StatPearls2026

Diabetische Retinopathie: StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Leitlinie behandelt die diabetische Retinopathie, die häufigste mikrovaskuläre Komplikation des Diabetes mellitus. Sie stellt in der westlichen Bevölkerung die Hauptursache für Erblindungen bei Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter dar.

Chronische Hyperglykämie führt zu oxidativem Stress und endothelialer Dysfunktion. Dies resultiert in einer erhöhten Gefäßpermeabilität, der Bildung von Mikroaneurysmen und retinaler Ischämie, was im weiteren Verlauf eine Neovaskularisation auslösen kann.

Zu den wichtigsten modifizierbaren Risikofaktoren zählen eine schlechte Blutzuckereinstellung, arterielle Hypertonie, Dyslipidämie und Nephropathie. Eine strikte glykämische Kontrolle ist entscheidend, um das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten.

Empfehlungen

Screening und Basisdiagnostik

Laut Leitlinie wird ein regelmäßiges Screening auf diabetische Retinopathie empfohlen. Bei Typ-1-Diabetikern sollte dieses jährlich ab fünf Jahren nach Diagnosestellung erfolgen, bei Typ-2-Diabetikern direkt bei Diagnosestellung und danach jährlich.

Für die ophthalmologische Basisdiagnostik werden folgende Untersuchungen empfohlen:

  • Bestimmung der Sehschärfe und des Augeninnendrucks

  • Gonioskopie zum Ausschluss einer Neovaskularisation der Iris oder des Kammerwinkels

  • Spaltlampenuntersuchung

  • Erweiterte Fundusuntersuchung mit indirekter Ophthalmoskopie

Zur weiterführenden Diagnostik wird die optische Kohärenztomografie (OCT) zur Beurteilung von Makulaödemen empfohlen. Die Fluoreszenzangiografie (FFA) dient der Darstellung von Ischämiearealen und der Differenzierung von Neovaskularisationen.

Stadieneinteilung und Follow-up

Die Leitlinie klassifiziert die Erkrankung nach den ETDRS-Kriterien und empfiehlt entsprechende Kontrollintervalle:

StadiumKlinische MerkmaleEmpfohlenes Follow-up
Sehr milde NPDRNur MikroaneurysmenJährlich
Milde bis moderate NPDRMikroaneurysmen, retinale Blutungen, harte Exsudate, Cotton-Wool-HerdeAlle 6 bis 12 Monate
Schwere NPDRErfüllt eine der 4-2-1-Regeln (Blutungen, Venenbeading, IRMA)Alle 2 bis 4 Monate
Sehr schwere NPDRErfüllt zwei oder mehr der 4-2-1-RegelnAlle 2 bis 4 Monate
PDRNeovaskularisationen, GlaskörperblutungTherapieindikation

Therapie des diabetischen Makulaödems (DME)

Bei einem zentrumsnahen diabetischen Makulaödem empfiehlt die Leitlinie intravitreale Anti-VEGF-Injektionen als Therapie der ersten Wahl.

Bei einem nicht-zentrumsnahen Makulaödem wird die fokale oder Grid-Laserkoagulation als Standardbehandlung angesehen.

Bei refraktären Verläufen können laut Leitlinie intravitreale Steroidimplantate (z. B. Dexamethason oder Fluocinolonacetonid) erwogen werden. Diese sind jedoch mit einem höheren Risiko für Glaukom und Katarakt verbunden.

Therapie der proliferativen diabetischen Retinopathie (PDR)

Die panretinale Laserkoagulation (PRP) gilt als Standardtherapie bei Hochrisiko-PDR. Alternativ kann eine Anti-VEGF-Therapie eingesetzt werden, da diese in Studien eine Nicht-Unterlegenheit gegenüber der PRP zeigte.

Bei fortgeschrittenen Komplikationen wie nicht resorbierbaren Glaskörperblutungen oder traktiven Netzhautablösungen wird eine Pars-plana-Vitrektomie empfohlen.

Dosierung

Die Leitlinie nennt folgende Dosierungen für intravitreale Injektionen zur Behandlung des diabetischen Makulaödems und der diabetischen Retinopathie:

WirkstoffDosierungIndikation
Bevacizumab1,25 mg / 0,05 mlDiabetisches Makulaödem (Off-Label)
Ranibizumab0,3 mg oder 0,5 mg / 0,05 mlDiabetisches Makulaödem / Diabetische Retinopathie
Aflibercept2,0 mg / 0,05 mlDiabetisches Makulaödem / Diabetische Retinopathie
Brolucizumab6,0 mg / 0,05 mlDiabetisches Makulaödem (Off-Label laut Quelltext)

Kontraindikationen

Die Leitlinie warnt davor, intravitreale Injektionen bei Patienten mit traktiver Netzhautablösung einzusetzen, da sich die Traktion auf die Makula verschlechtern kann.

Zudem wird darauf hingewiesen, dass Laserherde nicht im Bereich von Traktionen appliziert werden sollten, um eine weitere Exazerbation zu vermeiden.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass die Behandlung der diabetischen Retinopathie nicht isoliert durch den Augenarzt erfolgen sollte. Es wird eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Endokrinologen, Nephrologen und Hausärzten empfohlen, da eine strikte systemische Kontrolle von Blutzucker und Begleiterkrankungen essenziell für den langfristigen Therapieerfolg ist.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird bei Typ-1-Diabetikern ein jährliches Screening ab fünf Jahren nach der Diagnose empfohlen. Bei Patienten mit Typ-2-Diabetes sollte die erste Fundusuntersuchung direkt bei Diagnosestellung erfolgen und danach jährlich wiederholt werden.

Die 4-2-1-Regel definiert die schwere nicht-proliferative diabetische Retinopathie (NPDR). Sie ist erfüllt bei schweren Blutungen in allen vier Quadranten, venösen Kaliberschwankungen in mindestens zwei Quadranten oder intraretinalen mikrovaskulären Anomalien (IRMA) in mindestens einem Quadranten.

Die Leitlinie empfiehlt intravitreale Anti-VEGF-Injektionen als Erstlinientherapie bei zentrumsnahem Makulaödem. Wirkstoffe wie Aflibercept, Ranibizumab oder Bevacizumab zeigen hierbei gute visuelle Ergebnisse.

Eine Pars-plana-Vitrektomie wird gemäß Leitlinie bei nicht resorbierbaren Glaskörperblutungen oder traktiven Netzhautablösungen unter Einbeziehung der Makula empfohlen. Auch bei einer Kombination aus traktiver und rhegmatogener Netzhautablösung ist ein chirurgisches Eingreifen indiziert.

Die Leitlinie empfiehlt eine strikte metabolische Kontrolle des Diabetes. Der HbA1c-Wert sollte dabei unter 7 % gehalten werden, um das Fortschreiten der Retinopathie zu verlangsamen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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