StatPearls2026

Optische Kohärenztomografie (OCT): StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die optische Kohärenztomografie (OCT) ist ein nicht-invasives bildgebendes Verfahren, das sichtbare und infrarote elektromagnetische Wellen nutzt. Es liefert detaillierte Querschnittsbilder von okulären Geweben in Echtzeit.

Laut der StatPearls-Zusammenfassung hat sich die Technologie seit ihrer Einführung stark weiterentwickelt. Moderne Verfahren bieten deutlich verbesserte Bildauflösungen und kürzere Erfassungszeiten.

Die OCT wird standardmäßig zur Diagnose und Überwachung zahlreicher ophthalmologischer Erkrankungen eingesetzt. Dazu gehören insbesondere Makulaerkrankungen und Glaukom, aber auch Pathologien des vorderen Augenabschnitts.

Empfehlungen

Die Leitlinie beschreibt verschiedene Anwendungsbereiche und technische Spezifikationen der OCT.

Indikationen und Einsatzgebiete

Eine OCT-Untersuchung ist bei Patienten mit unerklärtem Sehverlust indiziert. Sie ersetzt jedoch nicht die ausführliche Anamnese und Ophthalmoskopie.

Die Leitlinie nennt folgende primäre Einsatzgebiete:

  • Makulaerkrankungen (z. B. diabetisches Makulaödem, altersbedingte Makuladegeneration, Makulaforamen)

  • Erkrankungen des Sehnervs (z. B. Optikusneuritis, Glaukom)

  • Pathologien des vorderen Augenabschnitts (z. B. Engwinkelglaukom, Hornhautdystrophien)

OCT-Technologien im Vergleich

Es wird zwischen verschiedenen Generationen und Spezialverfahren der OCT unterschieden. Die Wahl des Verfahrens richtet sich nach der klinischen Fragestellung.

TechnologieEigenschaftenKlinische Anwendung
Time-Domain (TD-OCT)Erste Generation, langsame Erfassung, geringere AuflösungWeitgehend durch neuere Verfahren ersetzt
Spectral-Domain (SD-OCT)Hohe Geschwindigkeit, hohe Auflösung, 3D-BildgebungStandard für Makulaerkrankungen und Glaukom
Swept-Source (SS-OCT)Längere Wellenlänge, tiefere PenetrationDarstellung von Aderhaut und hinteren Segmenten
OCT-Angiografie (OCTA)3D-Darstellung von Blutgefäßen ohne KontrastmittelDiabetische Retinopathie, feuchte AMD

Normwerte der Netzhautschichten

Die genauen Messwerte variieren je nach Hersteller und Kalibrierung des Geräts. Laut Leitlinie gelten folgende typische Normbereiche:

Anatomische StrukturTypischer Normbereich
Zentrale Makuladicke200 bis 250 µm
Retinale Nervenfaserschicht (RNFL)90 bis 110 µm
Ganglienzellschicht (GCL)70 bis 90 µm
Innere plexiforme Schicht (IPL)50 bis 70 µm
Aderhautdicke200 bis 400 µm

Vorbereitung und Durchführung

Eine routinemäßige pharmakologische Pupillenerweiterung ist vor der Untersuchung nicht zwingend erforderlich. Bei engen Pupillen kann eine Mydriasis jedoch die Bildqualität verbessern.

Es wird empfohlen, die Aderhautdicke vor einer eventuellen Pupillenerweiterung zu messen. Eine Mydriasis kann die Aderhautdicke vorübergehend erhöhen und die Messergebnisse verfälschen.

Kontraindikationen

Es gibt keine absoluten Kontraindikationen für die Durchführung einer OCT.

Da das Verfahren Lichtwellen nutzt, die durch die Pupille dringen und von der Netzhaut reflektiert werden, können Medientrübungen die Bildqualität stark beeinträchtigen.

Bei folgenden Bedingungen ist der diagnostische Nutzen der OCT eingeschränkt:

  • Angeborene oder erworbene Hornhauttrübungen

  • Schwere Katarakte

  • Glaskörperblutungen

Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Bei der Interpretation von OCT-Bildern ist stets auf mögliche Artefakte zu achten, da diese zu fehlerhaften Messungen der Netzhautschichten führen können. Die häufigsten Fehlerquellen sind Segmentierungsfehler (besonders bei vitreomakulärer Traktion oder feuchter AMD) sowie Schattenartefakte, die oft durch Katarakte verursacht werden. Eine korrekte Positionierung und Fixation des Patienten während der Aufnahme minimiert bewegungsbedingte Artefakte.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls ist eine routinemäßige pharmakologische Pupillenerweiterung nicht zwingend erforderlich. Bei Patienten mit sehr kleinen Pupillen kann sie jedoch eingesetzt werden, um die Bildqualität zu verbessern.

Die zentrale Makuladicke liegt typischerweise zwischen 200 und 250 µm. Die genauen Normwerte können jedoch je nach verwendetem OCT-Gerät und Hersteller leicht variieren.

Die OCTA ermöglicht eine dreidimensionale Darstellung der retinalen und choroidalen Blutgefäße ohne die systemische Gabe von Kontrastmitteln. Sie wird häufig bei diabetischer Retinopathie und altersbedingter Makuladegeneration eingesetzt.

Das SS-OCT nutzt eine längere Wellenlänge und ermöglicht dadurch eine tiefere Gewebepenetration. Es eignet sich besonders gut zur Darstellung der Aderhaut und zur präoperativen Biometrie bei dichten Katarakten.

Eine schwere Katarakt stellt eine relative Einschränkung dar, da die Linsentrübung das Licht streut und Schattenartefakte erzeugt. Bei dichten Katarakten liefern Verfahren wie das SS-OCT oft noch die besten Ergebnisse.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: StatPearls: Optical Coherence Tomography (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien