Transabdomineller Ultraschall: StatPearls
Hintergrund
Der transabdominelle Ultraschall ist ein etabliertes, strahlungsfreies und kosteneffizientes bildgebendes Verfahren. Laut dem StatPearls-Artikel wird die Methode zur Visualisierung intra- und retroperitonealer Organe eingesetzt.
In der Notfallmedizin wird häufig der Point-of-Care-Ultraschall (POCUS) angewendet. Dieser unterscheidet sich von der formalen radiologischen Untersuchung durch die Fokussierung auf schnelle, binäre Fragestellungen am Krankenbett.
Ein typisches Beispiel für POCUS ist die rasche Abklärung einer intrauterinen Schwangerschaft oder die Suche nach freier Flüssigkeit. Die Untersuchung liefert sofortige Ergebnisse zur Steuerung der Akutversorgung.
Empfehlungen
Vorbereitung und Technik
Der Text empfiehlt die Verwendung einer niederfrequenten Konvexsonde. Alternativ kann eine Phased-Array-Sonde genutzt werden.
Zur Optimierung der Bildqualität wird bei der Gallenblasenbeurteilung ein nüchterner Zustand empfohlen.
Für die Beurteilung des Uterus und des Beckens wird eine gefüllte Harnblase als akustisches Fenster angeraten.
Klinische Indikationen nach Lokalisation
Die Leitlinie ordnet spezifische Fragestellungen den jeweiligen Abdominalquadranten zu:
| Lokalisation | Mögliche Pathologien |
|---|---|
| Rechter Oberbauch (RUQ) | Cholelithiasis, Choledocholithiasis, Leberabszess, Hydronephrose |
| Rechter Unterbauch (RLQ) | Appendizitis, Invagination, Psoasabszess |
| Linker Oberbauch (LUQ) | Milzpathologien, Hydronephrose, freie Flüssigkeit |
| Linker Unterbauch (LLQ) | Divertikulitis, Dünndarmileus |
| Epigastrium | Pankreasraumforderung, Bauchaortenaneurysma (BAA) |
| Becken | Harnverhalt, Schwangerschaft, ektopische Schwangerschaft |
Spezifische Diagnostik: Gallenblase
Die Leitlinie beschreibt vier spezifische Kriterien, deren gemeinsames Auftreten hochsensitiv und spezifisch für eine Cholezystitis ist:
-
Vorhandensein von Gallensteinen oder Sludge
-
Verdickung der Gallenblasenwand auf über 3 mm
-
Positives sonographisches Murphy-Zeichen
-
Pericholezystische Flüssigkeit
Spezifische Diagnostik: Trauma und Schock
Bei stumpfem oder penetrierendem Abdominaltrauma wird die Evaluation auf freie Flüssigkeit empfohlen.
Bei Hypotension rät der Text zur Beurteilung der Vena cava inferior als Surrogatparameter für den Volumenstatus.
Kontraindikationen
Es gibt keine absoluten Kontraindikationen für den transabdominellen Ultraschall.
Der Text warnt davor, direkt über Wunden oder Inzisionen zu schallen, um Kontaminationen und Infektionen zu vermeiden.
Zudem wird darauf hingewiesen, dass Farb- und gepulster Doppler aufgrund eines theoretischen Strahlenrisikos nicht beim Fötus angewendet werden sollten.
💡Praxis-Tipp
Ein wesentlicher Unterschied in der Notfallmedizin ist die Zielsetzung der Untersuchung. Es wird betont, dass der Point-of-Care-Ultraschall (POCUS) primär der Beantwortung binärer Fragen dient, wie etwa dem Nachweis einer intrauterinen Schwangerschaft. Sobald diese Leitfrage beantwortet ist, gilt die fokussierte Untersuchung in der Regel als abgeschlossen.
Häufig gestellte Fragen
Laut StatPearls wird primär eine niederfrequente Konvexsonde mit großer Auflagefläche empfohlen. Steht diese nicht zur Verfügung, kann alternativ eine Phased-Array-Sonde genutzt werden.
Der Text empfiehlt, die Untersuchung am nüchternen Patienten durchzuführen, da dies zu einer Füllung der Gallenblase führt. Zudem hilft eine tiefe Inspiration des Patienten, da das Zwerchfell die Leber und Gallenblase nach kaudal verschiebt.
Die Leitlinie nennt vier Kriterien: Steine oder Sludge, eine Wandverdickung über 3 mm, ein sonographisches Murphy-Zeichen sowie pericholezystische Flüssigkeit. Das Vorliegen aller vier Zeichen gilt als sehr sensitiv und spezifisch.
Eine gefüllte Harnblase dient als akustisches Fenster. Laut Text wird dadurch die Visualisierung tieferliegender Strukturen wie des Uterus deutlich verbessert.
Der Text rät vom Einsatz des Farb- und gepulsten Dopplers am Fötus ab. Dies wird mit einem theoretischen Strahlenrisiko für das ungeborene Kind begründet.
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Quelle: StatPearls: Transabdominal Ultrasound (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.