eFAST-Ultraschall: Diagnostik bei Trauma und Schock

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Traumatische Verletzungen sind die häufigste Todesursache bei Personen unter 45 Jahren. Etwa 80 Prozent der Traumata sind stumpf, wobei die meisten Todesfälle auf einen hypovolämischen Schock zurückzuführen sind.

Intraperitoneale Blutungen treten bei 12 Prozent der stumpfen Traumata auf, weshalb eine schnelle Identifikation essenziell ist. Die Computertomografie (CT) gilt als Goldstandard, ist jedoch bei hämodynamisch instabilen Personen aufgrund von Zeitverzögerungen oft nicht praktikabel.

Die StatPearls-Publikation beschreibt das Focused Assessment with Sonography for Trauma (FAST) als schnelles, präzises und nicht-invasives Verfahren. Es hat sich als Standard in der Traumaversorgung etabliert und reduziert die Zeit bis zur chirurgischen Intervention signifikant.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernaspekte für die Durchführung des eFAST-Protokolls:

Indikationen und Stellenwert

Laut Leitlinie wird die Durchführung eines eFAST (Extended FAST) in folgenden klinischen Situationen empfohlen:

  • Stumpfes oder penetrierendes abdominales und thorakales Trauma

  • Undifferenzierter Schock oder Hypotonie (als Teil des RUSH-Protokolls)

Die Leitlinie betont, dass das eFAST-Protokoll von Fachgesellschaften wie ATLS als Standard of Care in der Trauma-Reanimation angesehen wird.

Untersuchungstechnik und Schallfenster

Für die Untersuchung wird primär ein konvexer Schallkopf (2 bis 5 MHz) empfohlen, um Verzögerungen durch Sondenwechsel zu vermeiden. Für die Beurteilung des Pleuragleitens ist ein linearer Schallkopf (5 bis 12 MHz) ideal.

Die Leitlinie beschreibt folgende Standard-Schallfenster und deren Zielstrukturen:

SchallfensterZielstrukturenSonografische Befunde und Besonderheiten
Rechter oberer Quadrant (RUQ)Morrison-Pouch, rechter parakolischer Riss, kaudaler LeberrandHöchste Sensitivität (>93 %) am kaudalen Rand des linken Leberlappens
SubxiphoidalPerikardErkennt bereits 20 ml Flüssigkeit; Zeichen der Tamponade beachten
Linker oberer Quadrant (LUQ)Splenorenaler Raum, linker parakolischer RissMilz ist kleiner als Leber, daher oft weiter posterior und kranial zu schallen
SuprapubischRectovesical- oder Douglas-RaumVolle Blase vorteilhaft; tiefste Punkte der Peritonealhöhle
Anteriorer ThoraxPleura (viszeral und parietal)M-Mode zur Unterscheidung: "Seashore-Sign" (normal) vs. "Barcode-Sign" (Pneumothorax)

Limitationen und Fehlerquellen

Es wird darauf hingewiesen, dass der Ultraschall erst ab einer Flüssigkeitsmenge von 150 bis 200 ml im Peritoneum zuverlässig positiv wird (Sensitivität von 85 Prozent).

Um falsch-negative Ergebnisse zu vermeiden, empfiehlt die Leitlinie:

  • Die Durchführung serieller eFAST-Untersuchungen bei anhaltendem Verdacht

  • Die Berücksichtigung von geronnenem Blut bei verzögerter Vorstellung (gemischte Echogenität statt echofrei)

  • Den Einsatz erweiterter Bildgebung in Abhängigkeit vom hämodynamischen Status

Kontraindikationen

Laut Leitlinie gibt es keine absoluten Kontraindikationen für die Durchführung eines eFAST.

Es wird jedoch ausdrücklich gewarnt, dass die Ultraschalluntersuchung niemals lebensrettende Reanimationsmaßnahmen verzögern darf, insbesondere bei Personen in extremis.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie hebt hervor, dass der kaudale Rand des linken Leberlappens im rechten oberen Quadranten (RUQ) die höchste Sensitivität (über 93 Prozent) für den Nachweis freier Flüssigkeit aufweist. Es wird empfohlen, bei der Untersuchung des RUQ nicht nur den Morrison-Pouch, sondern zwingend auch diesen Leberrand sowie den rechten parakolischen Riss systematisch darzustellen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie liegt die Sensitivität des FAST-Ultraschalls bei etwa 85 Prozent. Für einen zuverlässigen Nachweis im Peritoneum müssen in der Regel mindestens 150 bis 200 ml freie Flüssigkeit vorhanden sein.

Die Leitlinie beschreibt das Fehlen des Pleuragleitens ("Ants marching"-Zeichen) als Hinweis auf einen Pneumothorax. Im M-Mode zeigt sich bei einem Pneumothorax das sogenannte "Barcode"- oder "Stratosphere"-Zeichen anstelle des normalen "Seashore"-Zeichens.

Nein, die Leitlinie stellt klar, dass retroperitoneale Blutungen mit dem FAST-Protokoll nicht beurteilt werden können. Zudem kann im kleinen Becken bei schwerem Trauma nicht zwischen Blut und Urin unterschieden werden.

Es wird primär ein konvexer Schallkopf (2 bis 5 MHz) empfohlen, um die gesamte Untersuchung ohne Zeitverlust durchzuführen. Für die spezifische Beurteilung des Pleuragleitens am anterioren Thorax ist ein linearer Schallkopf (5 bis 12 MHz) am besten geeignet.

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Quelle: StatPearls: Focused Assessment With Sonography for Trauma (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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