bei Verdacht auf eine funktionelle Schwäche stets eine dynamische Untersuchung wie die Fluoroskopie (Sniff-Test) oder einen Ultraschall durchzuführen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie zeigt sich eine unilaterale Parese meist durch einen Zwerchfellhochstand der betroffenen Seite. Bei einer rechtsseitigen Parese beträgt der Abstand zwischen rechtem und linkem Zwerchfell typischerweise mehr als zwei Interkostalräume.

Es wird eine Spirometrie in sitzender und liegender Position empfohlen. Die Leitlinie beschreibt, dass die forcierte Vitalkapazität in Rückenlage bei einer Zwerchfellschwäche signifikant weiter abfällt.

Das Zwerchfell-Pacing wird in der Leitlinie als Therapieoption bei einer unilateralen Parese des Nervus phrenicus beschrieben. Dabei wird der Nerv elektrisch stimuliert, um eine mechanische Kontraktion des Zwerchfells zu erzeugen.

Das Abdominal Paradox wird als klassisches klinisches Zeichen einer Zwerchfellparese beschrieben. Es äußert sich durch eine paradoxe Einwärtsbewegung des Bauches während der Einatmung.

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Quelle: StatPearls: Diaphragm Disorders (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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