StatPearls2026

Linksherzinsuffizienz: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Leitlinie beschreibt die Linksherzinsuffizienz als eine Dysfunktion des linken Ventrikels, die zu einer unzureichenden Blutversorgung der Organe führt. Die Erkrankung wird anhand der Ejektionsfraktion (EF) in drei Hauptgruppen unterteilt: Herzinsuffizienz mit erhaltener (HFpEF, EF > 50 %), reduzierter (HFrEF, EF < 40 %) oder leicht reduzierter Pumpfunktion (HFmrEF, EF 41–49 %).

Als häufigste Ursachen werden die koronare Herzkrankheit und die arterielle Hypertonie genannt. Während eine Hypertonie häufig über eine linksventrikuläre Hypertrophie zu einer HFpEF führt, begünstigt die koronare Herzkrankheit primär die Entstehung einer HFrEF.

Die Prävalenz der Herzinsuffizienz steigt mit dem Alter deutlich an. Laut Leitlinie ist die HFpEF bei Frauen und älteren Personen häufiger anzutreffen, während die HFrEF etwa die Hälfte aller Herzinsuffizienz-Fälle ausmacht.

Empfehlungen

Diagnostik

Die Diagnose der Herzinsuffizienz wird primär klinisch gestellt. Bei Verdacht auf eine akute Herzinsuffizienz wird die Bestimmung von BNP oder NT-proBNP empfohlen, um kardiale von anderen Ursachen der Atemnot abzugrenzen.

Zur weiteren Abklärung empfiehlt die Leitlinie folgende apparative Untersuchungen:

  • Echokardiografie zur Differenzierung zwischen HFrEF und HFpEF sowie zur Beurteilung von Klappen und Wandbewegungsstörungen

  • Elektrokardiografie (EKG) zur Erkennung von Ischämien, Hypertrophien oder Arrhythmien

  • Koronarangiografie bei pektanginösen Beschwerden oder sich verschlechternder Herzinsuffizienz

Stadieneinteilung

Die Leitlinie nutzt die ACC/AHA-Stadien zur Klassifikation des Krankheitsverlaufs sowie die NYHA-Klassen zur Einteilung der Symptomatik.

NYHA-KlasseSymptomatikEinschränkung der Alltagsaktivität
Klasse IKeine SymptomeKeine Einschränkung
Klasse IISymptome bei mäßiger BelastungLeichte Einschränkung
Klasse IIISymptome bei geringer BelastungDeutliche Einschränkung
Klasse IVSymptome in RuheSchwere Einschränkung

Therapie der HFrEF

Für Personen mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF) wird eine Kombinationstherapie als Basis empfohlen.

Die medikamentöse Stufentherapie umfasst laut Leitlinie:

  • Basistherapie: ACE-Hemmer oder Angiotensin-Rezeptor-Blocker (ARB) in Kombination mit einem Betablocker (Carvedilol, Metoprolol oder Bisoprolol)

  • Eskalation: Wechsel auf einen Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitor (ARNI), falls unter maximaler ACE/ARB-Dosis weiterhin Symptome bestehen

  • Zusätzliche Optionen: Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten (MRA), Hydralazin mit Nitraten (besonders bei afroamerikanischen Personen) oder Ivabradin

Therapie der HFpEF

Bei der Herzinsuffizienz mit erhaltener Pumpfunktion fokussiert sich die Behandlung auf die zugrunde liegenden Ursachen.

Es wird eine strikte Blutdruckkontrolle, die Behandlung von Arrhythmien sowie gegebenenfalls eine Revaskularisierung empfohlen. Der Einsatz von Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten kann laut Leitlinie in diesen Fällen vorteilhaft sein.

Apparative und fortgeschrittene Therapien

Bei stark symptomatischen Verläufen mit einer Ejektionsfraktion unter 35 % wird nach medikamentöser Optimierung eine Überweisung zur Evaluation eines implantierbaren Kardioverter-Defibrillators (ICD) oder einer kardialen Resynchronisationstherapie (CRT) empfohlen. In fortgeschrittenen Stadien kommen mechanische Kreislaufunterstützungssysteme (LVAD), kontinuierliche Inotropika-Infusionen oder eine Herztransplantation in Betracht.

Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie weist darauf hin, dass Diuretika, Digoxin und Ivabradin zwar zur Symptomkontrolle eingesetzt werden, jedoch keinen nachgewiesenen Überlebensvorteil bieten. Zudem wird betont, dass niedrige Natriumwerte im Labor auf ein fortgeschrittenes Krankheitsstadium hindeuten und als prognostisch ungünstig zu werten sind.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt primär die Bestimmung von BNP oder NT-proBNP, um eine akute Herzinsuffizienz von anderen Ursachen für Atemnot abzugrenzen. Zusätzlich sollten Troponin, ein Blutbild, Nierenwerte und Leberwerte kontrolliert werden.

Bei der HFrEF steht eine prognoseverbessernde Medikation aus ACE-Hemmern/ARBs und Betablockern im Vordergrund. Bei der HFpEF fokussiert sich die Therapie laut Leitlinie auf die Behandlung der Ursachen wie Blutdruckeinstellung und Arrhythmie-Management.

Eine Überweisung zur Evaluation für einen implantierbaren Kardioverter-Defibrillator (ICD) wird bei stark symptomatischen Verläufen empfohlen. Voraussetzung ist laut Leitlinie eine Ejektionsfraktion von unter 35 % trotz optimaler medikamentöser Therapie.

Die Leitlinie nennt explizit Carvedilol, Metoprolol und Bisoprolol als empfohlene Betablocker für die Behandlung der Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF).

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: StatPearls: Left Ventricular Failure (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien